Das erste Derby zwischen zwei «grossen» Teams der letzten Jahre bot für einmal nicht mehr als Hausmannskost. In einem Spiel der ausgelassenen Chancen hatte das Heimteam das bessere Ende für sich. Mit dem 3:0 sind die Bernerinnen bestens bedient, während die Zürcherinnen über weite Strecken der Partie zu fehlerhaft agierten und es ihnen an überraschenden Ideen fehlte. Dabei gilt es festzuhalten, dass die Löwinnen zwar nicht mehr Spielanteile für sich beanspruchten, aber nicht weniger als fünfmal alleine vor Nationaltorhüterin Saskia Maurer beste Möglichkeiten vergaben.
Auch im Powerplay lief wenig zusammen und die Zürcherinnen konnten eine Fünf-Minuten-Strafe mit Restausschluss gegen Lea MacLeod im letzten Drittel nicht ausnutzen, nachdem sie bereits zuvor zweimal in Überzahl agieren konnten. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass auch die Bernerinnen in Sachen Powerplay nicht glänzten und erst im fünften Anlauf anderthalb Minuten vor Schluss eine doppelte Überzahl ausnutzen konnten.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt: Bern ging aus dem Nichts mit 1:0 in Führung. Die 14-jährige Maela Mosimann, Berns neuer «Shooting Star» mit acht Punkten (vier Tore) aus fünf Spielen, lenkte einen Schuss von der blauen Linie unhaltbar ab. Auch das 2:0 fiel ohne Ankündigung: Lea MacLeod war mit einem Weitschuss erfolgreich, nachdem sich die beiden Teams zuvor im Auslassen bester Möglichkeiten übertroffen hatten.
Für die ZSC Lions Frauen bietet sich bereits morgen Sonntag die nächste Möglichkeit zu einer Leistungssteigerung: Sie empfangen die Neuchâtel Hockey Academy (13:15 Uhr, Swiss Life Arena).
Anja Trummer für WM aufgeboten
Als erste «Zürcherin» hat die 25-jährige Österreicherin Anja Trummer ein Aufgebot für die vom 6. bis 16. November in Dänemark stattfindende Weltmeisterschaft erhalten. Die Österreicherinnen werden am 10. November Gegnerinnen der Schweizer Nationalmannschaft sein. Österreich wird erstmals in seiner Geschichte an einer Frauen-A-WM spielen.

















