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GCK Lions: Ein Tag im Leben von Materialwart Robin Forssén

GCK Lions: Ein Tag im Leben von Materialwart Robin Forssén

Was macht eigentlich ein Materialwart? Robin Forssén sorgt bei den GCK Lions dafür, dass die Spieler bestens ausgerüstet aufs Eis gehen können. Von der ersten Tasse Kaffee am Morgen über das Schleifen der Schlittschuhe bis hin zu Reparaturen, die manchmal kreative Lösungen erfordern: Sein Arbeitsalltag ist vielseitig, und kein Tag ist wie der andere. Wir begleiten ihn durch einen ganz normalen Trainingstag.

Mein Weg zu den GCK Lions

 

Ich arbeite seit 2014 als Equipment Manager im Eishockey. In dieser Zeit war ich für drei verschiedene Organisationen in Schweden tätig und habe dort mit Männer-, Frauen- und Juniorenteams gearbeitet. Ausserdem habe ich zwei Nationalteams des dänischen Eishockeyverbands betreut.

 

Während drei Jahren arbeitete ich zudem mit Bauer zusammen. Dabei konzentriere ich mich auf die Schulungen rund ums Schlittschuhschleifen und darauf, wie der richtige Schliff die Leistung auf dem Eis beeinflussen kann. Jetzt steht meine erste Saison bei den GCK Lions an, und ich freue mich riesig darauf. Ich hoffe natürlich, dass noch viele weitere folgen werden!

 

Der Morgen beginnt mit Kaffee

 

Mein Arbeitstag beginnt rund eine Stunde, bevor die Spieler zum Frühstück kommen. Als Erstes schalte ich die Filterkaffeemaschine ein – guter Kaffee ist in der Eishalle einfach ein Muss!

 

Danach kümmere ich mich um die Trikots, die über Nacht zum Trocknen aufgehängt waren. Im Waschraum hole ich die Duschtücher aus dem Tumbler, falte sie zusammen und lege sie in den Duschen bereit.

 

Falls vom Vortag noch etwas offen ist, mache ich mich direkt daran. Manchmal muss ich beispielsweise eine Reparatur erledigen, für die ich erst noch ein Ersatzteil besorgen musste. Ist alles erledigt, bleibt Zeit für einen Kaffee mit den Coaches und Gespräche über Gott und die Welt.

 

Sobald die Spieler da sind, wird es geschäftig

 

Wenn die Spieler zum Frühstück kommen, geht die Arbeit richtig los. Ein Spieler braucht frisch geschliffene Schlittschuhe, bei einem anderen muss etwas an der Ausrüstung repariert werden. Es kommt auch vor, dass jemand seine Schlittschuhe am Vortag nach dem Training vergessen hat und sie nun dringend geschliffen braucht.

 

Deshalb ist es ideal, wenn mein Arbeitstisch zu diesem Zeitpunkt möglichst frei ist. So kann ich mich um alles kümmern, was gerade anfällt. Aber genau das gefällt mir an meinem Job: Kein Tag ist wie der andere! Zwischendurch schaue ich mir die NHL-Highlights vom Vortag an, esse eine Schüssel Birchermüesli und trinke einen Kaffee mit den Spielern.

 

Alles bereit fürs Training

 

Während sich die Spieler auf das Training vorbereiten, erledige ich die letzten Arbeiten in der Garderobe. Ich hänge die Trikots und Stulpen für das bevorstehende Eistraining auf, räume Tassen und Schüsseln weg und entsorge den Abfall. Ausserdem kontrolliere ich nochmals, ob bei den Ausrüstungen und in der Garderobe alles in Ordnung ist.

 

Anschliessend geht es auf die Spielerbank. Wasser, Tape, Handtücher und alles Weitere, was während des Trainings gebraucht werden könnte, müssen bereitliegen.

 

Während des Trainings bleibe ich flexibel

 

Während die Spieler auf dem Eis sind, bin ich meistens auf der Spielerbank. Gleichzeitig pendle ich zwischen der Bank, der Garderobe und meinem Arbeitsraum. Wenn ein Spieler während des Trainings beispielsweise die Kufen wechselt, muss ich sie unter Umständen nochmals schleifen. Solche Arbeiten erledige ich möglichst direkt, damit der Spieler schnell wieder aufs Eis kann.

 

Flexibilität gehört in meinem Beruf einfach dazu. Ich weiss nie genau, was als Nächstes auf mich zukommt – und genau das macht die Arbeit so abwechslungsreich.

 

Nach dem Eis ist noch lange nicht Schluss

 

Nach dem Training habe ich meistens noch zwei bis drei Stunden Arbeit vor mir. Ich wasche Trikots, Stulpen und Trainingskleidung. Manchmal möchten Spieler auch ihre Handschuhe oder andere Ausrüstung reinigen lassen. Dazu kommen das Schleifen der Schlittschuhe, Reparaturen an beschädigtem Material, das Leeren der Abfalleimer und die Vorbereitungen für den nächsten Tag.

 

Wenn schliesslich alle Spieler gegangen sind, mache ich meinen letzten Rundgang durch die Garderobe. Ich kontrolliere, ob alles ordentlich ist und genau so hängt, wie es soll. Manche nennen es vielleicht OCD, aber ich nenne es schlicht und einfach Stolz auf meine Arbeit.

 

Kreative Lösungen gehören zum Job

 

Es ist gar nicht so einfach, meinen Arbeitsalltag zusammenzufassen, weil jeder Tag anders aussieht. Kürzlich habe ich beispielsweise einen beschädigten Schlittschuh geklebt und von Hand genäht. Gleichzeitig habe ich den unteren Teil eines Stocks für einen Spieler in einer anderen Farbe lackiert, weil er sich das so gewünscht hatte.

 

An einem anderen Tag habe ich die gesamte Ausrüstung eines kranken Spielers gewaschen und bei einem anderen zusätzlichen Schutz in die Hosen eingebaut. Tags darauf musste ich die Riemen eines Fanghandschuhs kürzen und neu anpassen, damit er besser zur Hand des Goalies passt. Für solche Aufgaben gibt es keine Anleitung im Lehrbuch. Ich muss konzentriert bleiben und Lösungen finden, die funktionieren. Genau das liebe ich an meinem Job.

 

Mehr als Ausrüstung und Reparaturen

 

Neben der handwerklichen Arbeit schätze ich vor allem den Kontakt mit den Spielern. Wir sehen uns jeden Tag, scherzen miteinander und reden über das Leben. Manchmal entstehen dabei auch tiefgründige Gespräche über Dinge, die einen gerade beschäftigen.

 

Diese Mischung aus handwerklicher Arbeit, kreativem Problemlösen und persönlichen Begegnungen macht meinen Beruf für mich so besonders. Meine Aufgabe gibt es, weil die Spieler meinen Service brauchen. Und ich würde diesen Job gegen keinen anderen eintauschen!

 

Und am Spieltag?

 

Ein Trainingstag ist nur ein Teil meines Arbeitsalltags. Am Spieltag sieht vieles nochmals ganz anders aus. Vielleicht erzähle ich euch davon ein anderes Mal!

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