Es ist eine unschöne Floskel und doch war: das Resultat an diesem Abend ist zweitrangig. Denn die Zürcher investieren im Trainingslager in der Lenzerheide viel. Sie setzen den Schwerpunkt auf die Trainingsintensität und riskieren dabei ein paar schwere Beine beim Testspiel gegen den EVZ. Die ZSC Lions aber packen die Sache seriös an und überzeugen auf voller Länge im Sportzentrum Lenzerheide. Gleich mit 4:1 bodigen sie den EV Zug vor gut gefüllter Kulisse. Assistenzcoach Fabio Schwarz findet dabei nur lobende Worte: «Ich muss der Mannschaft ein grosses Lob aussprechen. Sie haben den inneren Schweinehund überwunden und die intensiven Trainings kaum mit in die Partie genommen. Einmal mehr zeigt sich, dass die Lions-Pyramide der Organisation Früchte trägt und funktioniert. Auch wenn es nur ein Test war, wir sind sehr zufrieden mit der Leistung der Mannschaft.»
Siegreicher Abend
Es gab neue und alte Gesichter auf dem Eis bei den Zürchern. Auf die Lions-Pyramide angesprochen, gab es dann den ein oder anderen Protagonisten der neu im ZSC-Dress auflief. Harrison Schreiber zum Beispiel feierte sein Debut in der Lenzerheide. Mit viel Wasserverdrängung und der ein oder anderen guten Chancen konnte er sich erstmals gut in Szene setzen gegen den EV Zug. Auch Rückkehrer Denis Hollenstein war ein positiver Lichtblick in dieser Partie. Bei seinem Comeback verbuchte er gar einen Assist und fungierte als wertvoller Playmaker im Spiel der Lions. Hinzukommen eine Handvoll GCK Lions und Nachwuchsspieler, die noch nie auf National League-Niveau performen durften. Auch hier lobt das Trainerteam deren Einsatz und Umsetzung des Gameplans. Torhüter Robin Zumbühl hat derweil seinen Part mit Bravour erledigt und vor allem im letzten Abschnitt den Kasten dicht gehalten. Ein Kränzchen dürfen sich zum Schluss noch die Special-Teams binden. Neuformiert und eine Erfolgsquote von 200%! Das Powerplay fruchtete bei der einzigen Gelegenheit, ebenso blieb der Kasten bei der einmaligen Unterzahl im Spiel ebenfalls sauber. Die Zürcher gerieten in der siebten Minute in Rücklage nach einem Tor von Mike Künzle. Danach drehten noch im ersten Abschnitt Aberg und Frödén die Partie - made in sweden! Kimo Gruber erhöhte im Mittelabschnitt auf 3:1 und kurz nach der Halbzeit traf auch noch der dritte Schwede im Bunde. Sundström sorgte für klare Verhältnisse im Powerplay und erzielte das 4:1 (34'). Der Rest der Partie blieb torlos und die Zürcher können mit beruhigten Gemütern sich zurück ins Hotel ziehen.
(Marko Filipovic)

















