Die Zürcher haben am Samstagabend ihre Hausaufgaben zum zwölften Mal in Serie richtig gemacht. Sieg eingefahren und immer wieder brenzlige Situation gemeistert. Diesmal waren es vor allem die fünf Minuten Strafe gegen Simon Knak gleich zu Beginn der Partie und eine zwei plus zwei-Strafe gegen Geering. Das Boxplay hat gegen das Überzahlspiel von Davos mit Bravour bestanden. Dirigent scheint seit längerem der Topscorer der Zürcher zu sein: Denis Malgin. Ist er am Stock, wird's brandgefährlich. Mit acht direkten Vorlagen ist er die Bestmarke der National League und hat dazu noch vier Tore erzielt (insgesamt 18 Punkte). Er gibt den Takt an und zusammen mit Nati-Cracks Sven Andrighetto und Simon Knak harmoniert die Paradelinie der Lions hervorragend. Simon Knak meinte noch am Wochenende, die beiden spielen so schnell, dass es für ihn selbst manchmal eine Spur zu schnell geht. Seine Ausbeute von 9 Toren sagt da was anderes und wir finden: Simon, du passt sehr gut in diese Tempolinie (Zwinker).
Davos muss
Leader hin oder her, für Davos gibt es am Dienstag nur ein Ziel: in Zürich gewinnen. Es interessiert sie kaum, dass sie die ersten sein könnten, dass bisher noch niemand mehr als einen Punkt gegen den Zett holte oder der Löwenkäfig einer Festung gleich kommt. Sie wollen einzig und allein für ihr Punktekonto etwas tun und schauen nur auf sich. Der Auftritt am Samstag war nämlich anschaulich und trotz 1:5 knapper als das Resultat zeigt. Im Normalfall sollten sie in Überzahl ein bis zwei Treffer erzielen. Bei den Gegentoren waren zu viel Eigenfehler der Ursprung. Sollten nur schon diese beiden Dinge ausbalanciert werden, wird das eine Knacknuss für den Zett.
Klassiker Rematch steht an

Nach dem Klassiker ist vor dem Klassiker. Der HC Davos gastiert in Zürich um sich für den Auftritt am Samstag zu revanchieren. Zwar war dieser nicht schlecht, doch das 5:1 der Lions war am Ende doch schmerzhaft. Gelingt die Revanche oder ist der Zett in der aktuellen Verfassung nicht zu knacken?

Er schaltet und waltet wie er will: ZSC-Maestro Denis Malgin
Im Fokus: HC Davos
Es wirkte am Samstag fast schon so, als wäre nur Filip Zadina (passend zum Feuerhelm) ein Davos Heissmacher. War der Tscheche auf dem Eis, wurde es oft brandgefährlich. Von den anderen Kollegen aus der Offensivabteilung kam wenig. Ansatzweise gut, aber meist mit falschen Entscheidungen vor dem Tor. Ein Pass zu viel rüber, ein Abschluss z wenig auf den ZSC-Kasten. Das Gradlinige fehlt den Davosern extrem. Ob es am mangelnden Selbstvertrauen und den Automatismen liegt können wir nur werweissen. Vollstrecker Stransky fehlt, besonders im Powerplay. Aber es wird die Aufgabe sein von Josh Holden, seinem Team die nötigen Impulse mitzugeben. Auch Enzo Corvi war selbst sehr bemüht, aber unglücklich im Abschluss. Besonders aber wird die Defensive des HCD gefragt sein. Gut möglich, dass Sandro Aeschlimann ins Tor zurückkehrt. Und sollten Dominik Egli und Co. & hinten solider aufspielen können, liegt vielleicht mehr als nur ein Punkt in Zürich drin.

Ken Jäger konnte sein Torkonto gegen den ZSC nicht hochschrauben. Er bleibt bei einem Treffer bisher.
















