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Der Jura ruft

Der Jura ruft

Die ZSC Lions gastieren am Dienstagabend in der Pruntrut. Der HC Ajoie entzückte seine Fans in der ersten Meisterschaftswoche und würde am liebsten auch in diesem Duell für positive Schlagzeilen sorgen.

Am Dienstagabend kann der Zett eigentlich nur verlieren, oder? Wenn die ZSC Lions ins Jura fahren, scheint ein Sieg immer Pflicht zu sein. Nun, als aktueller Tabellenführer mit der perfekten Ausbeute aus der ersten Meisterschaftswoche ohnehin. Und Ajoie? Ja Ajoie kann eigentlich nur gewinnen. Verlieren gegen den Zett ist nicht verboten, doch in der aktuellen Form ist Ajoie eben auch ein hartnäckiger Gegner. Zuckerschlecken ist das nicht angesagt in der Raiffeisen Arena. Vielleicht gerade deshalb kommt diese frühe Partie in der Pruntrut richtig. Unterschätzen gilt nicht. Die Zähler sind vor einer Woche auf Null gestellt worden und jedes Team versucht seine eigene Erfolgsgeschichte 2026/27 zu schreiben. Warum also nicht eine weitere berauschende Nacht für die Drachen aus dem Jura? Die Hockeywelt würde es lieben, während der ZSC gerne Schlagzeilen sehen würde, die einen Pflichtsieg betiteln. 

Kleine Statistikanalyse

Eine Spielwoche sagt nicht viel aus und doch schauen wir ein wenig genauer hin in der Statistikspalte der Liga. Die einfachen Dinge sind bereits gegeben: ZSC erster mit neun Punkten, Ajoie fünfter mit deren fünf Zählern. Kein Team hat so viele Torschüsse abgegeben wie die Lions. 112 an der Zahl, während Ajoie knapp 50 Mal weniger aufs Tor ballerte. Aber Achtung, Ajoie war um zwei Prozentpunkte effizienter als der Zett. Im Powerplay sind die beiden Teams ähnlich unterwegs (25% vs. 33% für Ajoie). Und im Boxplay haben sich beide Teams noch nicht so recht gefunden (auch hier pro Ajoie: 71:43 zu 60% Erfolgsquote). Wir sehen, die nackten Zahlen geben uns noch nicht so viel her. Kann also gut sein, dass wie schon in den ersten Spielen beim ZSC, die individuelle Qualität nach einer Zeit einfach zuschlägt oder Ajoie eben doch, ein weiteres kleines Märchen in der Pruntrut schreiben will. 

 

Hat gut Lachen: Simon Knak hat bereits vier Tore im ZSC-Dress erzielt und ist Topscorer (punktgleich mit Baechler & Strömwall).

 

Im Fokus: HC Ajoie

 

Ajoie hat neue Gesichter und Ajoie hat Bock, die rote Laterne in dieser Saison abzugeben. Der Klub hat sich klar positioniert und will für positive Furore sorgen. In der ersten Spielwoche gab es eine Niederlage nach Penaltyschiessen gegen Ambri. Am Freitag dann in Genf im Shootout einen Sieg. Das war ein knappes Ding, führten die Jurassier doch 3:0 nach 40 Minuten. Und dann noch der OT-Win gegen Kloten beim 4:3 am Samstag. Hätte die Partie nur eine Sekunde länger gedauert, wäre das 4:3 noch vor der Schlusssirene gefallen, so aber musste der Videobeweis das Tor annullieren, dass kurz vor Schluss erzielt wurde. Ajoie ist also heiss und hat ein Kader zusammen, der nicht zu unterschätzen ist. Mit Nolan Diem, Deniss Smirnovs oder Jeremi Gerber sowie Julius Honka, Jesse Zgraggen und Matthew Kellenberger, hat man Leute geholt, mit genügend NL-Erfahrung. Spannend wird es besonders bei den Imports. Dort findet man auf dem Matchblatt den Namen Kristian Tanus und Daniel Carr wieder. Zweiterer war schon in Lugano eine absolute Bereicherung. Tanus, ein Finne aus Tampere, kommt in der finnischen Liiga auf 225 Punkte in 341 Spielen. Unter anderem mit Rikard Grönborg gewann er vier Mal die Meisterschaft und zuvor bereits 2023 die Champions Hockey League mit Tappara Tampere. Der Mann ist nicht umsonst bereits Topscorer im Team. 

Ein Standardbild bei Ajoie letzte Woche: Jubeltraube!

 

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