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ZSC zittert sich zum Sieg

ZSC zittert sich zum Sieg

Ein vermeintlich sicherer Sieg für die Lions, gerät im letzten Drittel nochmals arg ins Schwanken. Jesper Frödén sorgt einmal mehr für jubelnde Zürcher Fans.

Die Ausgangslage vor diesem Derby ist brisant. Die Zürcher wollen unbedingt in der Tabelle hochklettern und müssen sich nun ausgerechnet in Kloten beweisen. Der EHC Kloten wurde seinerseits vor zwei Wochen schlecht belohnt für einen guten Auftritt in der Swiss Life Arena. Nun auf heimischem Eis, hofft man zusammen mit dem Anhang in der SWISS arena abzuheben. Damit dies nicht klappt, mahnt Headcoach Marco Bayer seine Mannen bei der Kabinenansprache. Er fordert heute Abend «Playoff-Hockey» von seiner Mannschaft. Nur so könne man in Kloten eben bestehen. Derby’s haben ihre eigenen Gesetzt und zurücklehnen gilt nicht. Positives vorneweg: der Zürcher Schlittschuh Club kann nach einer gefühlten Ewigkeit aus den Vollen schöpfen. Der Blick auf das Lineup verspricht so einiges für die Partie in Kloten.

Sehr solide

Justin Sigrist ist nach 40 gespielten Minuten ziemlich zufrieden mit dem Gezeigten seiner Kollegen. «Geiles Spiel. Wir müssen dranbleiben. Geiles Spiel.» Er hat recht, denn nach zwei Abschnitten sind die Stadtzürcher mit 2:0 vorne. Jeweils ein Treffer gelingt ihnen pro Drittel. Sven Andrighetto eröffnet mit einem Traumtor den Score in Minute 13. Alleine stürmt er von der eigenen Hälfte über die linke Flanke in die Kloten-Zone, zieht scharf aus dem Handgelenk ab und bringt die Scheibe unter der Latte unter – Boom hat’s gemacht! Sven Andrighetto berechtigt damit, dass er auf dem ZSC-Instagram-Account heute so präsent war. Für die zweite Tranche Jubelbilder sorgt Kimo Gruber zwei Minuten vor der zweiten Pause. Patrick Geering mit einem Weitschuss, bei dem Baechler dem EHC-Goalie Waeber die Sicht nimmt und so irritiert. «Ludo» kann die Scheibe nicht festhalten und Gruber sagt beim Abpraller «Merci» und ab die Post in die Jubeltraube mit seinen Jungs. Die Führung geht durchaus in Ordnung, doch es hätte auch anders kommen können. Wenige Moment zuvor scheiterte Axel Simic am linken Pfosten mit einem Hammerschuss. Hrubec wird’s freuen, der bis zu diesem Zeitpunkt seinen Kasten sauber hält.

Zittern bis zum Schluss

Es dauert keine vier Minuten, da bebt Kloten ein erstes Mal. Dario Mayer verkürzt auf 1:2 und lanciert die Partie neu. Um ehrlich zu sein, die Zürcher bringen fort an kein Bein mehr vor das andere. Von nun an entpuppt sich der heimliche Derbyheld: Simon Hrubec. Ohne den Tschechen wären die Lions noch arger in Not, als sie es sonst schon sind in diesen letzten 20 Minuten. Es kommt, wie es kommen muss – Kloten belohnt sich für den Effort und gleicht durch Mischa Ramel aus. Ein Tollhaus diese SWISS arena! Aber was wäre der ZSC nur ohne Drama? Nach der Schlusssirene darf man sagen, sie haben Kloten wohl einfach nur ein wenig Hoffnung machen wollen. Eine Minute vor Schluss kontern Grant und Frödén gemeinsam in Richtung Derbysieg! Querpass Derek, Siegtor Jesper! Plötzlich sind die Heimränge still und der Gästeblock tanzt, als gäbe es kein Morgen mehr. Der Emptynetter von Sven Andrighetto tut dem ZSC-Scorerkonto gut und bestätigt die ersten beiden Drittel – der Derbysieg geht sehr in Ordnung.

(Marko Filipovic, Kloten)

Fotos: Media Team ZSC Lions, Marko Filipovic

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