Telegramm

11.03.2017 19:45 | Resega
Zuschauer: 7'604

HC Lugano
3 : 2
1:1 / 2:1 / 0:0
ZSC Lions
3
Tore
2
19
Torschüsse
26
5
Strafen 2’
4
0
Strafen 5’
1
0
Strafen 20’
1
Torschützen
14’ (Bürgler, Sartori) Sannitz
1:0
1:1
20’ (Geering, Rundblad) Herzog
28’ (Furrer, Fazzini) Bürgler
2:1
2:2
29’ (Seger, Suter) Marti
40’ (Klasen, Fazzini) Zackrisson
3:2
Aufstellung HC Lugano
Tor: Merzlikins (Manzato)
1: Chiesa, Furrer | Klasen, Zackrisson, Fazzini
2: Wilson, Ulmer | Hofmann, Martensson, Bertaggia
3: Ronchetti, Hirschi | Romanenghi, Sannitz, Bürgler
4: Sartori, Morini | Reuille, Gardner, Walker
Aufstellung ZSC Lions
Tor: Schlegel (Flüeler)
1: Siegenthaler, Blindenbacher | Wick, Suter, C. Baltisberger
2: Geering, Rundblad | Kenins, Schäppi, Herzog
3: Marti, Seger | Pestoni, Trachsler, Künzle
4: P. Baltisberger, Guerra | Hinterkircher, Shannon, Bachofner
Linus Klasen
Topskorer
Roman Wick
Dario Bürgler
Best Player
Fabrice Herzog
Schiedsrichter
Koch, Wehrli | Bürgi, Kovacs
Bemerkungen

ZSC Lions ohne Sjögren, Nilsson (beide verletzt), Thoresen (gesperrt). HC Lugano ohne Kpargahi, Brunner, Fontana (alle verletzt), Vauclair, Lapierre (beide gesperrt), Riva (überzählig). ZSC Lions von 58:45 bis 60:00 ohne Goalie, Time Out ZSC Lions (59:54).

11.03.2017

Löwen bitter bestraft

Lugano entscheidet Spiel vier mit zwei Powerplaytoren und gleicht die Serie wieder aus. In die heikelste Szene des Abend ist Severin Blindenbacher involviert. Und der Linienrichter.

Es läuft die 38. Minute in der Resega beim Stand von 2:2, als Lugano einen Konter fährt. Verteidiger Blindenbacher will so schnell wie möglich zurückeilen, um noch in die gefährliche Szene eingreifen zu können. Doch Linseman Bürgi steht ihm im Weg, nimmt sogar eine blockierende Haltung ein. Blindenbacher versucht sich zu lösen, stösst dabei den Unparteiischen weg. Ein Reflex in der Hektik mit bösen Folgen: Nach Beratung des Schiedsrichterquartetts wird der Zürcher mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vom Feld verwiesen. Während der Strafe gegen Blindenbacher entscheidet Lugano den Match. Zackrisson trifft im Powerplay zum 3:2, dem Game-Winning-Goal. Vielleicht blieb den Refs gar keine andere Wahl, als den Verteidiger unter die Dusche zu schicken. Trotzdem ist das für den ZSC extrem bitter, denn Absicht steckte bestimmt keine hinter dieser Aktion. Sie lief für Blindenbacher ganz einfach sehr, sehr unglücklich. Das sehen hoffentlich auch jene Personen so, die das Verfahren beurteilen werden.

Parallelen erkennbar

Ansonsten ähnelt die Partie der letzten hier im Tessin, als die Lions ebenfalls nur immer das Skore ausgleichen konnten, nicht aber selber in Führung zu gehen vermochten. Bei Gleichzahl ist der Stadtklub überlegen, teilweise sogar deutlich. Doch im Play-off, und gerade in dieser umkämpften, strafenreichen Serie, avancieren Überzahl- respektive Unterzahlspiel zum Schlüssel. Und da sind die Bianconeri heute erfolgreicher. Zwar noch nicht mit dem ersten Powerplaytor Bürglers, aber mit dem zweiten von Zackrisson bindet das Heimteam den Zett entscheidend zurück. Dessen zwischenzeitliches 1:1 durch Herzog kommt zwar ebenfalls mit einem Mann mehr zu Stande. Es bleibt allerdings das einzige Erfolgserlebnis der so genannten Special Teams – auch darum, weil Lugano manchmal viel Glück besitzt.

Dranbleiben

Mit Schlegel zwischen den Pfosten, den beiden Youngsters Bachofner und Hinterkircher, aber ohne die beiden besten Skorer Nilsson (Saisonende) und Thoresen (gesperrt) sowie den weiterhin verletzten Sjögren wehrt sich der ZSC im explosiven Resega-Klima beachtlich gut. Das müssen die Zürcher auch, denn geschenkt wird ihnen nichts. Am Dienstag im Hallenstadion wartet der nächste schwere Match auf sie. Dranbleiben und weiter Gas geben, heisst das Motto.

(Sandro Frei, Lugano)

HC Lugano vs ZSC Lions

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Viertelfinal 4 | HC Lugano - ZSC Lions 3:2
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