Lions verlieren Direktduell deutlich
EHC Biel - ZSC Lions 4:0 (1:0/1:0/2:0)
Zum ersten Mal seit 18 Spielen verlieren die ZSC Lions wieder eine Begegnung gegen den EHC Biel. Die 4:0-Pleite heute bringt den Zett dem Strich bedrohlich nahe.
So klar, wie das Schlussresultat vermuten lässt, ist das Spiel keineswegs. Der Startabschnitt verläuft ausgeglichen, wobei das Heimteam gefährlichere Distanzschüsse verzeichnet, die Gäste dafür unmittelbar vor dem Tor viel versprechender auftauchen. "Da hätten wir den Gegner mit einem Tor in die Schranken weisen müssen", analysiert ZSC-Trainer Hartley. Ein Bully-Goal von Ehrensperger beschert schliesslich Biel kurz vor der ersten Sirene das 1:0. Danach treten die Löwen dominanter auf. Sie kontrollieren die Partie im Mitteldrittel gut, werden in ihren Versuchen allerdings durch zwei Strafen gebremst. Eine davon nutzt Biel zum 2:0. Bordelau wartet am weiten Pfosten und verwertet eiskalt. Kenins, der nur das Metall trifft (25'), Pittis mit einem Ablenker haarscharf am Tor vorbei (34'), Bastl alleine vor Berra (36'), Tambellini solo und Ambühl im Nachschuss (40') bleiben für die Zürcher allesamt erfolglos. Darum ist der ZSC nach zwei Dritteln mit dem Resultat schlecht bedient.
Dem Strich nahe
Leider vermag der Stadtklub in den letzten 20 Minuten keine Akzente mehr zu setzten. Ganz anders die Seeländer, die noch zwei sehenswerte Angriffe in petto haben. Nach 45 Minuten verlädt Haas zuerst McCarthy und schliesst dann Backhand zum 3:0 ab. Wenige Zeigerumdrehungen später verwertet Zigerli einen genau getimten Querass von Wieser zum 4:0. Der danach eingewechselte Sulander bewahrt sein Team unter anderem im 1:1 gegen Zyuzin vor einer noch höheren Niederlage. Dank diesen drei Zählern - die ersten vom EHCB gegen die Löwen seit Oktober 1994 - sind die Bieler nach Verlustpunkten vor den ZSC Lions klassiert. Der Zett dagegen ist dem Strich nun wieder so nahe wie schon lange nicht mehr.
Kampf um Play-off Platz
"Dass Kenins erneut der beste Spiele war, kann nicht sein", fordert Bob Hartley seine arrivierten Schützlinge zu mehr Leadership auf. Man sei zu schnell zufrieden beim ZSC, dies müsse er ändern. Erste Korrekturen kann der Trainer der Löwen innerhalb der nächsten Woche anbringen, ehe die Stadtzürcher in Lugano ran müssen. Ran zum Kampf um einen Play-off Platz.
(Sandro Frei, Biel)































