Matchbericht

Im Retro-Look zu drei Punkten: Sejna und der HC Davos.

5'668 Zuschauer werden Zeuge eines HCD-Erfolges, der bis ganz zum Schluss auf der Kippe steht.

Die Lions wehren sich mit allen Mitteln und kämpfen sich mit zwei späten Toren ins Spiel zurück.

Von Arx und Co. retten das 3:3 schliesslich in extremis über die Zeit.


Zu späte Tore an HCD-Jubiläumsfeier

29.10.2011

HC Davos - ZSC Lions 3:2 (1:0/0:0/2:2)

Durch die 90-Jahre-Jubiläumsrechung des HC Davos können die ZSC Lions keinen Strich machen, obwohl den Zürchern einen guten Auftritt gelingt.

In den Schlussminuten geht es im Bündnerland drunter und drüber. Zuerst realisiert Ambühl nach einem seiner bekannten Rushs den 2:1 Anschlusstreffer. Die Hoffnung beim ZSC ist zurück, denn "es blieben noch drei Minuten, da kann im Hockey viel passieren", wie der Torschütze selber sagt. Für Trainer Hartley sind es nur noch drei Minuten, darum beordert er seinen Goalie auf die Bank. Dumm nur: Just nachdem Flüeler seinen Kasten verlässt, versenkt Wieser den Puck im leeren Tor - 89 Sekunden vor Schluss wächst der HCD Vorsprung darum wieder an. Die Gäste lassen trotzdem nicht locker und kommen durch Tambellini prompt noch zum 3:2. In extremis verhindern die Davoser dann den Ausgleich der Lions. "Wieder stehen wir gegen den HCD ohne Punkte da", bilanziert Andres Ambühl etwas später in den Katakomben nüchtern. Zum dritten Mal bereits ziehen die Zürcher in der laufenden Saison gegen die Steinböcke den Kürzeren. An mangelnden Chancen lag es gegen Davos bis dato noch nie. Auch heute nicht, wie Ambühl sagt: "Wir hatten genügend Möglichkeiten, um die Partie zu gewinnen."


Tempo und Torszenen

Leonardo Genoni, der starke Paraden zeigt, und die Gäste mit ihrer Ineffizienz selber sind an diesem aus Sicht des Rekordmeisters feierlichen Samstagabend die Stolpersteine für den ZSC. Insbesondere im Startabschnitt verpasst es das Team von Bob Hartley, die Weichen zu stellen. Cunti und Ambühl solo sowie Pittis mit einem Pfostenschuss haben die Führung auf dem Stock. In einem Drittel mit Tempo und Torszenen hinterlassen die Stadtzürcher den gefährlicheren Eindruck. Der Aufforderung von Pittis nach dem gestrigen Erfolg über Rapperswil, den Spielfluss gleich in den heutigen Match mitzunehmen, leistet der Zett Folge. Jubeln tut in den ersten 20 Minuten aber nur die Heimmannschaft. Sieber steht nach einem Back-Querpass am langen Pfosten goldrichtig und bewerkstelligt mit seinem ersten Nati-A Treffer das 1:0. Leider bauen die Löwen im Mitteldrittel ab. Aufgrund einer 92-sekündigen doppelten Unterzahl können sie sogar froh sein, nicht schon nach 40 Minuten mit zwei Toren im Rückstand zu liegen.


Glanz an der HCD-Party

Den zweiten Rückschlag müssen die ZSC Lions dafür früh im letzten Abschnitt hinnehmen. Wie es sich für eine Jubiläumsfeier gehört, bringt Sciaroni mit einem Abpraller-Tor zwischen den eigenen Beinen hindurch etwas Glanz in die Vaillant-Arena. Die unterhaltsame Begegnung scheint damit entschieden, dank Ambühls Anschluss in der 57. Minute sollte sie ihre turbulenteste Phase mit drei weiteren Treffern aber erst noch erleben. "Sicher wäre es optimaler gewesen, wenn das 2:1 früher gekommen wäre", erklärt Schütze Ambühl. Denn so fehlt den aufopferungsvollen Lions am Ende tatsächlich die Zeit, um die Heimfahrt nach Zürich doch noch mit einem Lachen im Gesicht antreten zu können.

(Sandro Frei)

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