Matchbericht

Sechs Flyers gegen einen Löwen - alles andere als sich zum Sieg beissen ist da nicht möglich.

Jeff Tambellini hat soeben den Gamewinner erzielt, das Hallenstadion freut sich mit.

Chancen Mangelware: Brown, der eine der seltenen Möglichkeiten besitzt, scheitert an Rüeger.

Wenn das Tor von Kloten belagert wird, dann fehlt dem ZSC der Durchblick.


Löwen beissen sich zu Derbysieg

20.11.2012

ZSC Lions - Kloten Flyers 3:2 n.V. (0:0/1:1/1:1/1:0)

Das vierte Derby der laufenden Saison ist das schwächste, weil es ein harziges ist. Mit dem Sieg in der Verlängerung können sich die ZSC Lions glücklich schätzen. Und dennoch müssen sich die Hausherren über den späten Ausgleich ärgern, der einen Vollerfolg erneut verunmöglicht.

Der ZSC fährt heute schon zum fünften Mal hintereinander keine drei Punkte ein. Dabei fehlen dazu, wie schon beim Heimauftritt gegen Servette, wiederum nur wenige Sekunden. Diesmal macht Santala nach 57:50 den Strich durch die Rechnung der Löwen. Er lenkt einen Schuss von Dupont zum 2:2 ab. "Wir haben zu vorsichtig gespielt und zu viel Angst vor einem Fehler gehabt", sieht Coach Crawford die Gründe dafür, dass seine Mannschaft die 2:1-Führung nochmals hergibt. Sie sitzt in der Tat zu sehr darauf, und wird prompt bestraft. Tambellini sorgt zusammen mit Ambühl dann doch noch für lachende Gesichter beim Stadtklub und dessen Fans: In der Overtime schliesst der Kanadier nämlich ein tolles Zuspiel von Ambühl schnörkellos und gerade deshalb erfolgreich zwischen die Beine von Keeper Rüeger ab. "Ich mag es beiden sehr gönnen", zeigt sich Crawford über die Protagonisten erfreut. Der dritte Sieg im vierten Derby überstrahlt schlussendlich die anderen, weniger erfreulichen Dinge.


Ausfall von Wick

Zum einen wäre da die Verletzung von Roman Wick, auf den der Zett drei bis vier Wochen verzichten werden muss. Der Stürmer prallt kurz vor der ersten Sirene nach einem Zweikampf mit Stoop unglücklich in die Bande und zieht sich dabei eine Oberkörperverletzung zu. Zum anderen ist es das 175. Derby an und für sich, ab dem der Zuschauer kaum warm wird. Beide Teams tun sich schwer, erspielen nicht allzu viele Chancen und lassen auch selten Emotionen entfachen. Vor allem von den Lions hätte man sich mehr Power erhofft. Der Puck läuft aber zu oft zu schlecht und nie einmal für den ZSC. Dass die Affiche keinen Sieger nach 60 Minuten hervorbringt ist darum nur logisch. Das 0:1 der Flyers (Stancescu) gleichen die Gastgeber genau so aus wie umgekehrt Kloten nach dem 2:1 zurückkommt. Auf Seiten der Stadtzürcher zeichnet sich Thibaut Monnet als Doppeltorschütze aus.


Flüeler ein sicherer Rückhalt

Während Dustin Brown erneut dank seiner kompromisslosen Spielweise Applaus erntet, der Kühlbox zum ersten Mal keinen Besuch abstattet und nach 35 Zeigerumdrehungen die beste Möglichkeit besitzt, vermag Lukas Flüeler im Tor zu überzeugen. Der ZSC-Hüter agiert sicher und pariert ein paar Schüsse gekonnt mit der Fanghand. Ihn als Rückhalt haben die Löwen heute gebraucht, damit sie sich vorne zum unspektakulären, aber halt dennoch wichtigen Derbysieg beissen konnten.

(Sandro Frei)

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