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Marti & Co. feiern Sieg nach Verlängerung

Marti & Co. feiern Sieg nach Verlängerung

Die Entscheidung im Löwen-Duell fällt spät. Erst in der Verlängerung, 40 Sekunden vor dem Ende, sorgt Dean Kukan für die ZSC-Erlösung. Die Zürcher geben erstmals einen Punkt ab.

Schweissperle abwischen ist angesagt. Das Duell der beiden Löwenklub hält, was es schon im vornherein verspricht. Durchatmen gilt nicht an diesem Samstagabend in der Swiss Life Arena. Die Intensität ist sehr hoch, das gezeigte Niveau ebenso. Mit dem Duell zwischen Claude Julien und Geoff Ward schliesst sich zudem ein Kreis. Die beiden haben zusammen den Stanley Cup mit den Boston Bruins gewonnen und stehen sich nun Jahre später in der Schweizer National League gegenüber. Meister gegen Lehrling oder ZSC Lions gegen Lausanne HC. Der Gast aus Lausanne holt am heutigen Abend als erstes Team in der Saison 2026/27 einen Punkt gegen die Lions, mehr aber auch nicht. Die Zürcher fahren den achten Sieg in Serie ein. 

 

Rechtes Stück Arbeit

 

Beim Gastteam aus Lausanne entspannt sich nadisna die Personalsituation. Antti Suomela gab sein Comeback bereits am Vorabend und heute mit von der Partie ist LHC-Marti, der ebenfalls eine Blessur auskurieren musste. Wenn wir schon beim Namen Marti sind, dann wechseln wir doch den Protagonisten und nehmen ZSC-Haudegen Christian Marti unter die Lupe. Denn er ist es, der in der 22. Minute mit seinem zweiten Saisontreffer den Score eröffnet. Zuvor bleiben die ersten 20 Minuten torlos, wobei die Mannschaft aus der Limmatstadt die klar dominantere und spielbestimmendere ist. Es braucht dann aber eben doch ein wenig «Marti-Magic» um die Fans von den Sitzen zu reissen. Sven Andrighetto zieht von der blauen Linie ab, die Scheibe prallt vom LHC-Verteidiger ab und landet plötzlich auf der Kelle von Marti. Dieser ist mit nach vorne gestürmt und steht deshalb mitten im Slot. Er sagt danke, schiebt ein und ballt beide Fäuste in die Höhe - 1:0 Zürcher SC! Da hat Namensvetter und Stadionspeaker Giovanni Marti doppelt Freude, den Torschützen aufzurufen. Es hallt mächtige drei Mal «Martiii» durch die Arena. Schade nur, dass fünf Zeigerumdrehungen später die Gäste im Powerplay zum Ausgleich kommen. Baragano und sein Team brauchen keine fünf Sekunden in Überzahl, um auszugleichen. Nun ist die Partie lanciert wie selten. Es geht hin und her, während beide Goalies Werbung machen in eigener Sache. Aber Achtung, LHC-Marti darf sich beim Comeback sogleich mit der Zürcher Strafbank anfreunden. Powerplay ZSC Lions! Und das ist natürlich so eine Sache diese Saison. Frödén bedient Malgin, der zieht ab und scheisst dabei Kollegen Knak vor dem Tor ab. Von Knak's Körper geht die Scheibe ins Tor und die Hausherren führen zur Spielmitte verdient mit 2:1. Die aktuelle Powerplay-Quote schraubt sich auf 40.91% hoch.

 

Ruppig und wuchtig

 

Im letzten Abschnitt gibt es immer wieder interessante Nebenschauplätze. Rangelei da, Check dort. Und ein LHC, der den Kopf nicht in den Sand steckt. Obwohl es das vierte Spiel in dieser Woche ist, tragen sie die Beine immer weiter. Für den Effort belohnen sie sich und gleichen durch Rüegsegger in Minute 44 aus. In der Folge haben beide Teams den Sieg mehrfach auf dem Stock, doch rein will das Ding nicht mehr in der regulären Spielzeit. Somit erstmalige Punkteverteilung für die Zürcher in dieser Saison. Die Red Bull Overtime ist dann ein wildes hin und her. Zweimal pariert Simon Hrubec mirakulös. Dass man sich so lang machen kann, bleibt den Fans wohl schleierhaft. Egal! Hrubec hält! In der letzten Minute der Verlängerung hat Malte Strömwall für Kollegen Kukan ein Auge und legt über die ganze gegnerische Zone quer. «Kuksi» guckt auf, zieht aus dem Handgelenk ab und es klimpert in der Kiste. 3:2-Sieg für die Lions und ganz viel Jubel auf den Tribünen. Damit holen sich die Limmatstädter den achten Sieg in Serie und dürfen beim nächsten Spiel in Lugano historisches schaffen. Der Startrekord in eine Spielzeit liegt bei neun Siegen in Folge zum Start. Gehalten wird der Rekord vom HC Davos (Saison 2025/26) und Genève-Servette HC (Saison 2012/13). Lassen wir uns überraschen, wie es die Löwen dann am Freitag in Tessin machen. Hopp ZSC!

 

(Marko Filipovic)

Fotos: Media Team ZSC Lions, Berend Stettler & Marko Filipovic

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