Telegramm

16.03.2017 20:15 | Resega
Zuschauer: 7'373

HC Lugano
2 : 1
2:0 / 0:1 / 0:0
ZSC Lions
2
Tore
1
19
Torschüsse
28
7
Strafen 2’
7
Torschützen
12’ (Zackrisson, Klasen) Bürgler
1:0
13’ (Bertaggia, Sannitz) Vauclair
2:0
2:1
23’ (Wick, Geering) Thoresen
Aufstellung HC Lugano
Tor: Merzlikins (Manzato)
1: Furrer, Chiesa | Klasen, Zackrisson, Bürgler
2: Vauclair, Ulmer | Hofmann, Sannitz, Bertaggia
3: Wilson, Hirschi | Romanenghi, Lapierre, Fazzini
4: Ronchetti, Morini | Reuille, Gardner, Walker
Aufstellung ZSC Lions
Tor: Schlegel (Flüeler)
1: Siegenthaler, Blindenbacher | Thoresen, Suter, Wick
2: Geering, Rundblad | Kenins, Sjögren, Herzog
3: Marti, Seger | Schäppi, Trachsler, Künzle
4: P. Baltisberger, Bachofner | Pestoni, Shannon, C. Baltisberger
Linus Klasen
Topskorer
Patrick Thoresen
Julien Vauclair
Best Player
Patrick Thoresen
Schiedsrichter
Mollard, Vinnerborg | Castelli, Wüst
Bemerkungen

ZSC Lions ohne Nilsson (verletzt), Guerra (überzählig). Lugano ohne Kpargahi, Brunner (beide verletzt), Martensson, Fontana, Sartori, Riva (alle überzählig). Lattenschuss Hirschi (49'), Bürgler scheidet verletzt aus (50'), ZSC Lions von 58:10 bis 59:00 und von 59:10 bis 60:00 ohne Goalie. Time Out ZSC Lions (59:54).

16.03.2017

ZSC Lions sind ausgeschieden

Nein, die ZSC Lions bringen die Serie nicht zurück nach Zürich, müssen stattdessen ihre Saison erneut frühzeitig beenden. Sie bleiben in Spiel sechs trotz beherzter Leistung ohne Abschlussglück. Es hat nicht sollen sein.

Dieses Ausscheiden ist schwer zu begreifen. Lugano, das spielerisch wenig zur Serie beitrug, qualifiziert sich mit 4:2-Siegen letztlich ungefährdet für den Playoff-Halbfinal, derweil überlegene Zürcher zu früh Ferien buchen müssen. Der Zett hat es verpasst, im Tessin einen vorentscheidenden Auswärtserfolg zu landen, als er in der Serie 1:0 und 2:1 vorne lag. Mit der kapitalen Niederlage am vergangenen Dienstag kippte das Momentum auf die Seite der Bianconeri. Und dieses liessen sie sich nun vor eigenem Anhang nicht mehr nehmen, wandelten es stattdessen in einen Heimsieg verbunden mit dem Weiterkommen um.

Tödlicher Doppelschlag

Einmal mehr schafften es die Löwen in der Resega nicht, das erste Tor zu schiessen, obwohl sie dies bereits wenige Sekunden nach Spielbeginn hätten tun müssen. Und ein paar Minuten später 2:0 oder sogar 3:0 hätten führen sollen. Aber effizient trat zum wiederholten Mal nur der HC Lugano auf, der nach zwölf Zeigerumdrehungen innert 38 Sekunden den entscheidenden Doppelpack schnürte. Bürgler sorgte im Powerplay mit der ersten Chance überhaupt für das 1:0, dann nützte Vauclair die Unordnung in der ZSC-Defensive zum 2:0 aus, die nach Siegenthalers schmerzhaften Kopf-an-Kopf-Zusammenstosses mit Bertaggia entstanden war. Der Zürcher, den es schlimmer erwischte, blieb liegen, währenddem Bertaggia zum Assist ansetzte. Wenn es nicht läuft, dann läuft es nicht.

Nur Thoresen trifft

Zum Schlüsselspieler, der fortan das Comeback der Gäste verhinderte, avancierte Goalie Merzlikins, dem wiederum blitzartige Reflexe und starke Paraden gelangen. 27 von 28 Schüssen wehrte er bravourös ab, der Rest flog daneben oder, vor allem, über den Kasten der Tessiner. Nur Thoresen brachte die Scheibe an Merzlikins vorbei – in doppelter Überzahl, als das Tor nach einem Wick-Querpass völlig offen gestanden war (23’). Lugano verteidigte teilweise heldenhaft, teilweise aber auch mehr schlecht als recht. Der HCL war vom intensiven Wirken des Wallson-Ensembles öfters überfordert, als es ihm lieb sein konnte. Dennoch freuen sich die Panther letzten Endes über den Halbfinaleinzug. Wie sie dieses Kunststück vollbrachten, das werden sie in der Resega wahrscheinlich noch lange nicht wissen...

(Sandro Frei, Lugano)