Matchbericht
Der HCD setzt sich gegen den ZSC auch im fünften Anlauf durch.

Der HCD setzt sich gegen den ZSC auch im fünften Anlauf durch.

Lukas Flüeler steht vor allem im zweiten Drittel unter Beschuss, meistert die Sache aber vorbildlich.

Lukas Flüeler steht vor allem im zweiten Drittel unter Beschuss, meistert die Sache aber vorbildlich.

Seine Vorderleute lassen die Davoser aber zu viel gewähren.

Seine Vorderleute lassen die Davoser aber zu viel gewähren.


ZSC mit erster Niederlage im 2012

15.01.2012

HC Davos - ZSC Lions 4:1 (2:0/1:1/1:0)

Nach vier Siegen in Serie zieht der ZSC heute Nachmittag wieder einmal den Kürzeren - logischerweise gegen den HC Davos.

Auch im fünften Anlauf können die ZSC Lions den HCD nicht bezwingen. Die Bündner sind spätestens seit heute zum Angstgegner mutiert. Zwar verläuft die heutige Partie wie die Duelle davor ausgeglichen, diesmal sorgt die Davoser Cleverness für den Unterschied. Ein verdeckter Weitschuss von der blauen Linie und zwei Ablenker-Tore bescheren dem Heimteam bis zur Spielmitte einen 3:1 Vorsprung. Ähnlich wie der ZSC vor Wochenfrist in Kloten macht der HCD seine Tore zum richtigen Zeitpunkt. Vor allem im ersten Drittel, als die Löwen klar am Drücker sind, legen die Davoser mit zwei Treffern den Grundstein zum Sieg. "Solche Ablenker gelingen uns noch zu wenig", sieht CEO Peter Zahner nach dem Spiel einen Grund, wieso es bei der Mannschaft von Arno Del Curto einfacher zu Toren gereicht hat als bei jener von Bob Hartley.


Flüeler chancenlos

Es ist in der Tat jenes Mittel, das heute grosse Wirkung erzeugt. Sowohl Untersander beim 2:0 als auch Marha beim 3:1 in Überzahl geben dem Puck mit ihren Ablenkern die entscheidende Richtungsänderung und verunmöglichen Lukas Flüeler eine Abwehr. Der Goalie der Zürcher zeigt unter "normalen" Umständen einige tolle Paraden. Insbesondere nach dem 3:1, als Flüeler regelmässig gefordert wird, hält er sein Team im Spiel. In der 38. Minute gelingt dem eigentlich schon geschlagenen Keeper gegen Sciaroni gar ein Big Save, indem er die Scheibe auf halber Höhe mit seinem Stock gerade noch rechtzeitig blockieren kann.


Gegen Ende kopflos

Cuntis zwischenzeitlicher Anschlusstreffer zum 2:1 nach einem mustergültigen Konter sollte aber das einzige Tor der ZSC Lions bleiben. Im letzten Abschnitt rennt der Zett etwas kopflos an und macht das Verteidigen den Bündnern nicht allzu schwer. Diese respektive Marha betreibt mit dem 4:1 ins leere Tor zum Schluss noch Resultatkosmetik. "Der HCD war kaltblütiger und besser im Powerplay", resümiert Zahner. Die Davoser hätten eine unglaublich gute Special-Team-Formation, da habe der ZSC sicher noch Reserven. Die Löwen verlieren die heutige Affiche aber nicht aufgrund eines schwachen Powerplays. Viel mehr verpasste es der Zett zu Beginn, in Führung zu gehen. Womit wir auch wieder beim berüchtigten Momentum angelangt wären.

(Sandro Frei)

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