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Charakteraufgabe wartet auf die Lions

Charakteraufgabe wartet auf die Lions

Das vierte und vorerst letzte Derby der Saison 2025/26 wartet auf die Zürcher. Der letzte Auftritt zwei Wochen war dürftig gegen den EHC Kloten. Der Druck liegt beim amtierenden Meister.

Drei Spiele, drei Siege! Die Derby-Bilanz ist auch in diesem Jahr durchaus positiv für die Lions. Ohne Verlustpunkte und somit schadlos ging man jeweils von der Bühne. Doch der letzte Sieg am 11. Januar war alles andere als meisterlich. 24 zu 39 Torschüsse sprechen Bände. Kloten war besser, Kloten wollte den Sieg mehr. Am Ende sicherte ein Blitzmoment von Yannick Weber eine gute Viertelstunde vor Schluss den Zürchern den Sieg. Und der EHC verliess das Eis und wusste selbst nicht, wie sie dieser Partie nicht gewinnen konnten. Das nagt natürlich am ZSC-Selbstbewusst sein und dient nun als zusätzliche Motivation, in der SWISS arena sich von einer besseren Seite zu zeigen. Trotzdem gilt in der aktuellen Saisonphase aber nur eines: ein Sieg muss her. Wenn es sein muss, auch ein dreckiger oder ausnahmsweise unverdienter. Punkte sind das was zählt vor der Olympiapause, der Rest wird später angeschaut. 

Schön gespielt, wenig gewonnen

Denn am vergangenen Samstag zeigten die ZSC Lions eine formidable Leistung gegen den zweiten der National League, den HC Fribourg-Gottéron. Doch eben, es sah alles in allem sehr hübsch aus, doch es gab nur einen Punkt für das ZSC-Konto. Deshalb wird wohl eine Kombination aus gutem Eishockey und überzeugender Leistung in Kloten der Schlüssel zum Erfolg sein. Derweil ist das Überzahlspiel der Zürcher wieder ein erfreulicher Part im ZSC-Hockey. Die Statistik ist nun bei 20.39%, somit treffen sie in jedem fünften Powerplay. 

 

Weiss, was es in einem Derby alles braucht: ZSC-Urgestein und Publikumsliebling Chris Baltisberger!

 

Im Fokus: EHC Kloten

 

Das Eis wird dünner in der Flughafenstadt. Das Polster auf einen Playout-Platz ist auf rechnerisch einen Punkt geschmolzen. Kloten hat 50 Punkte aus 43 Spielen, Ambri-Piotta deren 46 mit einem Spiel weniger (spielen am Montag aber in Genf). In den letzten sieben Spielen mussten sich die Klotener sechs Mal geschlagen geben. Ausgerechnet im direkten Duell, konnten sie in Ambri mit 5:2 siegen und sich so die Biancoblu für den Moment vom Leibe halten. Für die Fans aus der Flughafenstadt sind es nach dem fulminanten Viertelfinal-Einzug im Vorjahr, harte Monate. Doch das letzte Derby könnte ihnen Mut machen. Besser gespielt, schlecht belohnt. Defensiv ist der EHC mit 118 Gegentoren sehr solide unterwegs, es fehlt an Durchschlagskraft in der Offensive: der Output sind nur 97 Treffer. Sie haben ein durchschnittliches Boxplay (über 77%) und sind im Powerplay gar besser als die Zürcher (22.32%). Am Bullypunkt sind sie sogar das beste Faceoff-Team der Liga. Sie hadern am Ende meist mit der Effizienz an sich. Vor dem Tor weisen sie die drittschlechteste Ausbeute der Liga aus. Zusammengefasst heisst das, Kloten spielt dieses Jahr wirklich solide, sie gewinnen die Spiele einfach nicht. Irgendwie sinnbildlich für das letzte Derby, dass die Klotener genau aus diesen Gründen verloren haben. 

Bruchlandung oder Höhenflug? Der Ausgang des Derbys könnte wegweisend werden für den kommenden EHC-Endspurt in der Quali. 

 

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