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Dreier in der Hauptstadt

Dreier in der Hauptstadt

Die ZSC Lions beweisen in Bern viel Geduld und belohnen sich dafür mit drei Punkten. Beim 4:1 treffen drei Verteidiger für den Zett.

Auch nach 16 Spieltagen bleibt es bei nur einer Saisonniederlage für die ZSC Lions. Sie holen in der Bundeshauptstadt den nächsten Dreier und drehen weiterhin einsame Kreise an der Tabellenspitze. Der nächste Gradmesser folgt dann am Freitag in Zürich. Zu Gast ist der HC Ambri-Piotta, der am Dienstagabend nach Penaltyschiessen Biel bezwingt (4:3). Spitzenkampf ist angesagt und dass bei 13 Punkten unterschied auf dem Punktekonto.

Krallen ausfahren

Geduld ist gefragt in der Berner PostFinance Arena. Die Mutzen sind sehr zäh von Minute eins weg und fordern den Leader mutig heraus. Im ersten Abschnitt hat Hrubec einige gute Saves parat und muss sich in zwei, drei Situationen auch auf seine Kollegen verlassen können. Sie kratzen mehrmals die Scheibe von der Linie oder knapp davor weg – das Stadion gerät jeweils ins Raunen. «Gopf, wir könnten eigentlich in Führung liegen», ertönt es aus dem Bauch des Stadions. Die Eismeister schauen gebannt zu. Ebenso bei den Chancen der Zürcher, die auch nicht selten an Goalie von Burg scheitern. Es braucht dann schon ein Gewühl vor dem SCB-Keeper und eine Portion Glück (des Tüchtigen), dass die Scheibe im Netz zappelt. Geering ist Nutzniesser und versorgt die Scheibe zum 1:0 (23’). Und weil der SCB zur Spielmitte ein wenig undiszipliniert agiert, stehen dann halt fünf Zürcher gegen drei Berner auf dem Eis. Pass Balcers, Fernschuss Lehtonen – Tor! 2:0 und nun bessere Karten für den ZSC. Schade nur, dass Andrighetto kurz vor der Pausensirene scheitert. Hut ab von Burg, dieser Save wird die Highlights hoch und runter gespielt werden.

Niedergerungen


Der SC Bern steckt den Kopf danach nicht in den Sand. Sie können eine Viertelstunde vor Schluss, nach gerade abgelaufener Strafe, durch Bemström auf 1:2 verkürzen. Irgendwie sind die Hausherren besser im Spiel und just in einer Druckphase der Mutzen, stellt Justin Sigrist zehn Minuten vor dem Ende den alten Vorsprung wieder her. Er eilt davon, zieht wuchtig aus dem Handgelenk ab und wird herzlich umjubelt. Der Mann hat einen Lauf! Vier Minuten vor Schluss möchte Serge Aubin mit einem Timeout noch Impulse setzen. Goalie raus, Feldspieler rein. Die Rechnung geht nicht auf für die Hauptstädter und Yannick Weber nützt die Gelegenheit aus, den Deckel drauf zu machen. Für den SCB gibt es somit die zweite Niederlage diese Saison gegen den Leader aus der Limmatstadt. Die Lions gewinnen mit 4:1.

(Marko Filipovic, Bern)

Fotos: Media Team ZSC Lions, Marko Filipovic

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