Das Ärgernis beim ZSC ist verständlich. Denn nach 40 Minuten steht es auf dem Videowürfel 0:1 aus Sicht der Limmatstädter. Dabei hat gegen Zug alles so gut angefangen. Chance um Chance, Druckphasen über Druckphasen und absolut federführend an diesem 46. Spieltag. Vor ausverkauftem Haus hat sich der ZSC nämlich vorgenommen, mit dem dritten Sieg in dieser Woche in die Olympiapause zu gehen. Doch beim EVZ will man dem einen Strich durch die Rechnung machen.
Knacknuss EV Zug
Die bisherigen Spiele gegen den EV Zug haben sich in dieser Saison als wahre Knacknuss erwiesen. Immer ging es über die reguläre Spielzeit hinaus und nur eine dieser drei Spiele konnte man schliesslich für sich entscheiden. Aber die Zürcher kommen hervorragend aus den Katakomben und setzen sogleich eine Duftmarke. Oder wie unser Live-Ticker schreibt: «wir geben den Ton an.» Bringt alles nichts, weil Frödén, Balcers, Sundström und auch Justin Sigrist beste Möglichkeiten liegen lassen. So lassen die Zürcher den EVZ immer besser ins Spiel kommen, was sich dann spätestens nach der Halbzeit rächt. Während Grant zuvor am Pfosten scheitert, trifft auf der anderen Seite Jan Kovar für die Zentralschweizer. Zumbühl kann dabei einen Eggenbergerschuss nur abprallen lassen und wenig später liegt die Scheibe auf der Kelle von Kovar – 1:0 EVZ! Dass einen Schauplatz nebenan der Finne Lehtonen von Vozenilek regelwidrig festgehalten wird, wird nicht geahndet. Aus Sicht der Zürcher bleibt aber noch genügend Zeit, um den Rückstand zu korrigieren.
Es braucht ein kleines Wunder
Nach 48 gespielten Minuten wird klar, der Spieltag mutiert zur «Mission Impossible». Denn Sklenicka und erneut Jan Kovar schrauben den Score für den EVZ auf 3:0 – kalte Dusche für den ZSC! Die Hoffnungslosigkeit bleibt zum Glück nur 33 Sekunden lang bestehen. Dank einer tollen Einzelaktion und einem Kraftakt von Sven Andrighetto steht es nur noch 1:3 aus Sicht des ZSC, wobei noch fast zwölf Minuten Spielzeit verbleiben. Drama Nummer XY in der Swiss Life Arena? Vielleicht! Sven Andrighetto gelingt eine Minute vor Schluss mit einem Monsterschuss aus der Distanz gar noch der Anschlusstreffer, bei numerischer Überzahl auf dem Eis. Robin Zumbühl bleibt derweil weiterhin fern von seinem Kasten und sie werfen nun alles und jeden nach vorne. In der letzten Aktion der Partie vertändeln sie die Scheibe in der gegnerischen Zone und Kovar trifft dankend via Emptynetter zum 4:2 für die Gäste. Nichts wird es mit der perfekten Woche vor der Olympiapause. Schade, da wäre mehr möglich gewesen.
(Marko Filipovic)
























