Erste Begegnung mit den Lockouts
Drei kuriose Spiele liegen hinter, drei Top-Gegner vor dem ZSC. Zuerst der Blick zurück: Die ersten drei Spiele der neuen Saison hatten es wahrlich in sich, denn sie alle verliefen völlig atypisch. Gegen Langnau und in Kloten gaben Shorthander den Ausschlag für den späteren Sieg der Lions. Die erste Niederlage musste der Zett im zweiten Heimspiel verbuchen, als Rapperswil zu Gast war und das Crawford-Team in den letzten Minuten noch eine 2:0-Führung verspielte. Aus dem makellosen Start wurde darum nichts, sechs Punkte aus den ersten drei Partien inklusive Derbysieg sind aber durchaus zufriedenstellend. In den nächsten sechs Tagen müssen die Stadtzürcher nun zwei Mal auswärts ran - in Lugano sowie in Zug. Zudem empfangen Sie zu Hause den SC Bern zur Finalreprise des vergangenen Aprils. Somit sind wir beim Ausblick angelangt.
Spektakel für den Moment
Die Ausgangslage hat sich in dieser Woche schlagartig verändert, da der NHL-Lockout einige Stars in die Schweizer Liga spülte. Bei Bern (Mark Streit, Roman Josi), Zug (Damien Brunner, Rafael Diaz) und Lugano (Luca Sbisa) sind die Verstärkungen bereits bekannt. Gegen den ZSC werden Streit und Josi (am Donnerstag) sowie Sbisa (am Freitag) noch nicht zum Einsatz gelangen. Brunner und Diaz am Dienstag dagegen sicher. Damit kehrt zwar viel Spektakel in die Schweiz zurück, ob sich die Transfers längerfristig auszahlen darf aber bezweifelt werden. Sobald nämlich die NHL ihren Betrieb für 2012/13 aufnimmt, sind sämtliche Akteure wieder weg. Die Löwen, die gemäss Sportchef Edgar Salis vorläufig auf eine derartige Verpflichtung verzichten, fahren also nicht zwingend schlechter. Der hochgehandelte ZSC-Kader steht jetzt, wo andere Klubs mit solchen Kalibern auflaufen, sogar etwas weniger im Fokus, was den Lions durchaus entgegenkommt.
Eine Chance dank den Chancen
Erfreulich ist, dass sich der Stadtklub bis dato in jedem Spiel genügend Torszenen erarbeitete. Wenn die Spieler von Marc Crawford so weitermachen können, dann stehen die Chancen auf weitere Tore und als Folge weitere Punkte gut. Mit zwei Treffern im Powerplay agierte das Team zuletzt auch in den Überzahlsituationen erstmals effizient. Und sollte es einmal weder bei Gleichzahl noch mit einem Mann mehr auf dem Eis hinhauen, dann können die ZSC Lions ja immer noch in Unterzahl losziehen...
(Sandro Frei)
































