
Gute Paraden und dennoch eine unglückliche Figur abgegeben: Ari Sulander.

Der ZSC kontrolliert Gegner Fribourg gut, verliert am Ende aber trotzdem.

Ambühl drückt den Puck nach 18 Minuten aus kurzer Distanz über die Linie.

Das Netz hinter Huet bewegt sich nur drei Mal, dabei feuern die Löwen 33 Schüsse ab.
Unverdiente Niederlage für die Lions
ZSC Lions - HC Fribourg-Gottéron 3:4 n.P. (1:1/1:0/1:2/0:1)
Zum zweiten Mal hintereinander bringen die ZSC Lions zu Hause einen knappen Vorsprung nicht über die Zeit und müssen sich im Penaltyschiessen geschlagen geben. Im Vergleich zum Ambri-Match machen sie allerdings heute vieles richtig.
Den Mannen von Bob Hartley gelingen gegen Fribourg sehenswerte Kombinationen, die sie immer wieder in gefährliche Abschlusspositionen bringen. Auch das Powerplay überzeugt seit langem wieder einmal. Die Scheibe gleitet direkt von Spieler zu Spieler und der Schuss wird schnell gesucht. In der Nati-Pause wurde offensichtlich gut gearbeitet. Das einzige aber entscheidende Manko im Duell gegen Gottéron: Der Puck findet nicht den Weg ins Tor, sondern bleibt an Goalie Huet hängen. Er ist heute der Fels in Fribourgs Brandung.
"Wir hätten es nach Hause bringen müssen"
Es braucht schon besondere Aktionen, um den Schlussmann der Gäste zu bezwingen. So wie bei den drei Treffern, die der ZSC insgesamt bewerkstelligt: Ambühl profitiert beim 1:1 von einer freiliegenden Scheibe im Slot, Tambellini setzt den Puck bei seinem ersten Tor gezielt über Huets Schulter unter die Latte und reüssiert zum zweiten Mal mittels Shorthander, weil der Keeper Fribourgs samt Puck über die Linie rutscht. Es ist das 3:2, die zweite ZSC-Führung an diesem Abend und sie fällt neun Minuten vor Schluss. Aber sie reicht nicht zu drei Punkten. Gamache gleicht 157 Sekunden vor Schluss wieder aus, indem er einen Abpraller bei Sulander verwertet. "Die Routiniers erledigten ihren Job nicht", schimpft später Trainer Hartley. "Diese Partie hätten wir nach Hause bringen müssen", konstatiert indes Cyrill Bühler. Auch im Shootout bleibt dies den Löwen verwehrt. Nur Tambellini trifft, während auf der Gegenseite Brügger, Sprunger und Gamache allesamt cool die Lücke zwischen Sulanders Beinen finden. So bleibt dem Zett am Schluss nur ein Zähler.
Zu kleiner Vorsprung
Nicht zum ersten Mal war der Vorsprung der Lions in der regulären Spielzeit gemessen an den Spielanteilen und Torschüssen (heute 33:18) zu klein. Dies weiss auch Bühler: "Eine zwei oder drei Tore Führung würde vieles vereinfachen." Stattdessen lassen die Stadtzürcher ihren Gegner am Leben, wie auch heute. Fribourg agiert nicht unwiderstehlich, dafür aber kaltblütig. Das 0:1 nach neun Minuten (Gamache) entsteht etwa aus der ersten Gelegenheit. Das 2:2 durch Jeannin (44') fällt im Powerplay, nachdem Sulander das Spiel verzögert hatte. "Ein Punkt pro Match bringt uns nicht in die Play-off", weiss Bob Hartley, dass es wieder Vollerfolge braucht. Da Servette heute verloren hat, ist der Abstand auf den ersten Play-out Platz sogar um einen Punkt auf fünf angewachsen. "Was unsere Gegner machen, interessiert mich nicht", meint der ZSC-Coach dazu. Dass die Direktbegegnung in Genf am Freitag von grosser Bedeutung sein wird, dies wird Hartley hingegen genau wissen.
(Sandro Frei)






























