Matchbericht
Die Miene von Monnet verrät alles: Gegen Biel ist es für den ZSC zum Verzweifeln.

Die Miene von Monnet verrät alles: Gegen Biel ist es für den ZSC zum Verzweifeln.

Die Gäste agieren viel kaltblütiger - hier bewerkstelligen sie das Game-Winning-Goal (2:3).

Die Gäste agieren viel kaltblütiger - hier bewerkstelligen sie das Game-Winning-Goal (2:3).

Es blieb beim einen Ausrutscher. Biels Berra können die Lions nicht weiter in Verlegenheit bringen.

Es blieb beim einen Ausrutscher. Biels Berra können die Lions nicht weiter in Verlegenheit bringen.

Zwischenzeitlich sah es gut aus im Hallenstadion. Geerings 2:1 blieb aber der letzte Treffer der Löwen.

Zwischenzeitlich sah es gut aus im Hallenstadion. Geerings 2:1 blieb aber der letzte Treffer der Löwen.


Ein Abend zum Verzweifeln

17.01.2012

ZSC Lions - EHC Biel 2:5 (2:1/0:2/0:2)

Die ZSC Lions scheitern gegen den EHC Biel am eigenen Unvermögen und an Reto Berra, der ab dem Mitteldrittel zum Matchwinner avanciert.

Nach dieser Niederlage im "6-Punkte-Spiel" ist klar: Die Stadtzürcher sind, was den Strichkampf betrifft, nicht aus dem Schneider. Biel rückt in der Tabelle bis auf zwei Zähler an den ZSC ran, Servette auf dem ersten Play-out Platz liegt (weiterhin) neun Punkte hinter den Lions. Dabei hätte das Team von Bob Hartley heute Klarheit schaffen können. Die mangelnde Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Kasten und Reto Berra treiben den Zett aber zur Weissglut.


Zuerst noch erfrischend

Der Torhüter von Biel ist im Hallenstadion die schillernde Figur. Im ersten Abschnitt verhilft er den Löwen mit seinem unglücklichen Ausflug noch zu einem Hoch: Die Heimmannschaft erzeugt darauf grossen Druck und kann den frühen 0:1 Rückstand durch Bordeleau dank Toren Cuntis (8') und Geerings (13') in einen Vorsprung umwandeln. Danach zeigen die Zürcher eine kreative Vorstellung mit erfrischendem Offensivspiel. Nur leider münzen sie keine der hochkarätigen Chancen in ein weiteres Tor um. Zu diesem Zeitpunkt scheitern die Lions noch an sich selbst, indem sie die Pucks neben das Gehäuse Berras setzen. Ab dem Mitteldrittel zeigt sich dann Biels Keeper von der tollen Seite: Der 25-Jährige wehrt sämtliche ZSC-Abschlussversuche - und das sind wirklich viele - ab und geht auch aus dem 1:1 gegen Down als Sieger hervor. Während die Truppe von Bob Hartley auf der einen Seite an Berra verzweifelt, ebnen die Seeländer auf der Gegenseite den Weg zum Erfolg.


Glückloser ZSC

Mit dem ersten Schuss erzielt Grieder nach 26 Minuten den 2:2 Ausgleich. Fünf Zeigerumdrehungen später bringt Beaudoin den EHC Biel im Powerplay in Führung - das Unterzahl-Trio Tambellini, Schnyder und McCarthy rückt einen Tick zu weit auf. Wiederum im Powerplay realisieren die Gäste das 2:4 acht Minuten vor dem Ende. Diesmal fällt ein abgelenkter Schuss per Zufall auf die Schaufel Spylos. Folglich bekommen die Zuschauer ein Anrennen der Lions zu sehen, das typisch für den heutigen Abend ist: Egal ob mit 6:4 oder gar 6:3 Feldspielern, aus besten Positionen findet der Zett sein Glück nicht. Die Scheibe kullert eher am Pfosten vorbei denn über die Linie. Bordeleau setzt dem Bangen der Bieler per Treffer ins  leere Tor schliesslich ein Ende. Ganz klar: Die ZSC Lions müssen sich selber an der Nase nehmen.

(Sandro Frei)

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