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Arbeitssieg gegen die Tigers

Arbeitssieg gegen die Tigers

Die Zürcher müssen viel arbeiten, bis der Dreier im Trockenen ist. Gegen die gewohnt unbequemen Tigers aus dem Emmental findet das Ensemble aus Zürich zurück auf die Siegesspur.

Zittern bis zum Schluss stand wohl als letztes auf der Agenda des heutigen Spieltages. Die Reizfigur des heutigen Abends, Jérôme Bachofner, sorgt für Stress beim Publikum und angespannte Gesichter auf den Rängen. Knappe zwei Minuten vor dem Schluss verkürzt der ehemalige Lions-Akteur im Gewühl auf 2:3. SCL-Goalie Robin Meyer sitzt dabei draussen und sieht, wie seine Herren am Leben bleiben. Nun schlägt der Puls hoch. Die Scheibe will einfach nicht raus aus der eigenen Zone und Langnau versucht die Überraschung perfekt zu machen. Doch die Zeit rennt, zu Gunsten der Zürcher, den Gästen schliesslich doch davon.

 

Reaktion

 

Die grosse Frage war, wie und ob die Zürcher auf die erste Saisonniederlage vom Dienstag reagieren werden. Zu Beginn eher verhalten aber kontrolliert. Die Tigers überlassen das Spielgeschehen mehrheitlich den Zürchern und stehen ein wenig tiefer. Das funktioniert im ersten Drittel ganz gut und sorgt für bescheidenen Unterhaltungswert für das zahlende Publikum. Zwar ist die Schussstatistik im ersten Abschnitt selbstredend für den Spielverlauf, doch so richtig warm wird einem nicht ums Herz. Egal, es gibt ja zum Glück noch Simon Knak in den Reihen der Zürcher. Tim Berni entscheidet sich trotz viel Verkehr, oder genau darum, für einen Distanzschuss in Richtung SCL-Tor. Knak lenkt ab und knackt somit die Abwehr der Tigers. 1:0 für die Lions nach knapp 18 gespielten Minuten. Schade nur, dass das Überzahlspiel gleich danach erfolglos ausgeht. Durchatmen und im zweiten Drittel nachsetzen. Und genau das tun die Zürcher. Sie überzeugen im Mittelabschnitt über weite Strecken und haben erneut mehr vom Spiel. Auch hier sagt der Videowürfel: 18:5 Torschüsse in den zweiten 20 Minuten. Einer davon, ein wuchtiger Blueliner von Mikko Lehtonen, bezwingt Meyer zum 2:0. Eiskalter Abschluss, kühler und finnischer Torjubel noch dazu. 

 

Zitterpartie

 

Eine Viertelstunde vor Spielschluss scheint der Drops gelutscht. Denis Malgin tanzt sich durch die Emmentaler Tor-Gegend, wird von Andrighetto anschliessend bedient und versorgt die Scheibe aus spitzem Winkel von links ins Tor. Torjubel? Hoch die Hände - Wochenende! Aber die Feststimmung kippt spätestens mit dem Anschlusstreffer von Joel Salzgeber in Minute 49. Von nun an möchte bei den Zürchern gefühlt nichts mehr klappen. Langnau drückt, Langnau verkürzt. Bachofners Treffer wird aber das letzte Lebenszeichen der Gäste bleiben. Zumbi hält den Kasten danach sauber und holt sich noch den Best Player-Preis ab. Drei Punkte mehr auf dem Konto lassen sich gut sehen und schmecken vor eigenem Publikum besonders gut. 

 

(Marko Filipovic)

Fotos: Media Team ZSC Lions, Melanie Duchene

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