ZSC-Headcoach Angela Taylor hatte enge Spiele vorausgesagt. Nun, zumindest im zweiten Spiel in Zürich behielt sie recht. Ein einziges Tor der Freiburger Paradelinie mit Anne-Frédérique Guay, Norina Müller und Jenna Kaila in der 36. Minute entschied eine Partie, in der sich beide Teams weitgehend neutralisierten und beide Torhüterinnen Glanzleistungen zeigten.
Es gibt sie eben, diese Spiele, in denen man tausendmal aufs gegnerische Tor schiesst und tausendmal wird der Puck irgendwie vor der Linie gestoppt. 38 mal schossen die Zürcherinnen aufs Freiburger Tor und ebenso viele Male flog der Puck aus aussichtsreicher Position am Tor vorbei. Sicher, etwas fehlendes Glück dürfen die Zürcherinnen für sich in Anspruch nehmen, so etwa bei einem Pfostenschuss im Schlussdrittel. Doch wer keine Tore schiesst, kann auch nicht gewinnen. Während im ersten Spiel die Zürcher Ausländerlinie für den Erfolg hauptverantwortlich zeichnete, war es im zweiten Spiel Gottérons Paradelinie, die im ersten Spiel erfolgreich an die Leine genommen werden konnte. Wenn sich die ZSC Lions Frauen einen (einzigen) Vorwurf gefallen lassen müssen, dann betrifft dies die mangelnde Chancenauswertung. Kämpferisch und über weite Strecken auch spielerisch haben die Löwinnen in beiden Spielen überzeugt.
Und dabei machten sich die Zürcherinnen am Vortag in Düdingen, beim 5:1-Sieg, gleich selber vor, wie es gehen könnte (müsste). Zwar gingen die Freiburgerinnen in Spiel 1 in Führung und hielten diese bis zur 23. Minute, doch danach gab es nur noch Tore für die Zürcherinnen, die alles richtig machten, die Räume eng machten und so den Freiburgerinnen wenig Fraum liessen und zudem gleich fünfmal trafen. Kira Juodikis schoss zwei Tore, Chloé Aurard-Bushee, Lisa Rüedi und Nora Harju eines.
Mit den beiden Auswärtssiegen setzte sich jene Serie fort, die bereits in der Qualifikation zu vier Auswärtssiegen führte. Die Entscheidung in der Serie wird nun am kommenden Mittwoch (19:45 Uhr, Regional-Eisbahn Sense-See, Düdingen) fallen müssen.




















