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Kein Daumen hoch für den ZSC

Kein Daumen hoch für den ZSC

Die ZSC Lions ziehen einen schwachen Abend ein und verlieren in Davos minimal mit 0:1. Und das, obwohl der HCD nicht vollends überzeugt. Aber beim ZSC will wenig bis gar nichts klappen.

Kopfschütteln ist angesagt. Nach einem phänomenalen letzten Drittel am Montagabend, können die ZSC Lions nicht daran anknüpfen. In der Davoser zondacrypo-Arena kassieren sie die zweite Niederlage dieser Halbfinalserie. Genau so war es auch letztes Jahr, als die Limmatstädter zwei Auswärtsspiele hintereinander keine Lösung fanden, danach ging der Knopf auf. Doch bevor sie die nächste Gelegenheit erhalten um in Davos sich besser zu präsentieren, müssen sie am Freitagabend in der Swiss Life Arena mindestens zwei Gänge hochschalten und zu alten Tugenden zurückfinden. Der Auftritt heute Abend war nicht erste Sahne. 

 

Torarm

 

Das Spiel endet schliesslich mit 0:1 aus Sicht der ZSC Lions. Der Siegtreffer gelingt Davyd Barandun noch bevor die erste Viertelstunde verstreicht. Sein Distanzschuss kann trotz versuchtem Block von Baltisberger nicht entschärft werden und rutscht an Freund und Feind sowie Hrubec' Schoner vorbei ins Tor. Auch hier ist das Team zu wenig konsequent vor dem eigenen Kasten. Und obwohl der Abstand bis zum Schluss minimal bleibt, kommen die Lions nicht zurück ins Spiel. Die beste Phase haben sie gegen Ende des zweiten Drittels und schnüren dabei erstmals die Hausherren gefühlt zwei Minuten ein. Leider wird der Versuch, den müden Davoser Block auszuhebeln, von einem Fehlentscheid der Schiedsrichter zunichte gemacht. Der Referee entscheidet auf Abseits und entschuldigt sich dann nach der Pause, dass er falsch lag. Naja, damit können sich die Zürcher dann auch wenig kaufen. 

 

Effort muss sich ändern

 

Das Team von Marco Bayer liess eine gewisse Lockerheit vermissen. Biss war zwar da, aber Euphorie entfachte binnen 60 Minuten nicht. Weder auf dem Eis, noch auf der Bank. Im letzten Abschnitt können die Gäste dann auch einige Minuten in Überzahl agieren, kommen aber nur selten zu einem gefährlichen Abschluss. Und als dann später Stransky blutend vom Feld muss, scheint die Messe gelesen. Fünf Minuten vor dem Ende muss Vinzenz Rohrer, mit viel Pech, eine doppelte Zwei-Minuten-Strafe absitzen. In der letzten Spielminute können sie die Karre nicht mehr aus dem Dreck ziehen und müssen sich geschlagen geben. Mut macht trotzdem, dass es die ZSC Lions um einiges besser machen können. Aber sollte es mit dem 20. Playoff-Heimsieg de Suite klappen am Freitag, müssen sie als Einheit ein komplett anderes Gesicht zeigen. 

 

(Marko Filipovic, Davos)

Fotos: Media Team ZSC Lions, Marko Filipovic

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