In den letzten 6 Wochen feierte Ajoie gerade Mal vier Siege. Einen davon gab es ausgerechnet in Zürich, beim 3:2 am 21. November 2025. Dort führten die Zürcher nach einer Viertelstunde bereits mit 2:0 dank Toren von Willy Riedi und Derek Grant, nichts deutete auf einen schlechten Ausgang an diesem Abend an. Doch Ajoie hatte Bock auf Feierlaune bei der Heimfahrt und drehte die Partie eindrucksvoll. Devos, Mottet und Hazen sorgte für die fast schon kleine Sensation, wenn man den Rückstand zuvor beachtet. Solche Dinge wollen die Stadtzürcher am Dienstagabend unbedingt verhindern in der Raiffeisen Arena.
Performance-Check
Form: sechs der letzten zehn Spiele konnten die Lions gewinnen. Gegen Ambri, Davos, Rappi, Lugano, Biel und letzten Samstag Lausanne gab es einen positiven Verlauf auf das Punktekonto. Erstmals seit geraumer Zeit gehen die Zürcher am Dienstagabend von einem direkten Playoff-Platz aus in eine Partie. Aktuell rangieren sie auf Platz 6.
Tor: nur ein Torhüter kassiert wenn er spielte weniger Gegentore als Robin Zumbühl (1.73 GAA, Reto Berra). Statistisch ist «Zumbi» auch in dieser Saison ein sicherer Rückhalt bei den Lions (acht Spiele, Fangquote 93.55%) und ein Luxus-Backup für die sonstige erste Wahl Simon Hrubec. Der Tscheche fehlte zum Jahreswechsel krankheitsbedingt und könnte aber in Ajoie bereits wieder im Tor stehen. Simon Hrubec gehört mit nur 2.06 Gegentoren im Schnitt erneut zur Spitze und hat dabei die zweitmeiste Eiszeit aller Torhüter bewältigt. Nur Stéphane Charlin aus Genf machte mehr Spiele als der ZSC-Goalie.
Verteidigung: mit 82 Gegentoren haben die ZSC Lions die zweitbeste Abwehr der Liga, gleich hinter dem HC Lugano (81). Das Prunkstück der Zürcher hält also auch in diesem Jahr bestens mit. Was fehlt ist jedoch der offensive Output der Defensive. In den vergangenen zwei Jahren war die Ausbeute leicht höher als in der Spielzeit 2025/26. Von den Verteidigern weist ausser Mikko Lehtonen kein Spieler eine negative Plus-/Minus-Bilanz auf. Dafür ist der finnische Häuptling der produktivste Verteidiger im Team: 6 Tore und 10 Assists weist er einzige «Nicht-NHL-Spieler» auf, der für Finnland an Olympia auflaufen wird.
Sturm: Denis Malgin ist dank seinem Siegtreffer gegen Lausanne der einzige Spieler, der mit sogenannten «Double Digits» auftrumpfen kann. Einfach ausgedrückt: der einzige Spieler der eine zweistellige Tor- und Vorlagenstatistik hat (10G / 21A). Ebenfalls zehn Tore hat Willy Riedi vorzuweisen. Der Sturmtank kommt auf 16 Scorerpunkte in dieser Spielzeit und spielt seine beste Saison seit er in der National League aufläuft. Ausser vier Kaderspieler haben alle bereits mindestens ein Tor erzielt für die Lions in dieser Saison - ein eindrücklicher Wert. Und doch hadern die Zürcher vor allem mit ihrer Chancenauswertung. Was die Effizient anbelangt befinden sich die ZSC Lions auf Augenhöhe mit Ajoie, Kloten, Ambri und Biel. Nur Bern weist einen deutlich schlechteren Wert aus. Dabei Ballern die Zürcher im Schnitt am meisten auf den gegnerischen Kasten (1092 Schüsse, Schusseffizienz 8.97%). Wenigstens läuft es im Powerplay nun besser. Die Lions sind nicht mehr das Schlusslicht der Liga und kommen aktuell auf einen Wert von gut 17 Prozent.



















