Die heutige Schlusssirene wurmt so ziemlich jeden ZSC-Fan in der Arena. Die Zürcher rennen permanent einem Rückstand hinterher, den sie sich im Startabschnitt selbst einbrocken. Zu wenig bissig und irgendwie nicht ganz bei der Sache während den ersten 20 Minuten. Auch auf der Spielerbrank macht sich der Frust breit und es ist alles andere als jugendfreie Sprache präsent. Das wohl bitterste an der ganzen Sache: die Tabellensituation nach dem Spiel. Eine Runde vor Quali-Schluss fällt der Zett vom dritten auf den vierten Platz und hat dabei das fünftplatzierte Lugano im Nacken. In Langnau heisst es nun definitiv: Pflicht erfüllen, ansonsten fällt das Heimrecht im Viertelfinal ins Wasser. Ob die Aufgabe einfach wird im Emmental? Die Langnauer haben Samstagabend in Biel das Play-In-Ticket verspielt und drehen am Montag höchstens noch eine Ehrenrunde fürs heimische Publikum.
Eiskalter HC Davos
Ai, ai, ai, was ärgern sich die Zürcher nach nur 108 gespielten Sekunden. Topscorer Stransky auf Kollege Nussbaumer und schon klingelt es im Kasten von Simon Hrubec. Ein Kaltstart wie aus dem Bilderbuch. So viel vorgenommen und bereits im Hintertreffen. Und doch müssen die Lions, notabene nach diesem Wachrüttler, direkt die Krone wieder richten und vorwärtsschauen. Die ersten 20 Minuten gehören klar den Gästen. Sie sind agiler, wirken bissiger und setzten sich immer wieder fest in der Zone der Hausherren. Etwas Wind aus den Segeln der Davos gibt’s nach einer knappen Viertelstunde. Parrée darf auf der Strafbank Platz nehmen, jedoch ohne Folgen. Dasselbe passiert dann nadisna mit Frödén und auf der anderen Seite mit Ryfors. Bei vier gegen vier nützt Rasmus Asplund die Gunst der Stunde und erhöht auf 2:0 für den HC Davos nach 17 gespielten Minuten.
Unbelohnter Auftritt
Spätestens ab dem Mittelabschnitt heisst es Vollgas ZSC! Endlich wirken die Zürcher wach, endlich geht was vor dem Kasten von Sandro Aeschlimann. Die Limmatstädter brauchen nur 69 Sekunden, um den Anschlusstreffer zu erzielen. Der gut aufgelegte Sven Andrighetto bedient Derek Grant, der bekanntlich weiss, wo das Tor steht. 1:2 und noch eine Menge Zeit auf der Uhr. Die aber sickert Minute für Minute runter, ohne dass sich was auf dem Scoreboard tut. Ein letzte Aufbäumen in der Schlussphase bleibt ebenfalls erfolglos. Mit einem Mann mehr auf dem Eis zischt die Scheibe gleich zweifach an der Torlinie vorbei. Einmal vertändelt Lammikko, das andere Mal kann Frödén nicht realisieren. Der Dreier geht mit dem HCD-Bus ins Bündnerland, während die Zürcher nun in der Pflichtstehen am Montagabend.
(Marko Filipovic)






















