Matchbericht

Auf dem Weg zum 1:0: Pittis bringt den Puck sicher im Tor unter und sorgt für das erste Tor im Spiel.

Lugano bleibt lange blass, der Zett arbeitet defensiv solid.

Orientierungslosigkeit kann man den Lions heute nur in einigen Szenen vorwerfen, als Lugano zu viel schalten und walten kann.

Das 2:1 vor 8'064 Zuschauer geht im Endeffekt in Ordnung.


ZSC-Erfolg auch gegen Lugano

16.10.2011

ZSC Lions - HC Lugano 2:1 (1:0/1:1/0:0)

Zweiter Sieg innert 20 Stunden für die ZSC Lions. Gegen Lugano erkämpfen sich die Löwen einen "dreckigen Sieg", wie Bob Hartley nach dem Spiel meint.

In der Tat ereignen sich heute Nachmittag im Hallenstadion nicht viele Highlights. Der ZSC kontrolliert das Aufeinandertreffen gegen Lugano zwar weitgehend, in der Offensive sind die Lions aber häufig zu zahm. "Es war schwierig, Chancen zu kreieren", verteidigt Trainer Hartley seine Sturmlinien. Das mag zwar stimmen. Es gibt aber auch einen anderen Grund. Im Vergleich zum gestrigen Auftritt in Zug ist die gegenseitige Unterstützung, beispielsweise in den Ecken, minder optimal. Dass die Stadtzürcher dennoch gewinnen und damit die Punkte drei bis fünf von sechs möglichen an diesem Wochenende einfahren, liegt am tadellosen Engagement. Den Hartley-Jungs merkt man den Siegeswille an, Luganos Auftritt dagegen uninspiriert.


Tor und Assist von Pittis

Am Extremsten kristallisieren sich diese unterschiedlichen Arbeitseinstellungen im ersten und den grössten Teil des zweiten Drittels heraus. Die Löwen nehmen und halten das Heft in ihren Händen. Mit dem nötigen Glück finden sie schliesslich zu den zwei Toren, die das Spiel zu ihren Gunsten entscheiden. Dem 1:0 von Pittis in der 7. Minute geht ein abgefälschter Schuss Gobbis voraus. Der Kanadier ist auch beim zweiten ZSC-Treffer beteiligt. Mit dem Schlittschuh stösst Pittis den Puck im letzten Moment zu Tambellini, was der Topskorer ideal zu Nutzen weiss. Ein ansatzloser Handgelenkschuss überrascht Goalie Conz - die Scheibe findet den Weg unter seiner Achsel hindurch in die Maschen (24'). Der Zett selber gibt dann den Tessinern die Chance, um in die Partie zurückzukehren. Zu nonchalant agiert das Heimteam unmittelbar vor der zweiten Sirene, was Lugano mit dem 2:1 bestraft.


"Heikle Situationen gut gemeistert"

Die letzten 20 Minuten sind geprägt von Resultatverwaltenden Zürchern und ideenlos anrennenden Bianconeri. Trotzdem wird der ZSC defensiv je näher das Spielende kommt je mehr gefordert. "Nummelin und Vauclair standen praktisch ununterbrochen auf dem Eis. Sie sind schwer zu verteidigen", erklärt Hartley die Lugano-Druckphase. Seine Mannschaft habe die heiklen Situationen aber gut gemeistert. Insbesondere Torhüter Flüeler erledigt seinen wichtigen Part zuverlässig. Ein Vollerfolg ist die Belohung dafür. Im ersten Inhouse-Interview gibt Gelbhelm Tambellini die Blumen postwendend weiter. "Ich liebe es, hier im Hallenstadion vor den tollen Fans zu spielen." Ein weiteres Indiz dafür, dass die Formkurve beim Zett nach oben zeigt. Kloten, die das Verhältnis zwischen Spieler und Fans bei den ZSC Lions vor einem Monat noch spalteten, heisst der nächste Gegner. Da trifft man den Nagel auf dem Kopf wenn man sagt, dass der ZSC nach dem 0:5 Heimdebakel noch eine Rechnung zu begleichen hat.

(Sandro Frei)

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