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Magere Kost gegen Genf

Magere Kost gegen Genf

Die Limmatstädter kommen am Samstagabend nicht so recht auf Touren und müssen sich den Gästen aus Genf mit 2:3 geschlagen geben. Eine zweifache Führung können sie erneut nicht in drei Punkte ummünzen.

Wer am heutigen Abend zwischen dem Tabellendritten und fünftplatzierten einen Leckerbissen erwartete, wurde wohl oder übel enttäuscht. Dem Löwenkäfig wird eher magere Kost geboten und aus Sicht der Zürcher entwickelt sich die Partie, je länger sie wird, zu einem Knorz. Für positive Stimmung auf den Rängen sorgen eher die beiden Vertragsverlängerungen mit Chris Baltisberger und Derek Grant (je ein Jahr), als es die Darbietung tut. Ärgerlich, dass die Stadtzürcher keinen Schwung aus den beiden Führungen mitnehmen konnten. Am Ende stehen sie ohne Punkte da und müssen im Schlussfurioso der Qualifikation nochmals anpacken.

Die Partie

Die beiden Teams begegnen sich heute so ziemlich auf Augenhöhe. Hochstehendes Eishockey können beide besser als heute Abend gezeigt. Auch die Schussstatistik ist ausgeglichen mit je 22 Torschüssen. Bitter nur, dass die Genfer den Hartgummi einmal mehr im Kasten unterbringen als die Zürcher. Dabei ist der Start geil. Neunte Minute, Lehtonen spielt die Scheibe zu Rohrer und dieser vollendet gekonnt zum 1:0! Riesenjubel und auch etwas Druck, der beim jungen Österreicher abfällt. Gestern ein wichtiges Penaltytor in Lausanne, heute sein vierter Saisontreffer – so kann es gerne weitergehen für «Vini». In der 14. Minute sorgt Puljujärvi bei den Gästen für den zwischenzeitlichen Partycrasher in Zürich und gleicht aus. Aber eben, im ersten Abschnitt ist die Darbietung der Lions sehr solide und sie belohnen sich 22 Sekunden vor der ersten Pausensirene mit der erneuten Führung. Diesmal ist es Juho Lammikko der trifft. Landsmann und Stadionspeaker Antti Uimonen stimmt den Namen gleich dreifach an und lässt die Arena beben.

Schlussphase

Es sind knapp 30 Minuten gespielt, da erlöst Puljujärvi erneut seine Kollegen. Auf Zuspiel von Tim Berni sorgt er für den 2:2-Ausgleich und lässt den Ausgang der Partie völlig offen. Schade nur, dass die Zürcher im Anschluss eine Überzahlsituation nicht ausnützen können. Gestern in Lausanne klappte es gleich mit drei Powerplay-Toren, heute bleiben sie harmlos vor heimischem Publikum. Wie Powerplay an diesem 49. Spieltag geht, zeigt dann Genève-Servette. Finne Manninen sorgt für den späteren Gamewinner und das schon eine Viertelstunde vor Schluss. Auch eine Schlussoffensive der ZSC Lions will nicht so recht gelingen. Die beste Chance lässt Johan Sundström kurz vor dem Ende liegen. Grant lenkt eine Scheibe an Charlin vorbei, doch der abgelenkte Querpass braust an Sundström vorbei – so auch jegliche Hoffnung auf den Ausgleich. Die Zürcher müssen sich mit 2:3 geschlagen geben und am kommenden Donnerstag in Lugano wieder ein anderes Gesicht zeigen.

(Marko Filipovic)

Fotos: Media Team ZSC Lions, Melanie Duchene

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