Die ZSC Lions sichern sich mit einem Sieg im Emmental das Heimrecht für den Playoff-Viertelfinal. Gegner? Der HC Lugano! Es kommt zum ersten Wiedersehen seit der heissen Final-Affiché 2018. Überhaupt ist die Paarung brisant, hat doch das Duel zwischen den Limmatstädtern und den Tessinern eine weitaus längere Historie. Nun haben die Zürcher ein Paar wenige Tage frei, bevor es ans Eingemachte geht. Am 21. März geht die Playoff-Party im Löwenkäfig los. Wir können es kaum erwarten.
Pflicht erfüllt
Assistantcoach Fabio Schwarz nach der Partie: «Es war wie erwartet ein Geduldsspiel. Schlussendlich haben wir glanzlos unsere Pflicht erfüllt. Der Kasten sauber gehalten, zwei Tore geschossen und drei Punkte gesichert.» Es ist in der Tat genauso wie von Schwarz beschrieben. Aber auch logisch, denn Spiele gegen Langnau sind oft so. Die Zürcher durften auf keinen Fall mit einem gewollten Offensivspektakel ins offene Tigers-Messer laufen. Denn parallel hat die Konkurrenz ihre Aufgaben erfüllt: Kantersieg für Genf und deutliche Sache für Lugano ebenfalls. Und so ist das entscheidende Mitteldrittel den Zürchern sehr wohl bekommen. Chris Baltisberger erlöste die Fans mit einem Kraftakt vor dem Kasten und würgte die Scheibe mit viel Willen zum 1:0 hinter die Linie. Gespielt waren zu diesem Zeitpunkt 33 Minuten. Noch besser kommt es fünf Zeigerumdrehungen später. Rudolfs Balcers haucht der leblosen Scheibe vor dem SCL-Torhüter Leben ein und befördert sie zum 2:0 in die Maschen. Der viele Verkehr vor dem Kasten hat den Tigern die Sicht genommen.
Tränenreiches Ende
Da es für die SCL Tigers um nichts mehr ging, war Schaulaufen angesagt. Die Spielerbank war trotz allem Feuer und Flamme, sie wollten den Fans noch ein versöhnliches Ende schenken. Allem voran für ihren lokalen Helden Harri Pesonen. Der Finne verlässt Langnau nach einer gefühlten Ewigkeit und hinterlässt als Publikumsliebling sicherlich eine grosse Lücke bei den Tigers. Es ist dann auch wenig verwunderlich, dass er bei der Best-Player-Ehrung nebst dem ZSC-Keeper Simon Hrubec zum besten Spieler im SCL-Trikot gewählt wird. Für das gewünschte Tor reicht es nicht mehr, da Hrubec ohnehin schon den ganzen Abend hext. Das Happy-End bleibt somit nur für die Zürcher übrig.
(Marko Filipovic, Langnau)

























