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Ein halbes Dutzend zum Sieg

Ein halbes Dutzend zum Sieg

Die Limmatstädter bodigen die SCRJ Lakers gleich mit 6:3. Der Gast aus der Rosenstadt geht wie seine zehn anderen Liga-Konkurrenten bisher, als Verlierer vom Eis.

Der ZSC-Express rollt weiter. In einer hitzigen und sehr rasanten Partie fegen die Zürcher den Gast aus der Rosenstadt mit einem halben Dutzend vom Eis. Somit gestalten die Hausherren den verspäteten Geburtstag des Zürcher SC, wurde am 15. Oktober dieses Jahres schon 96, erfolgreich. Es ist für die Mannschaft von Claude Julien der elfte Sieg in Serie und der erste Vollerfolg nach zuvor drei Siegen nach Verlängerung. Morgen wartet der Vize-Meister Davos auf den Zett.

 

Express-Lieferung

 

Das Eintrittsgeld für den Löwenkäfig war es schon nach den ersten 20 Minuten wert. Vier Tore, darunter Traumtore, entzücken das Zürcher Publikum. Rappi wirkt noch im ersten Drittel überfordert, ein wenig ratlos und muss bereits zum Timeout greifen. Assistenztrainer René Matte warnte noch vor dem Spiel: «Mit den Lakers kommt eine schnelle Mannschaft. Schnell im Umschaltspiel, schnell auf den Beinen.» Doch die einzigen die Tempo in die Partie bringen sind die Hausherren und sie machen damit wortwörtlichen den Lakers Beine. Denn es sind noch nicht einmal zehn Minuten gespielt, da führen die ZSC Lions mit 3:0. Frödén (7'), Knak (8') und Sigrist (10') sorgen für Showtime auf Zürcher Eis. Der letzteren war es die Torpremiere in dieser Saison und das auch noch auf Ansage. Noch vor dem Spiel meinte er, heute sei ein guter Tag, um endlich zu treffen. Bravo Justin, lieben wir! Die Krönung im ersten Drittel gehört dann dem ehemaligen SCRJ-Akteur Malte Strömwall. Mit einem wuchtigen One-Timer erzielt er den vierten Treffer im Powerplay des Zürcher SC. Der Jubel verhalten, aus Respekt gegenüber den alten Kollegen. Egal, Limmatblock & Co. feiern trotzdem ein Fest in der Swiss Life Arena. 

 

Wachgerüttelt, Durchgeschüttelt

 

Ab dem zweiten Drittel präsentiert sich Rappi besser. Die klare Dominanz zerfällt ein wenig und es wird ruppig auf dem Eis. Darunter leiden tut aber dennoch nur der Gast. Wegen Cross-Checks und unsportlichem Verhalten müssen Lammer und Rask in die Kühlbox. Grant lenkt gekonnt ab in Überzahl und sorgt für das 5:1 und die Vorentscheidung, eine knappe halbe Minute vor der zweiten Pausensirene. Zuvor hat der ehemalige Lions-Junior Benjamin Quinn sein erster Profitor in der National League erzielt. Übrigens, die Powerplay-Maschine unter der Leitung von Assistenztrainer Fabio Schwarz, fruchtet und punktet munter weiter. Denn auch das 6:1 geht auf das Powerplay-Statistik-Konto und wird durch Denis Malgin vollbracht. PP-Hattrick so zu sagen. Die Zeit, sie rennt den Rapperswilern dann langsam aber sicher davon. Die beiden Tore von Larsson und Wetter sind reine Makulatur und sorgen höchstens für Resultatkosmetik. Dennoch, der Gast hat 40 Schüsse auf unsere Nummer 40 Zumbühl abgefeuert. Ein langweiliger Abend war es für den ZSC-Schlussmann mitnichten. Mit dem Dreier zum Auftakt ins Wochenende geht es dann morgen in Davos weiter. 19:45 - see you there!

 

(Marko Filipovic)

Fotos: Media Team ZSC Lions, Tobias Zehnder & Marko Filipovic

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