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Drei Powerplaytore für drei Punkte

Drei Powerplaytore für drei Punkte

Die ZSC Lions werden der Favoritenrolle gerecht und gewinnen das Auswärtsspiel in Biel deutlich mit 5:1. Das Powerplay hat am heutigen Abend den Unterschied gemacht.

Die Ausgangslage vor dem Spiel ist klar: Die ZSC Lions gehen gegen den elftplatzierten EHC Biel-Bienne als Favorit in die Partie. Um an den Spitzenteams der Tabelle dranzubleiben, ist ein Sieg Pflicht. Der Start misslingt den Zürchern jedoch komplett: Bereits nach 51 Sekunden liegt der ZSC mit 0:1 zurück. Und es hätte noch schlimmer kommen können. Nach etwas mehr als zehn Minuten müssen die Jungs von Marco Bayer in Unterzahl agieren. Die Bieler kommen der Führung dabei sehr nahe – ein Schuss durch Marcus Sylvegard landet glücklicherweise nur am Pfosten. Mit Ablauf der Strafe folgt der Schreckmoment: Christian Marti wird von einem Schuss im Gesicht getroffen. Für den Verteidiger ist das Spiel gelaufen und er wird im Spital untersucht. Die Lions zeigen auf diesen Schock eine Reaktion, bleiben über weite Strecken des Drittels bemüht und erspielen sich einige Möglichkeiten, ohne jedoch lange für grosse Torgefahr zu sorgen. Erst 30 Sekunden vor der ersten Sirene werden sie belohnt: Justin Sigrist reagiert nach einem Abpraller von EHCB-Keeper Harri Säteri am schnellsten und sorgt für den 1:1-Ausgleich.

 

So geht Powerplay


Das Powerplay zeigte sich in dieser Saison nicht immer von seiner besten Seite. An diesem Freitagabend beweisen die ZSC Lions jedoch, dass sie Überzahlspiel beherrschen. Kaum hat der Mittelabschnitt begonnen, erhalten die Zürcher die erste Powerplay-Gelegenheit. Eine Sekunde vor Ablauf der Strafe zieht Mikko Lehtonen von der blauen Linie ab, Derek Grant lenkt die Scheibe entscheidend ab – der Führungstreffer ist Tatsache. In der 30. Minute folgt das nächste Powerplay, und erneut schlagen die Lions zu. Dieses Mal lassen sie sich nicht lange bitten: Zur Mitte der Strafe legt Rudolfs Balcers auf Dean Kukan ab, der direkt abzieht und auf 3:1 stellt. Dabei profitiert der Verteidiger auch vom dichten Verkehr vor dem Tor von Harri Säteri. Doch damit nicht genug: Auch im dritten Powerplay des Drittels zirkuliert die Scheibe stark, dieses Mal jedoch ohne Erfolg. Sven Andrighetto hätte die perfekte Powerplay-Quote beinahe aufrechterhalten, sein Schuss landet aber an der Torumrandung. Gegen Ende des Drittels kommt der EHC Biel-Bienne nochmals auf, Rodwin Dionicio und Jonah Neuenschwander sorgen für gute Möglichkeiten. Simon Hrubec bleibt jedoch souverän und hält seinen Kasten dicht. Das ist aber eine Warnung des Heimteams: Die Zürcher dürfen sich im Schlussdrittel nicht zurücklehnen.

 

Souveränes Schlussdrittel

 

In den letzten 20 Minuten sind Highlights rar. Die Lions müssen nicht, der EHC Biel-Bienne kann nicht. Die Defensive der Zürcher steht äusserst diszipliniert und lässt kaum Grosschancen mehr zu. Im Boxplay wäre beinahe sogar ein Shorthander gelungen. Die definitive Entscheidung folgt in der 58. Minute. Der EHCB setzt alles auf eine Karte und nimmt den Torhüter raus, Nicolas Baechler profitiert und erzielt den vierten Treffer. Das war allerdings noch nicht der Schlusspunkt. Vier Sekunden vor Schluss erzielt Baltisberger das Tor zum 1:5 – das dritte Powerplay-Tor an diesem Abend. So gewinnen die Lions das Spiel in Biel dank einer sehr starken Leistung, sowohl in der Offensive – besonders in Überzahl – als auch in der Defensive.

 

(Mauro Truttmann)

Fotos: Keystone-SDA

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