Der fehlende Punkt auf Fribourg-Gottéron, den Play-In-Gegner, mutet irgendwie symptomatisch für die ganze Qualifikation an. Wie oft fehlten Millimeter? Wie oft fehlte das entscheidende Tor, oft auch das viel zitierte Quäntchen Glück? Zu oft! Die Löwinnen verloren sieben Spiele mit einem Tor Differenz, drei davon mit 0:1, wie am Samstag vor der neuen Rekord-Kulisse von 4997 Zuschauern gegen Zug. Sechsmal verloren sie zu Null, was eines der «Hauptübel» dieser 28 Spiele aufzeigt: Das Team von Headcoach Angela Taylor schiesst respektive schoss zu wenig Tore. Magere 67 waren es in 28 Spielen, das sind 21 weniger als im (nicht unbedingt spektakulären) letzten Jahr und 55 weniger als bei den letzten Meistertiteln 2023/24 und 2022/23.
Oder leicht anders formuliert: Die ZSC Lions Frauen haben den einen Punkt Rückstand nicht in den letzten beiden Spielen unter Maximaldruck verloren. Dieser eine Punkt ging in einem der 26 Spiele zuvor verloren. In Neuenburg waren sie die spielbestimmende Mannschaft, schossen 55mal auf das Neuenburger Tor (und weitere x-mal daneben), während Alisha Berger gerade mal 15 Abschlussversuche stoppen musste. Aber: Nach zwei Dritteln stand es noch 2:2, nachdem Neuenburg im Startdrittel aus einem Minimum an Möglichkeiten zwei Tore erzielt hatte. Die Entscheidung fiel im letzten Abschnitt mit einem Powerplay-Treffer und einem weitern Tor Sekunden vor Schluss.
Gegen den souveränen Qualifikationssieger stand es – wieder einmal – lange 0:0. Die ZSC Lions Frauen hielten das Spiel offen, konnten jedoch nach dem Zuger Führungstreffer nicht mehr reagieren. Wie schon so oft. Die Zugerinnen haben den Sieg nicht gestohlen, das muss man ehrlicherweise zugeben. Sie beschäftigten Alisha Berger entscheidend mehr als das die Zürcherinnen mit Yara Keller taten (22:35 Schüsse). Zug war das bessere Team, individuell stärker besetzt und sie nutzten eben diese eine Chance aus, die schliesslich den Sieg bedeutete.
Nun warten fünf Wochen Olympia-Pause auf die Zürcherinnen, bis es am Samstag, 28. Februar in Freiburg mit der Dreier-Play-In-Serie losgeht. Die zweite Partie wird am Sonntag in Zürich gespielt, ein allfälliges Entscheidungsspiel am Dienstag wieder in Freiburg. Während mindestens vier Wochen werden die Olympionikinnen Shannon Sigrist und Lisa Rüedi im Training fehlen, rund zwei Wochen werden auch Alisha Berger, Aurela Thalmann, Nora Harju und Jana Peter fehlen. Sie sind mit dem «Prospects Women's National Team»
in Österreich an einem Sechs-Länder-Turnier engagiert. Auch Kira Juodikis wird sich gedulden müssen: Sie fehlte in den beiden Spielen vom Wochenende wegen einem Fingerbruch.
«Grüne» GCK Lions, Girls verlieren
In der SWHL B sind die GCK Lions nach ihrem knappen Sieg gegen die Rapperswil-Jona Lady Lakers (4:3) in der Tabelle mittlerweile «grün» eingefärbt und liegen vier Spiele vor Schluss der Qualifikation auf dem vierten Zwischenrang, der in den Playoff-Viertelfinals einen Heimspiel-Start garantiert. Der Abstand zu Rang fünf (Bassersdorf) und sechs (Zungen-Sissach) beträgt bereits sieben Punkte. Interessant: Am kommenden Samstag (20:15 Uhr, Sissach) kommt es zum Direktduell und zur Neuauflage des letztjährigen Playoff-Finals gegen den amtierenden Meister Zunzgen-Sissach.
Die Lions Girls ihrerseits verloren den «Spitzenkampf» gegen Leader Thurgau Ladies nur knapp mit 1:2 und bleiben im Tabellen-Mittelfeld gefangen. Noch sind sechs Spiele ausstehend, doch die Chancen auf ein Vordringen in die Aufstiegsrunde sind minim, zu gross ist der Rückstand auf Thurgau und Schaffhausen.


















