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ZSC Lions Frauen: Drei Punkte gewonnen, egal wie …

ZSC Lions Frauen: Drei Punkte gewonnen, egal wie …

Die ZSC Lions Frauen erknorzten sich drei wichtige Punkte gegen Schlusslicht Neuchâtel Hockey Academy und schlossen bis auf einen Punkt zu Fribourg-Gottéron auf. Der Kampf um den vierten Qualifikations-Platz bleibt spannend bis zum letzten Spiel.

Ein zerfahrenes Auf-und-Ab-Spiel nahm im ersten Drittel jenen Verlauf, der aufgrund der Spielstärke der beiden Teams eigentlich logisch war: Die Löwinnen führten nach einem Shorthander (Lisa Rüedi auf Pass von Chloé Aurard-Bushee) und einem Abstaubertor durch Nora Harju 2:0. Der Weg zum sicheren und unaufgeregten Sieg war vorgezeichnet. Doch dann kam der Filmriss, den Zürcherinnen gelang ab dem Mitteldrittel trotz Chancenmehrheit wenig. Sie wirkten noch labiler und zerfahrener als im Startdrittel und gaben das Spiel beinahe aus der Hand. Die biederen Neuenburgerinnen – mit lediglich acht Punkten das schlechteste Team der Liga – hingegen nutzten im Stile eines Champions zwei der vielen Unsauberkeiten in Zürichs Defensive zu zwei Toren und schnupperten 15 Minuten vor Schluss an der Sensation. Es brauchte einen weiteren Abpraller der oft mirakulös, bisweilen aber auch haarsträubend abwehrenden Neunburg-Torhüterin Nina Paiva, zur Siegsicherung. Verteidigerin Julia Marty, eine der Lichtblicke im Zürcher Team, stand knapp zwei Minuten vor Schluss zur richtigen Zeit am richtigen Ort und netzte zum Sieg ein.

 

Bei den Zürcherinnen lag vieles im Argen, die Angriffsauslösung, die Passgenauigkeit, das Zweikampfverhalten. Es war, als würden sie immer wieder von «unsichtbaren Gummischläuchen» zurückgehalten. Zu viele Zweikämpfe gingen zu einfach verloren, zu viele Stockfehler ermöglichten dem Gegner einen Scheibengewinn. Hinter den unzähligen Offensivbemühungen steckte vielfach zu wenig Power. Kurz: Es hätte für die Zürcherinnen ein Abend zum Vergessen werden können und sie hätten sich nicht einmal gross beklagen können. Es spricht aber auch für die Löwinnen, dass sie «den Karren schlussendlich aus dem Dreck ziehen konnten».

 

Mit den drei Punkten schlossen die ZSC Lions Frauen bis auf einen Punkt zum spielfreien Fribourg-Gottéron auf. Die Freiburgerinnen treffen am 25. Januar in Langenthal zu ihrem letzten Spiel an, 45 Minuten später wird die Partie Neuchâtel Hockey Academy gegen die Löwinnen angepfiffen. Am Tag zuvor spielen die ZSC Lions Frauen zuhause ein weiteres Mal gegen Qualifikationssieger Zug, die dritte Partie innert zwei Wochen. So oder so: Die Zürcherinnen treffen in den Play-Ins ab Ende Februar auf Fribourg-Gottéron. Die Frage ist nur, wer sich mit dem vierten Platz dem Heimvorteil sichern kann.

 

Bereits am kommenden Freitag geht es für die Zürcherinnen im Halbfinal des National Cup Women wieder gegen Zug. Die Favoritenrolle ist klar verteilt, ein Aussenseiter-Sieg aber nicht ausgeschlossen.

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