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Lions egalisieren Saisonstartrekord

Lions egalisieren Saisonstartrekord

Copy - Paste! Dean Kukan sorgt erneut in der Verlängerung für die Zürcher Erlösung. Nur diesmal eine für die Geschichtsbücher.

Drama in Lugano. Die Zeit rennt und die Zürcher ebenso in Richtung Lugano Tor. Der ominöse neunte Sieg wäre möglich, ein Sieg für die Geschichtsbücher. Genf 2012/13 und Davos 2025/26 haben das Kunststück bereits vollbracht und den Lions ist es praktisch auf dem Tablett serviert. Aber die Arbeit muss natürlich getan werden, ansonsten wird es nichts mit einem geschichtsträchtigen Lions-Abend in der Tessiner Cornèr Arena. Es bleiben weniger als zwei Minuten und Claude Julien beordert Robin Zumbühl auf die Bank. Er schickt einen sechsten Feldspieler raus und hofft auf den Ausgleich. Siehe da, mit 58 Minuten und 13 Sekunden auf der Uhr fast sich Mikko Lehtonen ans Herz und zimmert die Scheibe aus dem Handgelenk in die Maschen. 2:2-Ausgleich! Und die Chance, einen Rekord zu egalisieren lebt wieder. 

 

Kein Glanzauftritt

 

Wir drehen die Uhr ein wenig zurück, besser gesagt auf ca. 18:00 Uhr, als die Mannschaft in Lugano ankommt. Bei der Ankunft fehlen Simon Hrubec sowie Chris Baltisberger, die eine Verschnaufpause erhalten. Für den Tschechen hütet Robin Zumbühl den Kasten in Lugano. Am Freitagmorgen wurde bekannt, dass der Schweizer Goalie seine Arbeitspapiere um zwei weitere Jahre bei den Lions verlängert hat. Der Coaching Staff bestätigt das Vertrauen für heute Abend sogleich und stellt ihn in den Kasten. Er zahlt das Vertrauen zurück und glänzt an diesem Abend mit einer 92.31%-Fangquote. Und in einem eher ausgeglichenen ersten Abschnitt, sind es seine Vorderleute die den Score eröffnen. Tim Berni aus der Halbdistanz, Knak mit dem idealen Screen und schon schlägt es hinter Schlegel zum 1:0 ein (8. Minute). Im Mittelabschnitt dann ein anderes Bild der Hausherren aus Lugano. Sie sind dominanter, geben den Takt an und rennen an. Zumbühl hat erstmals die Hände voll zu tun. Thürkauf gleicht kurz vor der Halbzeit im Powerplay aus. Apropos Powerplay, das können doch die Zürcher angeblich so gut. Fünf Minuten nach Beginn des dritten Drittels dürfen die Löwen selbst in Überzahl ran. Doch statt Zürcher-Jubeltraube, reckt Sanford (zu diesem Zeitpunkt auf der Strafbank) die Händ ein die Höhe. Ramon Tanner bringt Lugano mit einem Shorthander in Führung. Der Genickbruch?

 

OT-Mann Dean Kukan

 

Spätestens nun rennen die Zürcher an, aber praktisch vergebens. Die ganz grossen Hochkaräter fehlen und sie wirken ein wenig verzweifelt. Ein Energieschub von Marti bis in die gegnerische Zone ist sinnbildlich für den kurzzeitigen ideenlosen Auftritt. Denn obwohl er sich durchboxt, so ist kein Mitspieler später anspielbar. Sind die Lions nervös? Nagt sie bereits eine mögliche Niederlage? Wie wir zwei Minuten vor dem regulären Ende wissen, ist dem nicht so. Sie bleiben geduldig und gleichen bekanntlich durch Lehtonen aus. Nun gehört die Red Bull Overtime-Bühne wieder ganz allein Dean Kukan. In Lausanne war der Nati-Verteidiger der Mann der Stunde, heute umso mehr. Zuerst verteidigt er graziös und hindert den Lugano-Angriff am Siegtreffer. Wenige Augenblicke später netzt er selber ein. 3:2 ZSC! Neunter Sieg in Serie. Rekord egalisiert. Und wer weiss, vielleicht gelingt morgen gegen Fribourg ja der 10. Sieg, ausgerechnet gegen den amtierenden Meister. 

 

(Marko Filipovic)

Fotos: HC Lugano

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