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Mutiger Auftritt bringt nur einen Punkt

Mutiger Auftritt bringt nur einen Punkt

Die ZSC Lions rennen permanent einem Rückstand hinterher und ziehen den Kopf in der regulären Spielzeit doch noch aus der Schlinge. Obwohl die Overtime eine ZSC-Entscheidung herbeibringen soll, geht der Extrapunkt schliesslich nach Penaltyschiessen mit nach Fribourg.

Die Ausgangslage vor diesem Spiel war klar. Wollen die Zürcher am zweitplatzierten Fribourg dranbleiben, muss ein Sieg her. Ansonsten beträgt das Polster ganze neun Punkte auf die Sensler. Und eines ist klar: die ZSC Lions wollen, so lange wie möglich, die Chance auf diesen zweiten Platz wahren. So gehen wir rein in die Partie und dürfen nach den ersten Aktionen feststellen, die Zürcher haben durchaus Bock heute Abend. Es sind ganz klar die Limmatstädter, die mit einem Schussverhältnis von 13 zu 7 die ersten 20 Minuten dominieren. Doch die Wahrheit steht eben auf dem überdimensionalen Videowürfel in der Zürcher Swiss Life Arena – 0:2-Rückstand nach dem ersten Abschnitt! Der Zett macht das Spiel, Fribourg trifft. Lucas Wallmark und Sandro Schmid sorgen zwischen Minute 12 und 15 für zwischenzeitlich klare Verhältnisse. Da muss noch mehr kommen, lieber ZSC…

Import-Tore

Siehe da, plötzlich schalten die ZSC Lions im zweiten Abschnitt noch einen Gang, wenn nicht gar zwei höher. Zwar erhöht Fribourg die Pace und zieht in Sachen Torschussbilanz nach dem Mitteldrittel gleich, doch die zweite Runde geht ganz klar an die Hausherren. In der 26. Minute kontern die Zürcher sich in die gegnerische Zone. Andrighetto lanciert Malgin, der schaut auf und sieht den mitlaufenden Rudolfs Balcers auf der rechten Seite. Der Lette zieht ab und versenkt die Scheibe herrlich im linken oberen Winkel. Der erste Tiefschlag an diesem Abend für die Drachen aus Gottéron. Dann schlägt die Heimspiel-Stunde von Neuzugang Johan Sundström. Am Vorabend hat er in Ambri bereits sein erstes ZSC-Tor erzielt und prompt doppelt er nach am heutigen Abend. Der sonst eher filigrane Schwede ringt zuerst in der Ecke beim Bandenkampf um die Wette, dann trifft er herrlich aus der Drehung zum 2:2! Die Arena schreit erstmals Sundström und die Ränge beben. Fribourg scheint angeschlagen und alles ist angerichtet für den dritten Akt.

Wer sie nicht macht…

Was nun folgt ist Unterhaltung pur! Die Zürcher vergeben Chancen hüben wie drüben. Der Fall scheint zunehmend klar: es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die Zürcher erstmals in Führung gehen. Denkste. Attilio Biasca trifft aus dem Nichts zum 3:2 für Fribourg, bei weniger als vier Minuten auf der Spieluhr. Wie bitter ist das denn? Nun nehmen die Zürcher den Torhüter raus und schmeissen nochmals alles nach vorne. Die Hockeygötter belohnen den Zürcher Mut und bescheren ihnen durch Jesper Frödén den erneuten Ausgleichstreffer, gut zwei Minuten vor dem regulären Ende. Die anschliessende Overtime kann man kaum in diesen wenigen Zeilen zusammenfassen. Selten war ein 3-gegen-3 im Löwenkäfig so unterhaltsam und spannend wie dieses gegen Fribourg-Gottéron. Der ZSC hat Chancen für gut drei Tore, dann kontert der HCFG und bleibt an Hrubec hängen. Danach versemmeln Malgin und Andrighetto, während wohl kaum ein Zuschauer oder Zuschauerin sitzt – ein wahrer Krimi! Um der Partie dann die letzte Portion Drama zu verleihen, duellieren sich die Protagonisten zum Abschluss noch im Penaltyschiessen. Fünf Schützen laufen beim ZSC an, fünf zeigen Nerven. Das Hoffen und Bangen der ZSC-Fans bleibt um sonst. Denn auf der anderen Seite gelingt Christoph Bertschy der erlösende Treffer, der den Gästen den Extrapunkt beschert.

(Marko Filipovic)

Fotos: Media Team ZSC Lions, Christian Merz

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