Telegramm

09.03.2017 20:15 | Hallenstadion Zürich
Zuschauer: 10'500

ZSC Lions
1 : 0
0:0 / 1:0 / 0:0
HC Lugano
1
Tore
0
32
Torschüsse
24
7
Strafen 2’
8
0
Strafen 10’
1
Torschützen
40’ (Rundblad, Thoresen) Geering
1:0
Aufstellung ZSC Lions
Tor: Schlegel (Flüeler)
1: Siegenthaler, Blindenbacher | Thoresen, Suter, C. Baltisberger
2: Geering, Rundblad | Kenins, Schäppi, Herzog
3: Marti, Seger | Wick, Shannon, Pestoni
4: P. Baltisberger, Guerra | Bachofner, Trachsler, Künzle
Aufstellung HC Lugano
Tor: Merzlikins (Manzato)
1: Furrer, Chiesa | Klasen, Martensson, Bürgler
2: Wilson, Ulmer | Reuille, Lapierre, Fazzini
3: Ronchetti, Hirschi | Hofmann, Sannitz, Bertaggia
4: Sartori, Romanenghi | Morini, Gardner, Walker
Patrick Thoresen
Topskorer
Linus Klasen
Niklas Schlegel
Best Player
Gregory Hofmann
Schiedsrichter
Eichmann, Kurmann | Bürgi, Kovacs
Bemerkungen

ZSC Lions ohne Sjögren, Nilsson (beide verletzt). HC Lugano ohne Kpargahi, Brunner, Fontana (alle verletzt), Vauclair (gesperrt), Zackrisson, Riva (beide überzählig). Merzlikins pariert Penalty gegen Herzog (1'), Lattenschuss Hofmann (58'), HC Lugano von 58:25 bis 60:00 ohne Goalie, Time Out HC Lugano (58:31).

09.03.2017

Wie eine Wand

Mit dem knappsten aller möglichen Resultate gehen die ZSC Lions gegen Lugano 2:1 in Führung. Geering erzielt den goldenen Treffer, derweil sich Schlegel nicht bezwingen lässt.

Wie eine Wand hütet Niklas Schlegel, der den Vorzug gegenüber Lukas Flüeler erhält, das Tor der Zürcher. Und wie eine Wand stehen die Zuschauer hinter ihrem ZSC. Zwei Faktoren, die heute massgeblich zum unglaublich wichtigen Sieg beitragen. Es ist nicht der HC Lugano, der das Break realisiert, sondern die Löwen, welche in der Serie wieder vorlegen können. 2:1 heisst es jetzt. Und das ermöglicht dem Stadtklub eine grosse Chance im Hinblick auf Spiel vier. Bei den Tessinern dagegen erhöht sich der Druck beträchtlich.

Schlüsselmomente

Dabei hätte das Duell im Hallenstadion gut und gerne auch auf die Seite der Bianconeri kippen können, die sich gegen nervöse Hausherren lange schadlos halten und selber ausgezeichnete Möglichkeiten besitzen. Doch Schlegel pariert sowohl gegen den alleine anstürmenden Hofmann, wie auch den Rebound von Sannitz aus kurzer Distanz sowie Bürglers Geschoss aus bester Abschlussposition. Dazu retten Pfosten und Latte je einmal für den Zett, dessen zweiter Shutout der Saison tatsächlich Tatsache wird. „Wir machten die Räume so eng wie möglich, waren aber trotzdem auf einen super Schlegel angewiesen“, meint Patrick Geering später. Er ist es, der in den Schlüsselmomenten im Mitteldrittel seine Finger im Spiel hat. Zuerst stemmen sich Geering und zwei Kollegen erfolgreich gegen eine lange doppelte Lugano-Überzahl. Dann, nach 39 Minuten und 40 Sekunden, markiert der Verteidiger in einem der zahlreichen ZSC-Powerplays das einzige Tor des Abends. Fabrice Herzog sowie Reto Schäppi leisten vor Elvis Merzlikins wertvolle Arbeit, indem sie dem abermals starken Goalie die Sicht nehmen.

Eine Zitterpartie

Das 1:0 befreit die Mannen von Hans Wallson spürbar, den Schlussabschnitt diktieren diese fast nach Belieben. Aber obwohl Lugano phasenweise platt wirkt, bleibt es bis zur allerletzten Sekunde eine Zitterpartie. Ohne Torhüter und mit sechstem Feldspieler probiert der HCL im Finish nochmals alles. Erfolglos. Wie es sich anfühlt, den Ausgleich in extremis nicht mehr zu schaffen, kennen die Blauweissroten aus eigener Erfahrung. Das sind sehr bittere Momente, mit denen nun die Tessiner zurechtkommen müssen.

(Sandro Frei)


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ZSC Lions - HC Lugano: Alle ZSC-Tore und Patrick Geering im Interview.