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Auf weitere 20 Jahre!

Thomas «Scheidi» Scheidegger feiert in diesem Jahr nicht nur sein 20-jähriges Jubiläum, er übernimmt auch die Nachfolge von Richi Jost als Ausbildungschef im Lions-Nachwuchs.

«Scheidi», 20 Jahre trägst Du schon die Farben der GCK/ZSC Lions – eine ziemlich lange Zeit. Wie fühlt sich’s an?

Mir kommt es ehrlich gesagt gar nicht so lange vor. Die Zeit ist sehr schnell vergangen. Die 20 Jahre waren eine unglaublich schöne Zeit. Es ist etwas ganz Besonderes und ein grosses Privileg, so lange am gleichen Ort arbeiten zu dürfen, vor allem als Trainer. Dass ich über so viele Jahre im gleichen Verein bleiben durfte, schätze ich sehr. Als ich darauf angesprochen wurde, dass es nun schon 20 Jahre sind, musste ich selbst kurz überlegen, ob das wirklich stimmt.

 

Hättest Du es ansonsten vergessen?
Nein, nein, vermutlich nicht. Ich hatte es schon im Hinterkopf – ich habe damals im gleichen Jahr geheiratet. Ich kann es mir daher gut merken. (Lacht.)

 

Welche Momente waren die schönsten in den letzten 20 Jahren?

Eigentlich waren alle Saisons schön. Ich kann nicht eine einzelne herauspicken und sagen, diese war besonders herausragend. Jede Saison hatte ihre positiven Erlebnisse. Deshalb fällt es mir schwer, eine zu nennen. Es fühlt sich einfach toll an, auch nach einer so langen Zeit, jeden Morgen mit einer grossen Vorfreude aufzustehen und in den Tag zu starten.

 

Wie bist Du damals zur Organisation gekommen?

Ich war bereits im EHC Winterthur als Nachwuchstrainer tätig. Danach erhielt ich die Möglichkeit, zu den Lions zu kommen und eine 100-Prozent-Festanstellung anzutreten. Das war meine Chance, den Trainerberuf Vollzeit auszuüben. Ich übernahm die Stufen von den Moskito-Top bis zur Hockeyschule, also die jüngsten Altersklassen. So habe ich begonnen und das einige Jahre gemacht.

 

Was hat Dich daran fasziniert, Eishockey-Trainer zu werden?

Ich arbeite sehr gerne mit Menschen. Eishockey ist meine Leidenschaft und ich gebe den Kindern und Jugendlichen gerne etwas mit. Kein Tag gleicht dem anderen. Diese Abwechslung gefällt mir sehr. Ein klassischer Bürojob von morgens bis abends wäre nichts für mich.

 

Du hast viele verschiedene Stufen geleitet. Welche war die herausforderndste?

Jede Stufe ist herausfordernd. Als ich vor 20 Jahren in den untersten Stufen eingestiegen bin, war vor allem die Organisation vieler Kinder sehr anspruchsvoll. Es gab sehr viel administrative Arbeit mit Aufgeboten und der ganzen Planung auf und neben dem Eis. Da war ich gleich gefordert und es brauchte Zeit, um in der Organisation richtig anzukommen.

 

Wie wichtig war es für Dich, auf vielen verschiedenen Stufen trainieren zu können?

Ich rate jedem Trainer, auf verschiedenen Stufen tätig zu sein. Denn so muss man sich immer wieder anpassen: neue Trainingspläne, andere Übungen, andere Schwerpunkte. Ich habe von der U13 über die U15 bis zur U18 gearbeitet und auch immer wieder in der Hockeyschule ausgeholfen. Diese Vielfalt ist sehr bereichernd und hilft mir, flexibel zu bleiben. Diese Rotationsmöglichkeiten haben wir hier bei den Lions, das ist nicht selbstverständlich.

 

Welche Trainer oder Personen haben Dich selbst am meisten geprägt?

Ich nehme von jedem Trainer etwas mit und kann von der Vielfalt und Stärken jedes einzelnen Trainers profitieren. Besonders prägend war aber die Zusammenarbeit mit meinem Assistenztrainer Thomas Jörg alias «Hacky», mit dem ich seit 17 Jahren zusammenarbeite. Wir haben zusammen verschiedene Stufen durchlaufen – von der U13 bis zur U18. Das ist etwas ganz Besonderes.


Was hat ihn besonders ausgezeichnet?
Seine Zuverlässigkeit, sein Fachwissen, der gute Umgang mit den Kindern und Jugendlichen und dass wir viel miteinander lachen konnten. Ich kann ihm blind vertrauen und das gibt es nicht oft.

 

Richi Jost wird in den verdienten Ruhestand gehen. Du wirst seine Nachfolge als Ausbildungschef der GCK/ZSC Lions übernehmen. Wie fest freust Du Dich auf diese neue Aufgabe?

Ich freue mich enorm auf diese Herausforderung. Ich wurde schon vor einiger Zeit angefragt, ob ich die Nachfolge von Richi übernehmen möchte und habe mir das auch kurz durch den Kopf gehen lassen. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob ich bereit bin für diese Challenge. Aber ich wurde bestärkt durch mein privates und berufliches Umfeld. Ich bin mir sicher, dass ich die bestehende Linie gut weiterführen kann. Ich freue mich darauf, die Trainer zu unterstützen und weiterzubilden sowie einen durchgängigen roten Faden von der Hockeyschule bis zur U21 sicherzustellen. Auch die interne Weiterbildung unserer Assistenztrainer ist ein wichtiger Teil meiner Arbeit. Darauf möchte ich ein besonderes Augenmerk legen.

 

Befürchtest Du nicht, dass Du nun vermehrt im Büro sein wirst?
Klar werde ich einige administrativen Aufgaben haben. Aber ich werde auch schauen, dass ich mit allen Altersstufen auf dem Eis stehe und überall unterstützen kann, wo es Unterstützung braucht.

 

Auch die anderen Klubs in der Schweiz haben in ihren Nachwuchs investiert. Was macht die Lions-Organisation trotzdem noch so einzigartig?
Wir bieten Eishockey für alle an – vom Breitensport bis zum Leistungssport. Kinder müssen nicht den Verein wechseln, um sich weiterzuentwickeln. Diese Durchlässigkeit und Grösse der Organisation ist etwas Besonderes. Und hier ist es meine Aufgabe, dies weiterhin zu fördern. Unser Ziel ist es, jeden Athleten besser zu machen – nicht nur die Talente im Leistungsbereich, sondern auch alle Spielerinnen und Spieler im Breitensport.

Steckbrief

 

Spitzname: Scheidi

Geburtstag: 14. Juli 1973

Alter: 52-jährig

Geburtsort: Winterthur
Wohnort: Agglomeration Winterthur

Grösse: 173 cm

Gewicht: 72 kg

Funktion: aktuell U18-Top-Trainer, ab 1.5. Ausbildungschef der Lions

Bei den Lions seit: 2006

Hobbys: Biken, Joggen, Lesen und Zeit in den Bergen verbringen

 

Das sagt der Sportchef

 

Edgar Salis freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit Thomas Scheidegger in seiner neuen Rolle als Ausbildungschef: «Scheidi kennt unsere Organisation sehr gut. Er hat viele Stufen als Trainer durchlaufen und ist seit Jahren in der Trainerbildung tätig. Zudem hat er bereits eng mit Richi Jost zusammengearbeitet und dabei viel Erfahrung und Wissen von ihm mitnehmen können. Sein Know-how, seine Loyalität, seine Erfahrung und seine Stärke im Umgang mit Menschen machen Thomas zum idealen Nachfolger von Richi. Die Unterstützung und Weiterbildung der Profi- und Assistenztrainer sind zentrale Themen, in denen er die Führung übernehmen wird. Gleichzeitig ist unser ‹Coach the Coach›-Programm ein wichtiger Schwerpunkt, für dessen Umsetzung er verantwortlich sein wird und mit dem er unsere Trainer weiterentwickeln möchte. Scheidi weiss seit 20 Jahren, wofür wir als Organisation stehen, er lebt diesen Weg und engagiert sich stark dafür, ihn weiterzuführen.»

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