Doppeltorschützen und Shutout
Berkut Kiew - ZSC Lions 0:4 (0:1/0:0/0:3)
Gegen Berkut Kiew aus der höchsten ukrainischen Liga kommen die ZSC Lions zu einem ungefährdeten 4:0 Sieg. Bärtschi und Bühler zeichnen sich als Doppeltorschützen aus, Goalie Kevin Eisenring darf sich über einen Shutout freuen.
Der junge Schlussmann mit Jahrgang 1992 machte die Reise nach Leukerbad mit, weil kein Goalie des üblichen Quartetts Sulander, Flüeler, Wolf, Meili zur Verfügung stand. Normalerweise hütet Eisenring den Kasten des EHC Dübendorf (1. Liga) oder der eigenen Elite B-Junioren. Und dort hat der Keeper wahrscheinlich mehr zu tun, als es heute mit dem NLA-Team in Leukerbad der Fall war. Zum einen arbeiteten die Vorderleute defensiv solid und gingen ohne Kompromisse zu Werk. Zum anderen stand den Lions ein harmloser Kontrahent gegenüber. So musste Eisenring nur zwei brenzlige Situationen überstehen, ehe es sogleich zum Shutout reichte. In der 25. Minute fuhr er nach einem guten Weitschuss die Fanghand aus. Und nach 52 Zeigerumdrehungen verschob der Goalie nach einem Querpass so schnell, das er mit dem Schoner rechtzeitig gegen den Abschluss aus kurzer Distanz zur Stelle war. Im Penaltyschiessen, das kurzerhand beschlossen wurde, blieb Eisenring ebenfalls unbezwungen. Bühler und Geering trafen auf ZSC-Seite.
Verdienter Sieg
In der regulären Spielzeit zeigten die ZSC Lions eine engagierte Leistung, die mit einem Tor im Startdrittel und drei weiteren Treffern im letzten Abschnitt belohnt wurde. Bärtschi und Bühler zeichneten sich jeweils als Doppeltorschützen aus, wobei Kenins zweimal und Geering sowie Schommer je einmal gekonnt vorbereiteten. Ausgerechnet in den zweiten 20 Minuten, als die Löwen am überlegensten und die Präsenz im Angriffsdrittel am höchsten war, reüssierten sie nicht.
Ein unbeschriebenes Blatt
Für Berkut Kiew war es das zweite Testspiel innert 24 Stunden. Gestern hiess der Gegner Fribourg. Der Ukrainische Klub, den es erst seit einem halben Jahr gibt, ist die ganze Woche in Leukerbad zu Gast und tritt morgen zu einer weiteren Freundschaftspartie an (Langnau). Bemerkenswert: Sämtliche Spiele werden im Heimatland live übertragen. Der Tessiner TV-Sender "TSI" ist mit der Produktion beauftragt worden. Der Verein verfüge über massenhaft Geld, heisst es. Sogar Schals sind extra für die Duelle gegen die drei Schweizer Klubs angefertigt worden.
(Sandro Frei, Leukerbad)
































