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Performance-Check: Die Bianconeri warten

Performance-Check: Die Bianconeri warten

Zum Auftakt der Playoff-Viertelfinalserie gegen den HC Lugano nehmen wir die beiden Teams unter die Lupe. Spätestens ab 20:00 Uhr am Samstagabend heisst es: Unleash the Lion!

Leinen los - ab geht die Post! Am Samstagabend ist es endlich soweit. Am Vortag eröffnen die anderen beiden Serien die Playoffs 2026, ehe am Tag danach endlich auch die Zürcher im Kampf um den begehrten Pokal mitmischen dürfen. Kann die Siegesserie von 16 Heimsiegen de Suite in den Playoffs ausgebaut werden? Entpuppt sich der Löwenkäfig auch in diesem Jahr als eine unbezwingbaren Festung für den Gegner? Eines ist klar: Wenn kurz vor 20:00 Uhr die Trompeten-Melodie ertönt, die ränge pickepackevoll sind und die ZSC Lions wie Gladiatoren zum fast schon traditionellen Playoff-Einlaufsong aufs Eis kommen, hält es wohl kaum jemanden noch ruhig auf den Sitzen. Ganz nach dem Motto «never change a winning team», gehen die Zürcher mit selbem Leitspruch erneut auf Titeljagd: UNLEASH THE LION! 


Die Löwen sind hungrig

Die Personalsituation vor Abschluss der Qualifikation hat doch den ein oder anderen Blick auf den Medical Report gelenkt. Am letzten Spieltag fehlten mitunter Kapitän Patrick Geering, Routinier Yannick Weber, der wuchtige Willy Riedi sowie der Mann für die magischen Momente: Denis Malgin. Man hofft nun, dass die Pause zwischen Regular Season und Playoff-Start genügend lang war, um wieder auf die ein oder andere bewährte Kraft zurückzugreifen. Durch den Ausfall von Denis Malgin, rückte Sven Andrighetto nach ins Topscorer-Gewand und siehe da, er holte seinen lädierten Kollegen noch auf. Ghetto egalisierte die 41 Scorerpunkte, darf bzw. muss nun wegen mehr erzielter Tore den gelben Helm in den Playoffs tragen. Wie bereits in der Vorsaison bleibt der Regular Season-Topscorer über die gesamten Playoffs im Feueroutfit. Diese Regelung ist nicht bei allen beliebt, aber nunmal Tatsache. Anders als im Vorjahr, wissen die ZSC Lions seit der Derniere in Langnau auf wen sie sich vorbereiten dürfen. Mit dem HC Lugano kommt es erstmals seit 2018 (Finalserie im Hallenstadion) wieder zum prestigeträchtigen Duell. Eine Paarung, die in jüngerer aber vor allem auch älterer Vergangenheit für ganz viele epische Momente sorgte. Die direkten Begegnungen in dieser Spielzeit gehen aufs Konto der Limmatstädter: Drei Siege stehen einer Niederlage gegenüber. Der Gesamtscore? 15 zu 10 für den Zett. Ob es auch in der KO-Phase zu solchen Spektakeln kommt, weiss keiner. Doch in den Playoffs ist ohnehin schon genügend Zunder dabei. Die Lions sind heiss und möchten Lugano die Grenzen aufzeigen. Step by Step. Come on Züri!

Die ZSC Lions haben bock auf Historisches und jagen den drittel Titel in Serie.

 

Im Fokus: HC Lugano

 

Form: Vor dem Quali-Ende musste Lugano drei Niederlagen hinnehmen und zittere noch ein wenig, ob es dann für Tabellenplatz fünf wirklich reicht. Am Ende ging die Rechnung auf, wenn auch das Heimrecht an die Zürcher ging. Aber stört dass die Bianconeri wirklich? Sie waren auf heimischem Terrain schlechter unterwegs als auswärts. In der Fremde waren sie hinter Davos und dem ZSC die drittbeste Mannschaft. Daheim holten sie gleich viele Punkte wie die Zürcher vor eigenem Publikum.

Tor: Den Kasten hüten in Lugano Niklas Schlegel und Joren van Pottelberghe. Schlegel beendete die Regular Season als drittbester Torhüter, wenn man die Gegentore im Schnitt betrachtet. Gerade Mal 2.12 Treffer kassierte er im Schnitt (bei 36 Spielen), während van Pottelberghe 2.13 Mal hinter sich greifen musste - praktisch identisch (aber nur 16 Partien gespielt). Die Fangquoten lagen nach 52 Runden bei 91.98% für van Pottelberghe und 92.28% für Schlegel. Beide Goalies haben je zweimal gegen die Zürcher das Tor gehütet, gewonnen haben sie das eine Mal mit Ex-Zürcher Schlegel im Tor. 

Verteidigung: Mit Connor Carrick ist ein Verteidiger gegen Ende der Saison richtig heiss gelaufen. Er ist der produktivste Defensivmann im Ensemble von Tomas Mittel und erzielte zehn Tore und assistierte 13-mal. Der drittbeste Verteidiger war der ehemalige Lakers-Abwehrchef David Aebischer. Auch er kommt auf eine solide Saison mit 20 Punkten und bringt mit einer Plus-Bilanz von 15 die zweitbesten Werte mit, gleich auf mit Verteidigungskollege Carl Dahlström. Komplettiert wird die Abwehr mit Mirco Müller (188 Spiele in der NHL) sowie Routinier Santeri Alatalo (Schweizer Meister 2021 mit Zug). Dazu kommen Brian Zanetti und Jesper Peltonen, die beide die gesamten 52 Runden absolvierten für den HC Lugano. 

Sturm: Der Sturm ist das Prunkstück beim HC Lugano. Angeführt wird die Truppe von Captain und Nationalspieler Calvin Thürkauf. Nach Überstandener Verletzung aus letzter Saison, trumpft er wieder gross auf. Mit seiner Grösse, seinem Hockey-IQ und Torinstinkt ist er nicht wegzudenken bei den Bianconeri - definitiv ein Schlüsselspieler. Hinzu kommt ein ganz heisses Trio bei Lugano. Da wäre Topscorer Luca Fazzini (47 Punkte): Der Lokalmatador hat seine beste Regular Season je gespielt und ist mehr als nur heiss auf diese Playoffs. Auch er will sich unbedingt für die spätere Heim-WM empfehlen und machte bisher beste Eigenwerbung. Zach Sandford hat ebenfalls eindrucksvolle 44 Punkte erzielt und ist mit 17 Toren der beste Torschütze im Team. Dario Simeon, zweifacher Meister mit dem EVZ, gilt als verlorener Sohn und ist zurück im alten Gewand. Auch er war 15-mal erfolgreich in der Quali und steuerte zwölf Vorlagen bei. Ein wenig Sorgenfalten bereitet den HCL-Fans wohl das Powerplay. Nur die Nummer 11 der Liga, Wert von unter 20% und eine Torausbeute von 28 Treffern (davon erzielte Fazzini sechs). Die Zürcher haben im Vergleich zwar nur 27 Tore erzielt in Überzahl, dafür aber weniger Versuche gebraucht. Das Boxplay scheint bei beiden Teams die bessere Disziplin zu sein. Beide haben eine Erfolgsquote von knapp über 82% vorzuweisen.

Personal: Drei Spieler weist der Medical Report des HC Lugano auf: Nebst Verteidiger Mirco Müller (seit 23. Februar 2026), sind am 4. März noch Verteidiger Calle Dahlström und Stürmer Aleksi Peltonen dazugekommen. Ob sie alle fit werden bis zum Playoffstart, ist offen. Zumindest die beiden Defensivakteure wären wichtige Stützen beim HC Lugano.

From Zero to Hero: der HC Lugano spielte vor einem Jahr noch Playouts gegen Ajoie. Kann das Team von Tomas Mittel den amtierenden Meister entzaubern?

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