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Zürcher mit Sweep in den Halbfinal

Zürcher mit Sweep in den Halbfinal

Eine Zitterpartie, die eigentlich keine hätte sein müssen. Doch die Zürcher bewahren bis zum Schluss die Nerven und sichern sich mit einer tadellosen Leistung in Lugano den Halbfinaleinzug.

Die Partie ist auf Messersschneide und die Zürcher verteidigen wie wild, um den Halbfinaleinzug wohlmöglich noch Freitagabend in Lugano klar zu machen. Doch knapp zwei Minuten vor dem Ende kassiert Lammikko eine sehr kleinliche Strafe und muss fortan zusehen, wie seine Kollegen den Job erledigen dürfen. Lugano gewinnt das Bully und beordert van Pottelberge, heute für Schlegel im Tor, aus dem Kasten und bringen Kupari als zusätzlichen Spieler aufs Eis. Im Sechs-gegen-Vier versuchen sie Hrubec & Co. noch zu düpieren. Einmal zappelt das Aussennetz, ein anderes Mal fährt Hrubec den Schoner entscheidend aus. Die Zeit rinnt Lugano davon, Fazzini zieht ab - der ZSC blockt! Plötzlich erklingt die Schlusssirene und die Lions verwerten den ersten von vier möglichen Matchpucks. Mit einem süssen «Sweep» entscheiden sie die Viertelfinal-Serie gegen Lugano mit 4:0 für sich. 

 

Viel Lob für harte Arbeit

 

Lugano-Sportchef Jannick Steinmann lobt die Leistung der Zürcher und gratuliert nach dem Spiel dem Zürcher Coaching Staff. Er streicht aber etwas heraus: «Hinten wart ihr einfach verdammt gut. Ihr habt den Laden einfach dicht gemacht.» Damit hat er wohl recht. Obwohl Lugano über alle vier Spiele sehr viel Offensivakzente setzen konnten, das Defensivverhalten der gesamten Mannschaft hatte immer eine Antwort bereit. 90 zu 43 lautet die Statistik für «Blocked Shots»! Es unterstreicht wie sehr dieses Team füreinander geht und sich nicht zu schade ist, auch die Drecksarbeit zu erledigen. Lugano hingegen beweist damit, dass sie nach vorne wirklich alles versucht haben. Einzig hinten waren die Limmatstädter einfach effizienter und kaltschnäuziger. Auch in Game vier hatte Lugano sehr gute Phasen, besondres im zweiten Abschnitt stand die Partie auf der Kippe aus Sicht der Lions, doch die Erfahrung hat den Sieg über die Zeit gebracht. 

 

Die erste Linie trifft

 

Nach einer knappen Viertelstunde eröffnet Rudolfs Balcers den Score an diesem Abend. Malgin kann einen Konter nicht vollenden, entscheidet sich ums Tor herum zu kurven und bedient den anbrausenden Rudolfs Balcers. Der Lette haut den pfannenfertigen Assists humorlos in die Maschen! Sein Jubel ist riesig und irgendwie ist ihm wohl auch ein wenig Frust von der Seele gegangen, nach dem unglücklichen Zusammenstoss mit Sven Andrighetto im letzten Spiel. Zur Halbzeit kann Lugano dann doch noch reagieren. Finne Kupari trifft, die Torsirene und Jubel-Lichter gehen schon an und das alles, obwohl die Partie weiter geht. War die Scheibe drin oder nicht? Nach längerem Videoreview geben die Schiedsrichter den Treffer, wohl zurecht - wer sich die Wiederholung anschaut wird dem zustimmen müssen. Gut, dass Denis Malgin knapp drei Minuten später wieder eine Antwort parat hat. Er erzielt den Gamewinner bereits in Minute 34 und wird so zum Mann des Tages. Und so nimmt eine intensive und interessante Serie am Schluss ein grosses Happy-End für die ZSC Lions. Sie stehen als erstes Team im Halbfinal und warten nun ab, wer und was dort auf sie zukommt. Unleash the Lion!

 

(Marko Filipovic)

Fotos: Media Team ZSC Lions, Marko Filipovic

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