Zwei Auswärtsspiele zu Beginn des neuen Jahres gegen zwei Teams, gegen die man bisher eine negative Bilanz hatte: Wer hätte gedacht, dass die Löwinnen sowohl aus dem Bündnerland als auch aus dem Tessin mit dem Punktemaximum nach Zürich zurückreisen würden. Sie beeindruckten sowohl in Davos als auch in Biasca mit Leistungen, die durchaus in die Top drei der besten Saisonleistungen passen. Dabei glänzten sie sowohl als Team – trotz dem Fehlen der U18-Nati-Spielerinnen Laelia Huwyler, Sarina Messikommer und Lori-Lou Besson, von Sara Bachmann (beide Spiele) und Shannon Sigrist (Sonntag) – als auch mit individuellen Highlights: So etwa Kira Juodikis' Treffer in beiden Spielen, Kristi Sashkinas «Dosenöffner» oder Jana Peters Solo in Ambri. Es waren mehr als sehenswerte Einzelleistungen, es waren Beweise dafür, dass einen Schub an Selbstvertrauen mit ins neue Jahr mitgebracht hat.
Aurard: Ein Debut nach Mass
Und Chloé Aurard-Bushee? Die 26-jährige Französin ging mit einer Vier-Punkte-Bilanz (zwei Tore, zwei Assists) aus ihren beiden ersten Auftritten im Lions-Dress. Und sie verliess das Eis zweimal mit einer Leistung, die höchstes Lob verdient: Sie ist eine Spielmacherin mit Wasserverdrängung, sie sieht die offenen Räume, bedient ihre Mitspielerinnen mit genauen Pässen und ist sich auch nicht zu schade, in den Infight an der Bande oder ins Forechecking zu gehen oder in der Defensive zu arbeiten: So bereitete sie Isabel Waidachers siegsicherndes Tor in Davos vor und so schoss sie ihren ersten Treffer im Lions-Dress in Biasca. Kurz: Sie spielt mannschaftsdienlich, clever, zielstrebig aber auch unaufgeregt und effizient. Sie ist die (langersehnte) Verstärkung für die Löwinnen. Erwähnenswert – bei soviel Team- und Einzellob – ist auch das PFWL-Debut der 19-jhrigen Verteidigerin Samira Besson sowie die (Glanz-)Leistungen der beiden Torhüterinnen Alisha Berger (Shutout und Best-Player-Award in Davos) und Eveliina Mäkinen.
Mit den sechs Punkten haben die ZSC Lions Frauen die Davos Ladies in der Rangliste distanziert und liegen – bei zwei Spielen weniger – nur noch vier Punkte hinter Fribourg-Gottéron und dem zu einem Play-In berechtigenden vierten Platz. Das Restprogramm der Zürcherinnen sieht bis Ende Januar je zwei Heim- und zwei Auswärtsspiele vor. Die Gegner heissen Leader Zug und Tabellenletzter Neuchâtel Hockey Academy. Gottéron hat noch zwei Auswärtsspiele offen, eines in Bern und eines in Langenthal. Die Zürcherinnen müssen also mehr als sechs Punkte aus den vier Spielen holen, wollen sie die Freiburgerinnen vom vierten Rang verdrängen. Dazu sind auch Exploits gegen Zug gefragt.
GCK siegt, Lions Girls verlieren
Die GCK Lions holen sich beim Overtime-Sieg gegen Bassersdorf zwei wichtige Punkte im Kampf um die vier ersten Ränge, die in den Playoff-Viertelfinals zwei Heimspiele garantieren werden. Den Siegtreffer erzielte Giulia Romerio nach fünf Sekunden in der Verlängerung. Die ZSC Lions Girls hingegn darben nach der Niederlage gegen die Hockey Chicas Engiadina weiter in der Tabellenmitte und werden die Aufstiegsspiele in dieser Saison verpassen.



















