
Erleichterung pur bei Mathias Seger: Mittels Doppelpack rettet er sein Team.

Die Lücke gefunden: Ambühl verwertet seinen Penalty mit der nötigen Portion Glück.

McCarthy gegen Pelletier: Einfach machen es die Tigers dem ZSC heute nicht.

Zwei Drittel lang fliegen leider nicht die Pucks in den Kasten von Urban Leimbacher.
"Stürmer" Seger - ZSC im späten Glück
ZSC Lions - SCL Tigers 4:3 n.P. (1:1/0:2/2:0/1:0)
Dank eines Schlussspurts sowie "Stürmer" Mathias Seger bezwingt der ZSC die SCL Tigers doch noch und sichert sich damit zwei wichtige Punkte.
"Die Fans sind ein glaubhafter Spiegel, was das Gezeigte unten auf dem Eis betrifft", berichtet ein sichtlich erleichterter Bob Hartley im Anschluss an die Partie. Die zwischenzeitlichen Pfiffe der Zuschauer sind demnach genau so angebracht wie das wieder besser gesinnte Publikum zum Schluss. Zwei Drittel lang tut sich der Zürcher Löwe gegen den Langnauer Tiger extrem schwer. Der enttäuschende Auftritt zieht den Unmut der Fans berechtigerweise auf sich. "Nach dem ersten Gegentor verloren wir unsere Linie, spielten keine guten Pässe und trafen keine gute Entscheidungen mehr", sieht der ZSC-Coach die Ursache für die lange Zeit fehlerhafte Performance seines Teams. Den angesprochenen Treffer realisieren die Gäste respektive Popovic in einer doppelten Überzahl - Bühler und Tambellini (wieso eigentlich?) sitzen in der Kühlbox. Die frühe Führung von Down, der nach einem Konter das nötige Glück im Abschluss besitzt, ist damit dahin.
Löwen dem 1:4 nahe
Die Emmentaler nutzen die Schläfrigkeit der ZSC Lions folglich geschickt aus. Rexha freistehend aus dem Slot und McLean in Unterzahl bescheren Langnau bis zur zweiten Pause eine 3:1-Führung. Der Zett ist im Mittelabschnitt zwischenzeitlich gar dem 1:4 näher als dem 2:3. In dieser heiklen Phase hält Lukas Flüeler seine Jungs aber im Spiel. Zum Glück! Denn in den letzten 20 Minuten legt der Stadtklub endlich jenes Tempo und jene Power an den Tag, die er zuvor lange vermissen liess. Dafür werden die Zürcher prompt belohnt. Ausgerechnet Captain Seger, der im zweiten Drittel noch eine hundertprozentige Chance auslässt, orchestriert die Aufholjagd. In Stürmermanier prescht er zwei Mal erfolgreich in die Offensive und besorgt sowohl das 2:3 (47') wie auch den 3:3 Ausgleich (54'). Kenins und Schommer brillieren jeweils mit einem tollen Assist.
Ambühl / Monnet im Shootout
"Ein riesiger Effort von der Mannschaft und natürlich Seger", lobt Bob Hartley. In der Tat, denn dieser Effort bewahrt den Zett vor einer erneuten Niederlage. Es wäre die vierte in Serie gewesen. So aber schiessen Ambühl und Monnet ihre Farben ins späte Penalty-Glück. Während Ambühl etwas glücklich die Lücke zwischen Goalie-Schoner und Pfosten findet, verwertet Monnet cool backhand. Abgeklärtheit, die man sich von den Lions heute bereits früher erwünscht hätte. Dann wären die Fans auch nicht erst gegen Ende glücklich geworden ab ihrem ZSC...
(Sandro Frei)






























