Löwen um Antwort nicht verlegen
EHC Biel - ZSC Lions 2:5 (0:1/1:1/1:3)
Im Powerplay bringt Pittis den ZSC heute zum dritten Mal in Führung, die sich die Löwen folgend nicht mehr nehmen lassen. Dank diesem Dreier beträgt der Vorsprung auf den direkten Strichkonkurrenten Biel nun wieder sechs Punkte.
Bereits 30 Sekunden nachdem Reto Berra das Eis im Spiel gegen Zug verletzt verlassen musste sei der erste Anruf beim Medienchef eingegangen, ob er schon mehr über den Zustand des Bieler Goalies wisse. Das Interesse und die Besorgnis rund um die "Lebensversicherung" der Seeländer ist gross, das zeigt diese Anekdote. Nicht zuletzt die Löwen bissen sich vor sieben Tagen an Berra die Zähne aus. Heute dauert es nur 16 Sekunden, ehe der Keeper das erste Mal hinter sich greifen muss. Nach einem flachen Schuss von Murphy hält Tambellini den Stock hin und lenkt den Puck unhaltbar in den Netzhimmel ab. Das nötige Glück steht in dieser Szene dem Zürcher zur Seite. Auch danach vermag Berra das schwarze Spielgerät nicht im gleichen Ausmass anzuziehen wie noch vor Wochenfrist - den ZSC Lions gelingen vier weitere Treffer. Es ist zwar keine süsse Revanche, dafür aber eine umso wichtigere!
Im Powerplay in Richtung Sieg
Die - in Anbetracht der Bedeutung - relativ gemächliche Partie verläuft allerdings nicht so klar, wie es das Schlussresultat vermuten lässt. Das Heimteam kann durch Bordeleau (1:1) und Ehrensperger (2:2) nämlich zwei Mal einen Rückstand wieder wettmachen. Der ZSC ist jedoch nie um eine Antwort verlegen. Cunti nach schönem Schommer Pass (1:2) und Pittis in Überzahl (2:3) bescheren dem Stadtklub jeweils wieder einen Vorsprung. "Der richtige Zeitpunkt für einen Treffer im Powerplay", freut sich Bob Hartley. Stimmt, denn das Tor von Pittis ist das Game-Winning-Goal. Kenins aus dem Slot und Schäppi mittels präzisem Hocheckschuss gestalten die Angelegenheit erst in den Schlussminuten eindeutig.
"Jedes Spiel ein Kampf"
Die defensive Taktik der Gäste geht optimal auf. Zum einen halten die Lions den EHC Biel gut in Schach, zum anderen agiert die Hartley-Truppe in den entscheidenden Momente vor Berra kaltblütig. "Die Tore haben uns Vertrauen gegeben", weiss der Headcoach, der sogleich nach vorne blickt. Jedes der noch verbleibenden acht Spiele werde ein Kampf, meint Hartley. Mit Servette und Biel sitzen dem Zett zwei Teams im Nacken, die je sechs Zähler weniger haben. Viel ist das nicht. Darum tut der Zett gut daran, bereits am kommenden Sonntag die nächste gute Leistung abzurufen. Und zwar im Derby in Kloten.
(Sandro Frei, Biel)

































