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Siebter Streich in Serie

Siebter Streich in Serie

Das Punktekonto der ZSC Lions ist um drei weitere gewachsen. Bei der Rückkehr von Dario Trutmann und dem EHC Biel, gibt's ein Neun-Tore-Spektakel für die Fans.

Der siebte Streich der ZSC Lions ist vollbracht. Die Limmatstädter geben sich (fast) keine Blösse und sitzen mit der maximal möglichen Punktezahl aus sieben Partien weiterhin an der Tabellenspitze. Besonders im ersten Drittel reissen sie das zahlende Publikum gleich vier Mal von den Sitzen. Anschliessend folgt, fast schon wie gewohnt in der noch jungen Saison, ein durchwachsenes Drittel. Doch den Deckel machen sie trotzdem drauf zum Schluss. Apropos siebter Streich: bei Max und Moritz, der berühmten Bubengeschichte von Wilhelm Busch, endete der Weg der Lausbuben nach dem siebten Streich. Ein schlechtes Omen für den Zett, oder machen es die ZSC Lions besser als Max und Moritz?

 

Rückkehr und Startschuss

 

Vor dem Spiel wird der ehemalige ZSC-Akteur Dario Trutmann für seine Dienste im ZSC-Dress geehrt. Der stets zuverlässige Musterprofi wurde zwei Mal Schweizermeister und gewann 2025 die Champions Hockey League mit den Löwen. Wir ziehen den Hut und wünschen Dario auf seinem weiteren Weg nur das beste. Kaum angespielt, bekommen Trutmann und die Seeländer die volle Wucht des neuen Teams zu spüren. Zwischen Minute drei und sieben schlägt der Puck gleich dreifach hinter Harri Säteri ein. Der Finnische Schlussmann hat tatsächlich nach fünf Schüssen, drei Gegentreffern und 399 Sekunden notierter  Arbeitszeit bereits Feierabend. Die ersten beiden Tore gelingen in doppelter bzw. einfacher Überzahl. Baltisberger und Lammikko sind dafür verantwortlich, dass die Powerplay-Quote auch nach diesem Spiel bei 40% liegt. Es sind die Tore sieben und acht, die während 20 Überzahlspielen erzielt wurden. Den dritten Treffer lässt sich Rudolfs Balcers gutschreiben. Und obwohl danach der EHC Biel endlich aufwacht und durch Fabio Hofer (ebenfalls im Powerplay) auf 1:3 verkürzt, siehts danach nicht rosiger aus für die Gäste. Es sind noch keine 15 Minuten gespielt und Malte Strömwall macht mit dem 4:1 die kalte Bieler Dusche perfekt. 

 

Aufholjagd?

 

In den nächsten 20 Minuten ist der Gastgeber wie ausgewechselt. Die Dominanz, das pressende Vorwärtsspiel, alles wie weggeblasen. Der EHC Biel fasst sich ein Herz und verkürzt durch Sablatnig und Aeschbach uf 3:4. Die Schlusssirene wird zeigen, für mehr reicht es den Gästen heute Abend nicht. Topscorer Sylvegard bleibt eher blass und Rückkehrer Jeff Skinner braucht noch die ein oder andere Partie, um wieder auf Touren zu kommen. So gelingt eine Viertelstunde vor dem Ende Simon Knak die Vorentscheidung. Es ist bereits sein sechster Saisontreffer. Den Schlusspunkt setzt Topscorer Denis Malgin. Vor seinem Emptynetter klaut er den Bielern im Aufbauspiel die Scheibe, setzt sich gegen zwei durch und darf schlussendlich dankend einschieben. ZSC 6, EHC Biel 3 - den Dreier nehmen wir! Das Zürcher Publikum wird zufrieden sein mit der Darbietung. Viele Tore, erfolgreiches Powerplay, ein wenig Drama im Mitteldrittel und doch am Ende ein souveräner Heimsieg. Gerne am Samstag gegen Lausanne wieder so. Sogar die Sparte «Drama» dürfte fehlen. Davon hatten wir mit dem LHC in den jüngeren Vergangenheit zur Genüge. 

 

(Marko Filipovic)

Fotos: Media Team ZSC Lions, Berend Stettler & Melanie Duchene

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