Für Chloé Aurard-Bushee, seit kurzem mit der amerikanischen Basketball-Spielerinnen Ella Bushee verheiratet, werden Davos und Biasca die ersten Stationen sein, die sie nach acht Jahren in den USA (Northeastern University, New York Sirens) zurück auf die grosse Eisfläche bringen wird. Ihr letztes Meisterschaftsspiel für ein Frauen-Clubteam in Europa spielte sie vor zwölf Jahren für die inzwischen aufgelösten Gap-Ladies, damals war sie gerade mal 14 Jahre alt. Die Französin hat eine beeindruckende Karriere hinter sich: Während fünf Jahren war sie Team- und Linienkollegin von Alina Müller im Team der Northeastern University. Das «unheimliche Duo» rockte die Liga mit sagenhaften 458 Skorerpunkten in 326 Spielen. Mit ihrem Wechsel zum PWHL-Team New York Sirens fehlte ihr – so berichten Beobachter der Szene – das "familiäre Umfeld" in New York und sie kam nicht mehr an ihre NCAA-Zahlen heran. Vielleicht wechselte sie auf diese Saison hin genau aus diesem Grund zur Boston Fleet, zurück in ihre "Heimat". Dass sie den Sprung in den PWHL-Kader schliesslich nicht schaffte, werteten Kenner der Szene als grosse Überraschung. Ihr Wechsel zu den ZSC Lions Frauen bringt sie nun näher an ihre «alte Heimat Frankreich» und zurück in ein Umfeld, das ihr eigentlich behagen müsste.
Dir Auswärtsspiele vom Wochenende – am Samstag in Davos (15:00 Uhr, zondacrypto-Arena) und am Sonntag gegen Ambri (17:30 Uhr, BiascArena, Biasca) – stehen beide unter den gleichen Vorzeichen: Es geht um nichts anderes als jene Ranglisten-Plätze, die in den Play-Ins das Heimspiel-Recht garantieren. Davos liegt mit zwei Mehrspielen zwei Punkte vor den ZSC Lions Frauen auf dem fünften Rang und hat in den letzten zehn Spielen dreimal gewonnen, zuletzt vor vier Tagen zuhause gegen Fribourg-Gottéron. Die Löwinnen hingegen feierten fünf Siege, davon zwei nach «Zusatzschicht». Der Rückstand auf die Plätze drei (SC Bern) und vier (Gottéron) ist bereits beträchtlich, aber in den restlichen sechs Spielen nicht unaufholbar. Beiden Teams werden die U18-Nationalspielerinnen fehlen. Bei Davos ist es Verteidigerin Miriana Bottoni, bei den Löwinnen dien beiden Stürmerinnen Laelia Huwyler und Lorie-Lou Besson sowie Verteidigerin Sarina Messikommer.
Auch die Partie gegen Ambri kann wegweisend sein: Die Tessinerinnen liegen zwar satte 20 Punkte vor den Zürcherinnen auf Rang zwei, doch ihre direkte Playoff-Qualifikation ist noch nicht gesichert. Gegen beide Gegner haben die Löwinnen noch etwas gutzumachen: Sowohl Davos als auch Ambri führen in den Direktbegegnungen mit 2:1.
GCK und Lions Girls auswärts
Auch für die GCK Lions geht die Meisterschaft bereits am dritten Tag des neuen Jahres weiter. Sie treffen am Samstagabend (20:00 Uhr, Sportanlagen Wallisellen) auf Bassersdorf. Das erste Derby ging mit 2:1 knapp an die Löwinnen. In der Rangliste liegen die GCK Lions zwar sechs Punkte vor Bassersdorf, doch im breiten Mittelfeld sind Rangverschiebungen gang und gäbe und die Playoff-Positionen bei sieben respektive acht ausstehenden Partien noch längst nicht bezogen.
Auch die ZSC Lions Girls stehen bereits wieder im Einsatz. Ihnen steht am Sonntag die Reise nach Scoul und das Spiel gegen die Hockey Chicas Engiadina (14:00 Uhr, Eishalle Gurlaina) bevor. Es ist das erste Duell der beiden Teams in der laufenden Meisterschaft. In der Tabelle liegen die Hockey Chicas zehn Punkte (bei einem Mehrspiel) vor den Jung-Löwinnen.

















