Telegramm

07.03.2017 19:45 | Resega
Zuschauer: 6'143

HC Lugano
4 : 3
2:1 / 0:1 / 2:1
ZSC Lions
4
Tore
3
24
Torschüsse
41
4
Strafen 2’
4
Torschützen
1’ (Wilson) Klasen
1:0
1:1
4’ (Thoresen) Suter
18’ Gardner
2:1
2:2
35’ (Wick, Shannon) Pestoni
45’ (Chiesa, Lapierre) Fazzini
3:2
53’ (Klasen, Sannitz) Fazzini
4:2
4:3
55’ Rundblad
Aufstellung HC Lugano
Tor: Merzlikins (Manzato)
1: Furrer, Chiesa | Klasen, Martensson, Bürgler
2: Wilson, Ulmer | Reuille, Lapierre, Fazzini
3: Ronchetti, Hirschi | Hofmann, Sannitz, Bertaggia
4: Riva, Romanenghi | Morini, Gardner, Walker
Aufstellung ZSC Lions
Tor: Flüeler (Schlegel)
1: Siegenthaler, Rundblad | Thoresen, Suter, Herzog
2: Geering, Blindenbacher | Wick, Shannon, Pestoni
3: Marti, Seger | Kenins, Schäppi, Künzle
4: Guerra, P. Baltisberger | C. Baltisberger, Trachsler, Bachofner
Linus Klasen
Topskorer
Patrick Thoresen
Elvis Merzlikins
Best Player
Pius Suter
Schiedsrichter
Mollard, Vinnerborg | Gnemmi, Obwegeser
Bemerkungen

ZSC Lions ohne Sjögren, Nilsson (beide verletzt). HC Lugano ohne Brunner, Kpargahi (beide verletzt), Vauclair (gesperrt), Zackrisson, Fontana (beide überzählig). Pfostenschuss Hofmann (37'), Time Out ZSC Lions (57:59), ZSC Lions von 57:59 bis 60:00 ohne Goalie.

07.03.2017

Packender Fight, knappe Niederlage

Der zweite Viertelfinal endet mit demselben Ergebnis wie der erste, nur diesmal zu Ungunsten der ZSC Lions. Lugano zeigt sich erneut abschlussstark. 

Die Niederlage in der Resega ist nicht leicht zu erklären. So wie nie, wenn die unterlegene Mannschaft eigentlich vieles richtig macht, sprich Präsenz zeigt, Zweikämpfe gewinnt und zu Möglichkeiten kommt. Wenn man bei den Zürchern die Chancenverwertung bemängelt in einer Partie, die sie wahrscheinlich hätten gewinnen müssen, dann muss man auf der anderen Seite auch Luganos Ausbeute loben. Allzu sehr entfaltet sich der Tessiner Sturm nicht. Aber Anerbietungen von gegnerischen Spielern – ein missglückter Befreiungsschlag, ein Puckverlust hinter dem eigenen Kasten und ungenügende Deckungsarbeit davor – nutzt das Heimteam schamlos aus. Klasen, Gardner, Fazzini und bei angezeigter Strafe nochmals der Youngster erzielen jene vier Tore, die sich für den Stadtklub als zu grosse Hypothek erweisen.

Lettische Fanghand

Dabei erweckt der ZSC lange den Eindruck, als könnte er auch im zweiten Duell reüssieren. Pius Suter und Inti Pestoni sorgen mit ihren jeweiligen Ausgleichstreffern dafür, dass das Resultat nach 40 Minuten alles offen lässt, obschon eine Führung zutreffender gewesen wäre. Doch im dritten Abschnitt macht Lugano aus mickrigen sechs Schüssen zwei Tore und zieht mit 4:2 davon, während die Gäste nur noch den Anschlusstreffer durch Rundblad markieren. Zwar liegt das 4:4 in der Luft, aber Zentimeter fehlen, um sich in die Verlängerung zu retten. Oder, wie im Fall von Thoresens Rebound 90 Sekunden vor der Sirene, der Puck verschwindet in der blitzartigen Fanghand von Best Player Merzlikins, dem lettischen Goalie der Bianconeri. Dafür ist wohl der Begriff ‚Big Save’ erfunden worden.

Gardners Pfostenschuss in Fribourg

Hätten die Löwen tatsächlich noch den Ausgleich geschossen, wäre er vermutlich zu einem Schlüsselmoment geworden. Denn während dem letzten Zürcher Anrennen verfehlen sowohl Bertaggia als auch Lapierre auf klägliche Art und Weise das leere ZSC-Gehäuse. Ryan Gardner, damals noch in Diensten der Blauweissroten, passierte das einmal in Fribourg. Der legendäre Pfostenknaller, der sich schmerzhaft rächte. Diesmal blieb die Rache aus. Und deshalb beginnt die Serie am Donnerstag wieder bei null.

(Sandro Frei, Lugano)

HC Lugano vs ZSC Lions

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Viertelfinal 2 | HC Lugano - ZSC Lions 4:3
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