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Der ZSC gewinnt wildes Spiel in Lausanne

Der ZSC gewinnt wildes Spiel in Lausanne

Aus 3:0 mach 3:3. Die ZSC Lions verspielen in den Schlussminuten eine komfortable Führung und müssen anschliessend im Penaltyschiessen Nachsitzen. Der Extrapunkt kommt dennoch mit nach Zürich.

Ab der ersten Sekunde ist klar, dass die ZSC Lions seit den letzten beiden Meisterschaften nicht die beliebtesten Gäste sind in Lausanne. Die vaudoise aréna wird laut, als die Zürcher Protagonisten das Eis betreten. Gählendes Pfeifkonzert und einige unschöne Wortlaute fliegen durch die Heimstätte der roten Löwen. Die Partie zwischen Lausanne HC und den Limmatstädtern zeigt auch, was uns spätestens gegen Ende März erwartet: emotionale Playoffs und packende Spiele. Die Checks werden nämlich schon heute bis zum Schluss durchgezogen, harte Fights stehen auf der Tagesordnung und überhaupt, will keines der beiden Teams den 48. Spieltag verlieren. Die Affiché LHC versus ZSC ist um einen weiteren heissen Tanz reicher.

Eigentlich alles klar

Wenn du als Sieger, jedoch mit gesenkten Köpfen vom Eis gehen musst, stimmt etwas nicht. Was war denn hier in der vaudoise aréna wieder los? Die Zürcher geben tatsächlich eine Drei-Tore-Führung noch aus der Hand. Dabei gibt es bis eine Viertelstunde vor Schluss viele Gründe, um happy zu sein als ZSC-Fan oder Spieler selbst. Denn die ZSC Lions überzeugen diesmal besonders im Überzahlspiel. Das Powerplay, gecoacht von Assistenztrainer Fabio Schwarz, trifft wortwörtlich ins Schwarze. Zweimal darf Rückkehrer Denis Hollenstein jubeln, ein weiteres Mal dann Chris Baltisberger. 3:0 also nach 44 Minuten, was soll da schon anbrennen? Doch leider hält diese Führung gerade Mal drei Minuten, ehe Lausanne das erste Mal einnetzt und so aus einer unverhofften Situation doch noch Hoffnung schöpft. Es beginnt eine wilde Schlussphase, mit wilden Szenen.

Harter Kampf

Lausanne übernimmt fortan das Zepter. Die Zürcher schaffen es phasenweise nicht Mal aus der eigenen Zone. Warum? Wissen nur die Hockeygötter. Die LHC-Akteure preschen vor und wieder vor. Simon Hrubec packt dann in der 51. Minute den Monstersave aus! Bitte in den Highlights genau hinschauen. So ist Lausanne gezwungen, Torhüter Connor Hughes für die letzten zwei Minuten vom Eis zu nehmen. Und siehe da: Damien Riat zimmert aber sowas von die Scheibe ins Gehäuse. Gänsehaut-Moment 1.0 am heutigen Abend. Und 13 Sekunden vor Schluss? Da macht es ihm Verteidiger Baragano gleich und egalisiert den Score. Gänsehaut-Moment 2.0! Bitter, ärgerlich und irgendwie auch unverständlich. Aber so ist eben Eishockey: unberechenbar. Zum Glück finden die Stadtzürcher dann später im Penaltyschiessen zurück in die Spur. Lammikko, Rohrer und Lausanne-Spielverderber Jesper Frödén sorgen für die Entscheidung. Der Extrapunkt kommt mit nach Zürich, gemischte Gefühle ebenfalls. Trotzdem steht nun fest, dass die Zürcher die direkte Playoff-Qualifikation geschafft haben.

(Marko Filipovic, Lausanne)

Fotos: Media Team ZSC Lions, Marko Filipovic

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