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Die Löwen stimmen auf die Saison 2026/27 ein

Alles zur traditionellen Saison-Pressekonferenz im Auditorium der Swiss Life Arena.

Die neue Eishockeysaison steht unmittelbar bevor. Während der GCK/ZSC Lions Nachwuchs bereits in den Meisterschaftsbetrieb gestartet ist, greifen die Frauen der ZSC Lions am 12. September ins Geschehen ein, ehe am 15. September die Männer der ZSC Lions und am 18. September die GCK Lions folgen. An der traditionellen Saison-Pressekonferenz im Auditorium der Swiss Life Arena informierten CEO Peter Zahner, die Sportverantwortlichen Sven Leuenberger und Christine Meier, die Headcoaches Claude Julien und Peter Andersson sowie Head of Communication Sandro Frei über die sportlichen und unternehmerischen Zielsetzungen der Lions-Organisation.

 

Ambitionierter Blick nach vorne

 

Rückblickend sprach Sportchef Sven Leuenberger von einer durchzogenen Saison 2025/26. Die GCK Lions erreichten die Playoffs, die Frauen schafften nach einem grösseren Umbruch die Play-Ins und der Nachwuchs stand viermal im Final und gewann dabei zwei Meistertitel. Das Ausscheiden der ZSC Lions im Halbfinal entsprach zwar den wirtschaftlichen Zielvorgaben, die sportlich gesehen höheren Ambitionen blieben jedoch auf der Strecke.

 

«Als Sportler stehst du am Morgen auf, um zu gewinnen», betonte Leuenberger. Um die Mannschaft neu auszurichten, verpflichteten die ZSC Lions mit Claude Julien einen international erfahrenen Headcoach. Eine Bedingung des Kanadiers war, seinen Weggefährten René Matte als Assistenten mitzubringen. Auf dem Eis soll sich dies auch im Spielsystem widerspiegeln: weniger Puckbesitz, dafür mehr Direktheit und Druck auf das gegnerische Tor.

 

Julien zeigte sich wenige Tage vor dem Meisterschaftsstart sehr zufrieden mit dem Zustand seiner Mannschaft. Besonders die Neuzugänge hätten während der Vorbereitung überzeugt. «Berni und Knak bringen viel Routine und Power mit, Strömwall verfügt über enorme Skills und einen ausgezeichneten Schuss. Gleichzeitig haben wir mit Fahrni, Gruber und Meier junge, hungrige Talente im Kader, die sich aufdrängen.»

 

Die Testspiele gegen Lugano und Adler Mannheim bezeichnete der neue Headcoach als wertvolle Gradmesser. Nun folgt mit dem Vorbereitungsspiel gegen Bern die Hauptprobe, bevor die beiden Teams wenige Tage später auch den Meisterschaftsauftakt bestreiten.

 

GCK Lions setzen auf Entwicklung und Playoff-Kurs

 

Bei den GCK Lions steht erneut die Förderung junger Talente im Zentrum. Headcoach Peter Andersson wird mit einer Mannschaft arbeiten, in der gleich sechs neue Spieler aus dem eigenen Nachwuchs stammen.

 

«Wir haben ein junges Team, das Zeit braucht», erklärte Andersson. Wie schon in der vergangenen Saison wolle man sich Schritt für Schritt steigern. Gelinge diese Entwicklung auch während der Meisterschaft, sei das Erreichen der Playoffs ein realistisches Ziel.

 

Frauenprogramm wächst weiter

 

Sportchefin Christine Meier blickte sowohl sportlich als auch strukturell optimistisch auf die kommende Saison voraus. Mit Bri Eid, Stefanie Wetli und Fanny Rask konnten drei erfahrene Spielerinnen verpflichtet werden, gleichzeitig fanden sieben Eigengewächse den Weg ins Fanionteam.

 

Die Zielsetzung ist klar: Die Playoffs erreichen und im Cup möglichst weit kommen. «Wir verfügen über eine hungrige Mannschaft, die bereit ist, den nächsten Schritt zu machen», so Meier.

 

Besonders stolz zeigt sich die Lions-Organisation auf die Entwicklung des Frauen-Eishockeys. Mittlerweile spielen bei den ZSC Lions 220 Frauen und Mädchen, begleitet von rund 30 Staff-Mitgliedern. Dank der Girls-Hockeyschule, der Zusammenarbeit mit dem Zürcher Eishockeyverband sowie Teams auf sämtlichen Leistungsstufen können die ZSC Lions heute erstmals eine vollständige Pyramide im Frauenbereich anbieten.

 

Ein weiterer Meilenstein gelang am Family Day 2026, als mit 4'997 Zuschauenden ein neuer Rekord in der PostFinance Women’s League aufgestellt wurde. Die nächste Austragung findet am Samstag, 23. Januar 2027, statt. Zudem soll die Professionalisierung des Spielbetriebs mit der Nutzung des Cube und des LED-Rings in der Swiss Life Arena weiter vorangetrieben werden.

 

Nachwuchs bleibt das Herzstück

 

CEO Peter Zahner zog für den Nachwuchs eine erfreuliche Bilanz. Bereits das 16. Betriebsjahr konnte sportlich und wirtschaftlich erfolgreich abgeschlossen werden. Die Zahlen verdeutlichen die Dimensionen der Organisation: Aktuell spielen 1'838 Spielerinnen und Spieler in 93 Teams.

 

«Wir stossen zwar an gewisse Grenzen, insbesondere bei den verfügbaren Eiskapazitäten, wachsen aber trotzdem weiter», erklärte Zahner.

 

Sportlich wurden mit den U18-Teams erneut zwei Meistertitel gewonnen. Der Fokus liege weiterhin auf der Ausbildung der Talente. Dass Erfolge dennoch wichtig seien, zeige auch ein Blick auf die Absolventinnen und Absolventen des Systems: Aktuell sind 85 Eigengewächse im In- und Ausland aktiv, darunter vier Spieler in der NHL.

 

Swiss Life Arena als Erfolgsgeschichte

 

Auch abseits des Eises entwickeln sich die ZSC Lions positiv. Die Grenze von 9'000 verkauften Saisonkarten wurde erneut erreicht. Gleichzeitig stellt die Organisation bewusst sicher, dass weiterhin genügend Einzeltickets für Fans ohne Saisonkarte verfügbar bleiben.

 

Die vierte Saison in der Swiss Life Arena brachte das bislang erfolgreichste Geschäftsjahr. Den emotional grössten Anteil daran hatte die Eishockey-WM 2026, die als bisher grösster Event der Arena Geschichte schrieb: Allein in Zürich sorgten rund 300'000 Zuschauende, 1'150 Volunteers und 970 Medienschaffende für eine einzigartige Atmosphäre mit internationaler Ausstrahlung.

 

In den kommenden Monaten warten bereits die nächsten Highlights im Löwenkäfig. Am 8. November gastiert Handball-Grossmacht Dänemark zum EHF Euro Cup in Zürich, im Dezember folgen die SWISS Ice Hockey Games mit den Nationalteams aus Finnland, Schweden, Tschechien und der Schweiz. Ein weiterer Meilenstein steht mit der Handball-Europameisterschaft 2028 bevor, wenn die Swiss Life Arena unter anderem Partien der Schweiz und Deutschlands beherbergt.

 

Starke Partnerschaften und neue Auftritte

 

Head of Communication Sandro Frei informierte über verschiedene Entwicklungen rund um die Organisation. Bei den ZSC Lions konnten die Partnerschaften mit HRS, Swiss Life sowie Eichhof/Heineken verlängert werden. Gleichzeitig durften die ZSC Lions Frauen mit Heimatraum Immobilien, KIBAG, Amstein + Walthert, Burkhalter und Swiss Life mehrere neue Partner begrüssen.

 

Auch optisch setzen die Lions neue Akzente. Die neuen Trikots präsentieren sich schlicht und modern mit dezenten vertikalen Streifen. Besonderes Augenmerk erhielt der «Mir sind Züri»-Badge auf dem Ärmel, der bereits im Vorfeld auf grosses Interesse stiess. Der dazugehörige Wettbewerb verzeichnete innerhalb weniger Stunden über 2'000 Teilnehmende.

 

Im Marketing werden die Heimspiele der Männer und Frauen künftig mit sogenannten Mobile Ads beworben. Gleichzeitig wird die Swiss Life Arena als Eventlocation sowohl online als auch offline stärker positioniert.

 

Lion Kids und Spezialspiele

 

Weiterhin erfreut sich das Nachwuchsprogramm «Lion Kids» grosser Beliebtheit. Die Mitgliederzahl stieg innert Jahresfrist von 3'935 auf 4'141 Kinder. Durchschnittlich 700 Lion Kids besuchten in der vergangenen Saison die speziell für sie ausgerichteten Spiele.

 

Auch in der Saison 2026/27 stehen wieder mehrere Spezialveranstaltungen auf dem Programm. Dazu gehören das Impact-Game zugunsten der «Stiftung Schweizer Sporthilfe», das Christmas-Game mit einer Spende an die Kinderhilfsorganisation «Right To Play» sowie das beliebte Retro-Game mit Spezialtrikots.

 

Nach rund 45 Minuten endete die Pressekonferenz mit einem Apéro, bei dem die anwesenden Medienvertreterinnen und Medienvertreter die Gelegenheit zum persönlichen Austausch mit den Verantwortlichen der Lions-Organisation nutzten. Die Vorfreude auf den Saisonstart ist gross. Nun richtet sich der Blick endgültig auf das Geschehen auf dem Eis.

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