Die Serie ist futsch. Beim 13. Anlauf gibt es für Claude Julien und seine Mannschaft die erste Niederlage in der Saison 2026/27. Der Sieg geht in Ordnung für die Gäste aus dem Landwassertal. Der Vize-Meister ist eklig und äusserst aufsässig. Mit viel Elan und gutem Forechecking machen sie es dem Leader schwer. Dem ZSC hingegen will vieles nicht gelingen. Es fehlen manchmal Zentimeter, dann wieder reihen sich Eigenfehler aneinander. Irgendwie kommt der Zett heute nicht in den gewohnten Flow. Nicht einmal «die Hand Gottes 2.0» kann die Niederlage abwenden.
Rennen gegen die Zeit
Es ist nicht das gewohnte Zürcher Vergnügen an diesem Dienstagabend. Nach 20 und 40 Minuten liegt der ZSC jeweils mit zwei Toren zurück. Im ersten Abschnitt ist der HCD eiskalt, der übrigens im Tor einen Wechsel vornimmt. Aeschlimann kommt in den Kasten, der später zum Spieler des Abends beim Gast gewählt wird - zu Recht. Die Zürcher Startphase ist sehr gemächlich und durch Ken Jäger in Minute vier sogleich bestraft. Den Torjubel vollbringt er auf den Knien, als wüsste er, dass sie den Zett in die Knie zwingen werden. Als dann Zadina in der letzten Minute des ersten Abschnitts gar auf 2:0 erhöht, ist die Stimmung im ausverkauften Haus gedämpft. So wird es auch im Mitteldrittel sein. Die Leistung steigert sich bei den Lions, doch wirklich Überhand gewinnen sie nur langsam. Dabei ist der Start in den Mittelabschnitt super. Justin Sigrist verkürzt in der 23. Minute. Nur schade, dass Frehner nach der Spielmitte den alten Vorsprung für die Gelb-Blauen wiederherstellt. Was nun ZSC?
Gute Schlussphase, keine Punkte
Wer die letzten 20 Minuten gesehen hat, der kann kaum glauben, dass es nicht zu einer Wende kam. Denn die Zürcher laufen gefühlt eine Handvoll Mal alleine aufs Tor zu. Gruber, Baechler, Malgin und auch Andrighetto scheitern am starken Aeschlimann. Hingegen kann Davos den Sack nicht zu machen, obwohl die Zürcher durch den übereuphorischen Offensivdrang viele Räume auftun und im Aufbauspiel dazwischen Mal einen Fehler einbauen. Lehtonen wuchtet schliesslich im letzten Abschnitt noch das 2:3 aus Sicht der Zürcher in Netz. Auch er geht jubelnd und fliegend auf die Knie. Sinnbildlich, denn die ZSC Lions ziehen den Kopf erstmals nicht aus der Schlinge. Am Freitag können sie gegen die Tigers zurück in die Spur finden.
(Marko Filipovic)
























