Matchbericht
Ein Tor und zwei Assists: Bürgler ist einer der heutigen Davoser Erfolgsgaranten.

Ein Tor und zwei Assists: Bürgler ist einer der heutigen Davoser Erfolgsgaranten.

Flüeler hat vor allem im Mitteldrittel viel zu tun.

Flüeler hat vor allem im Mitteldrittel viel zu tun.

Der ZSC-Goalie wehrt sich aber mit Erfolg. Hier gegen Willi.

Der ZSC-Goalie wehrt sich aber mit Erfolg. Hier gegen Willi.

Der HCD setzt sich am Ende nicht unverdient durch.

Der HCD setzt sich am Ende nicht unverdient durch.


HCD-Paradelinie entscheidet Spiel

22.11.2011

ZSC Lions - HC Davos 1:3 (0:1/1:0/0:2)

Nach dem Derbyhoch folgt das HCD-Tief. Die ZSC Lions verlieren gegen Davos zu Hause mit 1:3. Bereits zum vierten Mal verlassen die Löwen das Eis gegen die Bündner ohne Punkte.

"Ich habe das Gefühl, dass wir Davos in jedem Spiel dominieren. Wieso es nicht klappt, weiss ich nicht", gibt ein sichtlich ratloser Luca Cunti nach der Partie zu Protokoll. Tatsächlich wären in allen bisherigen vier Aufeinandertreffen ein Zürcher Sieg möglich gewesen. Ein Erfolg gegen den HCD will dem ZSC aber einfach nicht gelingen. Heute geben die Löwen den Match im Schlussdrittel her, als Davos mit zwei frühen Toren auf 1:3 davonziehen kann. Reto Von Arx profitiert beim 1:2 nach nur 29 Sekunden von einer unglücklichen Weiterleitung Geerings. Dem 1:3 durch Taticek nach 45 Minuten geht ein krasser Wechselfehler der Lions voraus. "Wir verteilten Geschenke", meint Trainer Hartley später. Der Killerinstinkt des amtierenden Meisters habe schliesslich den Ausschlag gegen den ZSC und für den HCD gegeben. Es ist insbesondere der Killerinstinkt von der Paradelinie um Von Arx, Taticek und Bürgler, die an allen drei Treffern beteiligt ist.


Unvermögen und Pech

Dass die ZSC Lions nach dem Rückstand nicht mehr reagieren können, hat mit Unvermögen und Pech zu tun. Monnet bringt den Puck etwa nicht im offenstehenden Gehäuse unter. "Den muss er machen", weiss Hartley. Bereits etwas früher klatscht McCarthys Schuss von der Latte ins Aus. Auch das Powerplay ist mitschuldig für die erneute Niederlage. In total acht Minuten Überzahl kreieren die Stadtzürcher nur selten Gefahr. "Wir zerstörten unser Powerplay mit schlechten Pässen gleich selber", analysiert der Coach. Bei Gleichzahl verpasst es das Heimteam vor allem in den ersten 20 Minuten, sich einen Vorsprung zu erspielen. Dort ist der Zett zwar mehrheitlich in Scheibenbesitz, er befördert den Puck aber zu wenig in Richtung des Davoser-Kastens. Und wenn, dann pariert Genoni gewohnt stark. Stattdessen liegen die Gäste dank eines mustergültigen Kontertores von Bürgler in Front.


Umgekehrte Vorzeichen

Spätestens im zweiten Abschnitt liefern die Bündner auch spielerisch Argumente für einen Sieg. Zur Spielmitte drückt der förmlich HCD auf das 0:2, an Flüeler gibt es in dieser Phase aber kein vorbeikommen. 49 Sekunden vor der zweiten Sirene zappelt der Puck dafür auf anderen Seite im Netz. Nylander trifft entgegen dem Spielverlauf zum 1:1. Die ersten beiden Drittel laufen also unter umgekehrten Vorzeichen. Es ist die Kaltschnäuzigkeit der ersten Davoser Formation im Schlussabschnitt, die das heutige Duell einmal mehr zu Ungunsten der ZSC Lions entscheiden.

(Sandro Frei)

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