«Unleash The Lion - Season 3» geht in die nächste Runde. Anders als vor einem Jahr starten die Limmatstädter 2026 nicht vor eigenem Publikum in die Halbfinalserie gegen Davos. Tabellenplatz 4 aus der Regular Season ist «schuld» daran. Nun gut, der Zett hat sich ja in den letzten Monaten als Auswärtsmonster präsentiert - es gibt wohl definitiv schlechtere Omen. Der letzte sieglose Auftritt in der Fremde datiert vom 2. Januar 2026. Die Löwen sind also nur knapp nicht ungeschlagen auswärts im Jahr 2026. Dazu kommen notabene 18 Playoff-Heimspielsiege de suite. Viele Statistik-Freunde reiben sich da die Hände schon vor dem ersten Puckdrop. Doch alle wissen, die Arbeit muss zuerst getan werden. Bei den ZSC Lions wird man gespannt sein auf das Lineup am ersten Gameday. Mit oder ohne Andrighetto? Sind alle fit und munter nach der achttägigen Pause seit dem Sieg in Spiel vier gegen den HC Lugano? Die Stadtzürcher kennen sich dank den letzten Jahren ziemlich gut aus mit freien Spieltagen. Etwas, das nicht alle Spieler lieben, aber der Körper schliesslich dankt. Du bereitest dich auf die Playoffs vor, der Viertelfinal geht los und plötzlich muss du den Turboschalter für eine Woche runterfahren. Auch das ist nicht zu unterschätzen, aber sollte eben dank der Vergangenheit gut gemanaged sein Seitens Lions. Mit Denis Malgin haben die Zürcher den besten Punkt-pro-Spiel-Spieler der bisherigen Playoffs im Kader. Drei Tore und sechs Assists waren seine Ausbeute gegen Lugano. Sven Andrighetto ist übrigens mit zwei Punkten pro Spiel ebenfalls ganz vorne mit dabei. Im Kasten hat Simon Hrubec mit einer Fangquote von 95.73% eindrücklich seine Form bewiesen und Lugano zur Verzweiflung gehext. Statistiken hin oder her, spätestens am Samstagabend gegen 22:00 Uhr sind wir um ein kleines Stück schlauer, was uns in dieser Serie alles erwarten könnte. Der Klassiker wird um eine weitere Geschichte reicher, nachdem der ZSC im vergangenen Jahr dem HC Davos eine schmerzhafte Halbfinalniederlage zufügte.
Performance-Check: Über den Rekordmeister zum Finaleinzug?

Es geht weiter im Programm! Die ZSC Lions messen sich mit dem HC Davos um den Einzug in den Playoff-Final 2026. Es kommt somit zur Reprise im Halbfinal. Der Weg bis in den Final wird steinig, schwer und hart. Wir schauen uns die anstehende Affiché genauer an.


Stiller Anführer und Herr im Haus: Simon Hrubec feierte bereits zwei Shutouts in den beiden Viertelfinal-Heimspielen. Der Tscheche ist der gewohnte Rückhalt für seine Vorderleute und möchte auch diese Serie prägen.
Im Fokus: HC Davos
Form: Selten war eine Form so selbstredend beim HCD wie in dieser Saison. Nur ein Punkte fehlte zum Punkterekord des EV Zug nach Abschluss der Qualifikation. Der HCD kannte in den ganzen 52 Runden der Regular Season keine Krise und gewann dazu etliche Spiele mit viel Moral und in einer Selbstverständlichkeit auch noch Sekunden vor der Schlusssirene. Der Auftritt im Viertelfinal war weniger eindrücklich, dafür um so abgeklärter. Obwohl der EVZ besonders zu Beginn der Serie den HCD forderte, gerieten die Bündner nie auf die schiefe Bahn. Am Ende gewannen sie die Serie mit 4:1 und damit ziemlich souverän.
Tor: Sandro Aeschlimann und Luca Hollenstein bildeten ein sehr gutes Duo während der Qualifikation und hielten zusammen mit etwas mehr als einer 92%-Fangquote den Kasten oft rein. Doch Job-Sharing ist nicht mehr für die beiden. Der starke Backup in Persona Luca Hollenstein verletzte sich gegen Ende der Regular Season, sodass der HCD auf dem Markt aktiv werden musste. Verpflichtet wurde Notnagel Roope Taponen. Dieser wird aber voraussichtlich wirklich nur im äussersten Notfall Thema sein, denn Backup von Aeschlimann ist bei sechs Import-Feldspielern in der Regel Goalie Soler. Aeschlimann kommt auf exakt eine 90%-Fangquote über die fünf Viertelfinalspiele gegen den EVZ.
Verteidigung: Der Stille Anführer der HCD-Abwehr ist Lukas Frick. Die letzten beiden Jahre manövrierte er den Lausanne HC jeweils in den Final und entpuppt sich nun beim HC Davos als absoluter Glücksgriff. Er spielt eine sehr wichtige und solide Rolle in der Defensive. Nationalverteidiger Michael Fora sowie das Schweden-Duo Calle Andersson und Klas Dahlbeck komplettieren das Abwehr-Quartett. Andersson ist hierbei eher für das Filigrane zuständig, während Dahlbeck und Fora für das Grobe bestimmt sind. Frick war übrigens mit 36 Punkten der produktivste Defensivspieler der Davoser und sogleich drittbester Skorer des ganzen Teams.
Sturm: Das Prunkstück des HC Davos! Gespickt mit unzähligen Top-Spielern und gesegnet mit viel Talent. Neo-Captain Matej Stransky holte 53 Punkte in der Regular Season und war der Leuchtturm im Projekt «Mission 32» während 52 Runden. Im Viertelfinal gegen den EVZ glänzte allem voran Simon Ryfors. Der Schwede hat schon neun Punkte auf dem Konto und ist bisher Dreh- und Angelpunkt im Playoff-Spiel des souveränen Qualifikationssiegers. Adam Tambellini war in der letztjährigen Affiché noch angeschlagen nach einem Check gegen den Kopf im vorherigen Duell gegen Zug. Dieses Jahr ist er fit und wird für viel Gefahr vor dem Tor der Zürcher sorgen. Der smarte Center ist nicht nur gross, sondern hat ganz feine Hände. Eher raue Hände und plötzlich mit Torriecher unterwegs ist Brendan Lemieux. Hatte er noch eine Saison zum Vergessen im vergangenen Jahr, ist er plötzlich Publikumsliebling beim HCD. Er geht unter die Haut und sorgt mit Trashtalk, Härte und nun auch Skorerpunkten für unschöne Gefühle beim Gegner. Er wird sicherlich eine zentrale Figur sein im Duell mit dem ZSC.
Personal: Hiobsbotschaft in dieser Woche: Valentin Nussbaumer fällt bis zum Saisonende aus. Damit gesellt er sich zum Edeltechniker Enzo Corvi, der bereits seit geraumer Zeit fehlt. Zusammen mit Goalie-Backup Hollenstein ist es ein gewichtiges Trio, das fehlt. Dennoch ist die Breite im Kader beim HCD in dieser Spielzeit vorhanden und die Davoser scheinen die Ausfälle gut zu kompensieren können. Ansonsten kann Josh Holden aus dem Vollen schöpfen.

Plötzlich Publikumsliebling: Brendan Lemieux ist in dieser Spielzeit nicht wiederzuerkennen und zu einem wichtigen Puzzleteil im HCD-Ensemble herangewachsen.
















