Um exakt 18:20 Uhr schreiten die ZSC Lions und Gastgeber GCK Lions aufs Eis der Kunsteisbahn Küsnacht. Es steht das erste Warmup der Preseason an. Während GCK als Heimteam im klassischen Dunkelblau auflaufen darf, geht es für den Zürcher Schlittschuhclub im weissen Away Jersey, mit dezenten blauen Streifen versehen, ans Werk. Einer der beim Einspielen nicht ganz happy scheint, ist Captain Patrick Geering. Kurzerhand kommt er zur Spielerbank und fragt mich, ob ich ihm für heute einen Stock aussuchen würde. Gesagt, getan! Nach dem Spiel muss selbst Patrick Geering schmunzeln, denn der auserwählte Stock wird in Minute 54 um ein Tor wertvoller sein - Sachen gibt's!
Gemächlich aber Dominant
Die ZSC Lions werden binnen 60 Minuten wenig bis nichts anbrennen lassen. Im ersten Drittel, noch mit hübscher Abendsonne die in die KEK scheint, sind die Herren in weiss noch im Schongang unterwegs. Zum Debüt bzw. zur Rückkehr kommen heute Simon Knak, Malte Strömwall, Joshua Fahrni oder eben Tim Berni. Die neuen Gesichter machen Spass im ZSC-Dress und werden uns wohl noch viel Freude bereiten. Mit einem Tor und vier Vorlagen sticht am heutigen Abend Neuzugang Malte Strömwall besonders heraus. Der wirbelige Rechtsschütze zeigt ein erstes Mal, warum er die letzten Jahre das Publikum in Rapperswil von den Sitzen reissen konnte. Den ersten Pausentee dürfen sich die ZSC Lions dann beim Spielstand von 1:0 gönnen. Thierry Bader trifft auf Pass von Strömwall zur Führung. Der einzige vermeintliche Treffer der GCK Lions wird wegen einer Kick-Bewegung noch im ersten Drittel aberkannt - Zumbühl wird seinen Kasten in der Folge sauber behalten.
Zufriedene Trainer
Fünf verschiedene Torschützen entscheiden sich im Mittelabschnitt dazu, das Spiel in die richtigen Bahnen zu lenken. Baechler, Andrighetto, Lehtonen, Frödén und Strömwall zwingen die Anzeigetafel auf 6:0 für den Zett umzustellen. Dieser umgelegte Schalter stimmt den neuen Headcoach Claude Julien und seine Assistenten positiv. Nach erneutem Seitenwechsel sorgen Tim Berni, Patrick Geering und Doppelpacker Sven Andrighetto für das Schlussresultat von 9:0 - Pflicht erfüllt! Neo-Assistenztrainer Andreas Lilja, der neu hinter der Bande der Swiss League steht, findet das Resultat geht in Ordnung. «Für die jungen Spieler ist es immer auch eine Standortbestimmung, was braucht, um sich beim ZSC eine Chance zu erspielen», meint der Schwede. Am Ende des Tages sind heute die grossen Gewinner aber die Fans! Vor und nach dem Spiel holen sie sich Autogramme von Malgin, Baechler & Co. und gehen heute bestimmt mit einem zufriedenen Lächeln nach Hause.
(Marko Filipovic, Küsnacht)

























